SprecherIn: Prof.Johannes Gescher
Laufzeit: seit 2025
Mit diesem Projekt verfolgen wir die evidenzbasierte Hypothese, dass produktive Biofilmsysteme für eine nachhaltige biobasierte Produktion in Zukunft von entscheidender Bedeutung sein werden.
In Biofilmen haften Mikroorganismen typischerweise an einer Oberfläche und kommen in hoher Zelldichte vor. Außerdem sind sie widerstandsfähiger gegenüber wachstumshemmenden Faktoren, was im medizinischen Kontext problematisch ist, aber angesichts der Prozessrobustheit in biotechnologischen Anwendungen von Vorteil sein kann. Obwohl die meisten potenziellen mikrobiellen Biokatalysatoren auf der Erde in Form von Biofilmen wachsen und obwohl sie sich in hoher Zelldichte ansiedeln können und relativ robuste Lebensformen sind, arbeiten wir in der Biotechnologie nach wie vor hauptsächlich mit planktonischen Mikroorganismen in durchmischten Rührkesselreaktoren. Dies ist auch überraschend, da Biofilme in der Vergangenheit bewiesen haben, dass sie (I) produktiver sein können, (II) eine höhere Widerstandsfähigkeit aufweisen und (III) eine einfachere Produktaufarbeitung ermöglichen als planktonische Systeme.
Teilprojekte an der TUHH:
2,3-Butandiol Produktion mit Hilfe von Biofilmenclustern an magnetischen Partikeln. — seit 2025
Antragsteller*innen: Johannes Gescher, Karin Jacobs, Rainer Udo Meckenstock
Mikrobielle Biofilme wandeln Kunststoffe in wertvolle chemische Verbindungen um [BIOCYCLING] — seit 2025
Antragsteller: Andreas Liese, Wolfgang Streit
Antragstellerinnen: Anna-Lena Heins, Natalia Tschowri
Quelle: DFG GEPRIS