SprecherIn: Prof. Dr.-Ing. Michael Schlüter
Laufzeit: seit 2023
Der SFB entwickelt SMARTe Reaktoren, die erneuerbare Rohstoffe trotz schwankender Verfügbarkeit und Qualität flexibel und autonom in hochwertige Produkte umwandeln. Durch integrierte Sensorik, Modellierung und adaptive Aktuatoren sollen Prozessbedingungen in situ erfasst, überwacht und optimiert werden, um konstante Produktqualität, hohe Ausbeuten und resiliente Prozesse zu ermöglichen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Verfahrenstechnik, Materialwissenschaft, Elektrotechnik, Naturwissenschaften und Informatik sowie die Nutzung einzigartiger Experimentiermöglichkeiten ermöglichen dabei die Erforschung und Optimierung der zugrunde liegenden Prozesse auf allen relevanten Skalen.
SprecherIn: Prof. Georg Duda
für die TUHH: Prof. Sara Checa Esteban
Laufzeit: seit 2018 an Charité Berlin
Der SFB 1444 erforscht die Grundprinzipien der zellulären Selbstorganisation bei der Knochenregeneration. Im Fokus stehen das Zusammenspiel von Entzündungsreaktionen, mechanobiologischen Prozessen und metabolischer Kommunikation, die bereits in der frühen Heilungsphase den langfristigen Regenerationserfolg bestimmen. Aufbauend auf den bisherigen Erkenntnissen untersucht der SFB, wie diese Mechanismen bei beeinträchtigten Bedingungen verändert werden, und nutzt moderne Methoden wie räumliche Transkriptomik, Einzelzellanalyse und biotechnologische Modellsysteme. Ziel sind neue Grundlagen für personalisierte Therapien und Patientenstratifikationen bei verzögerter Knochenheilung und Non-Unions.
SprecherIn: Prof. Michael R. Buchmeiser
für die TUHH: Prof. Alexander Schlaich
Laufzeit: seit 2018 an Universität Stuttgart
Der SFB 1333 erforscht, wie definierte Geometrien in mesoporösen Materialien chemische Katalysatoren gezielt beeinflussen. Durch die Kombination von Katalysatoren und maßgeschneiderten Trägermaterialien entstehen hybride Systeme mit hoher Reaktivität und Selektivität, die neue und effizientere katalytische Reaktionen ermöglichen. Hochentwickelte Analytik, Simulation und maschinelles Lernen werden genutzt, um die zugrunde liegenden Mechanismen über verschiedene Längenskalen zu verstehen und für unterschiedliche Reaktorkonzepte nutzbar zu machen. Ziel ist die Entwicklung effizienter, skalierbarer und perspektivisch technisch einsetzbarer Katalyseverfahren sowie eines F.A.I.R.-basierten Forschungsdatenmanagements.
SprecherIn: Prof. Roland Fried
für die TUHH: Prof. Timm Faulwasser
Laufzeit: seit 2024 an TU Dortmund
Der TRR 391 entwickelt innovative statistische Methoden und maschinelle Lernverfahren zur Analyse raum-zeitlicher Daten, um datenbasierte Entscheidungen für die Energie- und Verkehrswende zu ermöglichen. Durch die Modellierung, Prognose und Simulation komplexer räumlicher und zeitlicher Zusammenhänge entstehen verlässliche Entscheidungsgrundlagen – etwa für die Vorhersage erneuerbarer Energieerzeugung, die Steuerung von Energienetzen sowie Mobilitäts-, Logistik- und Lieferkettenprozesse. Die interdisziplinäre Forschung verbindet methodische Grundlagen mit konkreten Anwendungen und leistet damit einen Beitrag zu einer effizienten, resilienten und CO₂-armen Energie- und Verkehrswende.
SprecherIn: Prof. Martin Vossiek
für die TUHH: Prof. Alexander Kölpin
Laufzeit: seit 2021 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Das auf zwölf Jahre ausgelegte Forschungsprogramm des SFB EmpkinS (Empatho-Kinaesthetic Sensor Technology – Sensor Techniques and Data Analysis Methods for Empatho-Kinaesthetic Modeling and Condition monitoring) befasst sich mit dem Rückschließen auf Regelkreise des Körpers aus Körperbewegungen. Das Institut für Hochfrequenztechnik (E-3) der TUHH ist für die Herzkreislaufdiagnostik mit Radar zuständig.
SprecherIn: Prof. Carsten Eden
für die TUHH: Prof. Thomas Rung
Laufzeit: seit 2016 an der Universität Hamburg
Der TRR entwickelt energetisch konsistente Klimamodelle, um systematische Fehler in der Simulation und Vorhersage des heutigen und zukünftigen Klimas zu reduzieren. Im Fokus stehen ein verbessertes Verständnis der Energieübertragung in Atmosphäre und Ozean sowie die Entwicklung und Validierung neuer physikalischer Parametrisierungen und numerischer Methoden. Durch die enge Verbindung von Klimaphysik, Meteorologie, Ozeanographie, Mathematik und numerischer Modellierung sollen präzisere und verlässlichere gekoppelte Klimamodelle entstehen und damit die Grundlage für belastbarere Klimaprognosen geschaffen werden.