Neues aus der Forschung

Modellierung, Simulation und Optimierung mit fluiddynamischen Anwendungen.

TUHH ist beteiligt an einem neuen Graduiertenkolleg der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) - DFG genehmigt „Modellierung, Simulation und Optimierung mit fluiddynamischen Anwendungen“

Im Zentrum des universitätsübergreifenden Graduiertenkollegs (GrK 2583) unter der Sprecherschaft der Universität Hamburg (UHH) „Modellierung, Simulation und Optimierung mit fluiddynamischen Anwendungen“ steht die Verbindung von Ansätzen aus der Mathematik in den Bereichen Modellierung, Simulation und Optimierung mit unterschiedlichen Anwendungen aus Klimaforschung und Meteorologie, Ingenieurwissenschaften und Medizin. Dies soll einen wechselseitigen Nutzen mit sich bringen: Die konkreten Anwendungen sollen mithilfe mathematischer Ansätze vorangetrieben werden, während diese durch die bei der Anwendung gewonnenen Einsichten weiterentwickelt werden sollen. Die Genehmigung und Finanzierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gilt für zunächst viereinhalb Jahre, das GrK startet im April 2020.

(11. November 2019)
Das ECIU läutet den Start der ECIU University ein.

TUHH feiert mit ihren Partnern die Gründung der neuen ECIU-Universität

Die Universität des European Consortium of Innovative Universities (ECIU), ein Verbund der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und zwölf weiteren Universitäten, wurde gestern in der Universitat Autònoma de Barcelona offiziell gegründet. Im Rahmen eines Kick-Off-Events trafen sich dort elf ECIU-Mitglieder gemeinsam mit EU-Bildungskommissar Tibar Navracscis und weiteren EU-Ministern, um den Start der innovativen Universität bekannt zu geben. Die ECIU-Universität ist die erste europäische Hochschule ihrer Art und soll die Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Forscherinnen und Forscher mit Standorten und Unternehmen auf einer internationalen Ebene fördern. Flexible übergreifende und maßgeschneiderte Lehrprogramme Als eines von 17 Projekten wurde die ECIU-Universität von der Europäischen Union im Juni 2019 in das Erasmus-Programm aufgenommen. Gefördert wird das Projekt über drei Jahre mit insgesamt fünf Millionen Euro mit dem Ziel neue akademische Forschungs- und Transfermethoden sowie ein europäisches Curriculum zu schaffen.

(08. November 2019)

„Mobilitätsarmut“ im Fokus: Ratgeber von TUHH-Forschern erschienen

Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und der Technischen Universität Berlin haben einen Mobilitäts-Ratgeber für Menschen in Armut entwickelt. Auf über 20 Seiten erklären sie, wie man in Hamburg mobil sein kann – und das auch mit wenig Geld. Der Ratgeber enthält unter anderem die günstigsten Tickets im HVV und die Adressen vieler Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstätten. Auch neue Angebote wie „MOIA“ und „ioki“ werden beschrieben. Der Ratgeber ist im Projekt MobileInclusion entstanden, das sich mit „Mobilitätsarmut“ befasst. Das Forschungsprojekt untersucht den Zusammenhang von alltäglicher Mobilität und sozialer Ausgrenzung. Diese zeigt sich beispielsweise am Fahrpreis: „Während das Sozialticket in Berlin 27,50 Euro im Monat kostet, sind in Hamburg 66 Euro fällig, um in der ganzen Stadt mobil zu sein“, erklärt Christoph Aberle vom Institut für Verkehrsplanung und Logistik der TU Hamburg.

(04. November 2019)
Martin Gromniak vom Institut für medizintechnische Systeme an der TUHH.

TUHH-Wissenschaftler Martin Gromniak forscht an Zebrafischen über die menschliche Gesundheit

Verraten uns Zebrafische, was die Grundvoraussetzung für ein langes Leben beim Mensch ist? Martin Gromniak vom Institut für medizintechnische Systeme an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) geht dieser Frage im Rahmen des Forschungszentrums Medizintechnik Hamburg (fmthh) nach. Mit Hilfe eines intelligenten Langzeitbewegungstracking forscht der Wissenschaftler daran, wie sich Alter und Ernährung auf die Mobilität und Knochengesundheit von Zebrafischen auswirken. Die gewonnen Daten können anschließend auch auf den Menschen übertragen werden. Der Zebrafisch besitzt als Wirbeltier viele Gene, die bei Säugetieren und damit auch beim Menschen dieselben oder ähnliche Funktionen haben. Über 70 Prozent der bislang bekannten Gene, die beim Menschen Krankheiten auslösen können, gibt es auch im Fisch. Das macht den Zebrafisch zu einem idealen Modellorganismus für den Menschen. Für das Forschungsprojekt werden je dreißig Fische in vier verschiedene Gruppen aufgeteilt.

(29. Oktober 2019)
Open Access Week 2019. Bild: TUHH

Offenheit in Forschung und Lehre: TUHH veranstaltet Open Access Week 2019

Open Access – der freie Zugang zu Wissen – ist seit 2013 ein strategisches Ziel der Technischen Universität Hamburg (TUHH): Zur Internationalen Open Access Woche vom 21. bis 27. Oktober stellt die TUHH die Einheit von Offenheit in Lehre und Forschung und damit auch gemeinsame digitale Infrastrukturen in den Mittelpunkt ihrer openTUHH Policy. Die openTUHH Policy ist aus den Projekten Hamburg Open Science und Hamburg Open Online University entstanden mit dem Ziel, den digitalen Kulturwandel an der Universität zu fördern. Die TUHH versteht sich als innovative Hochschule. Offenheit in Forschung und Lehre spielt eine immer zentralere Rolle und bedarf eines strategischen, kulturellen und strukturellen Wandels an der TUHH. Die openTUHH Policy zeigt hierbei die enge Verzahnung der universitären Pfeiler Lehre und Forschung. Open Science und Open Education ermöglichen durch die Digitalisierung einen Kulturwandel zu einem offeneren und intensiveren Austausch von Lehr- und Lernmaterialien, Forschungsdaten und wissenschaftlichen Erkenntnissen.

(17. Oktober 2019)
Kickoff-Meeting des GLOWOPT-Projekts.

Weniger Erderwärmung durch neue Flugzeugentwürfe: TUHH startet GLOWOPT Projekt

Das Institut für Lufttransportsysteme der Technischen Universität Hamburg (TUHH) startet gemeinsam mit der Technischen Universität Delft (TU Delft) das auf drei Jahre angelegte EU-Projekt „Global Warming Optimized Aircraft Design“ (GLOWOPT) im Rahmen des Clean Sky 2 Programms. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Entwurf von Flugzeugen so zu verändern, dass die Auswirkungen des Luftverkehrs auf die globale Erwärmung minimiert werden. Der Luftverkehr trägt mit circa fünf Prozent wesentlich zur menschlich verursachten Klimaerwärmung bei. Neben der Kerosinverbrennung in Form von CO2-Emissionen entstehen beim Fliegen in großen Höhen auch Nicht-CO2-Klimaeffekte wie Treibhausgase und langlebige Kondensstreifen, die die Strahlungsbilanz der Erdatmosphäre beeinflussen. Um die im Pariser Klimaabkommen festgesetzten Klimaziele erreichen zu können, müssen Flugzeughersteller künftig Luftfahrzeuge mit möglichst geringer Klimawirkung entwickeln.

(14. Oktober 2019)
Dr.-Ing. Malte Niklaß von der TUHH.

Klimaschutz über den Wolken: TUHH-Wissenschaftler Malte Niklaß erhält DGLR-Promotionspreis

Dr.-Ing. Malte Niklaß von der Technischen Universität Hamburg (TUHH) ist für seine Dissertation mit dem Promotionspreis 2019 der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) ausgezeichnet worden. Seine Idee einer klimafreundlichen Maut für den Luftverkehr überzeugte eine Fachjury und wurde mit 3.000 Euro von Airbus prämiert. Ist es möglich umweltfreundlich zu fliegen? „Die größte Herausforderung bei dieser Fragestellung ist es Umweltschutz mit Wirtschaftlichkeit zu vereinen und genau hier setzt meine Idee einer Klimamaut an“, erklärt Malte Niklaß der Einrichtung für Lufttransportsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). In seiner Dissertation „Ein systematischer Ansatz zur Internalisierung der Klimawirkung der Luftfahrt“ entwickelte er ein Konzept, das die Faktoren Luftfahrt, Atmosphärenphysik und Umweltökonomie gleichermaßen berücksichtigt.

(07. Oktober 2019)
Die HICL-Konferenz 2019.

Logistik im digitalen Wandel: HICL-Konferenz 2019 an der TUHH

Vom 26. bis 27. September findet an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) die Hamburg International Conference of Logistic (HICL) 2019 statt. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen branchenrelevante Trends wie Digitalisierung und Automatisierung sowie der wachsende Anspruch an innovative und umweltfreundliche Produkte. Erwartet werden mehr als 80 Akteure aus der Logistik-Branche und dem Supply-Chain-Management aus über 12 Ländern. Lieferanten, Groß- und Einzelhändler sehen sich vor neue Herausforderungen gestellt. Digitalisierungstrends in Bereichen des maschinellen Lernens, der künstlichen Intelligenz und der Automatisierung führen zu einem Umdenken innerhalb der Industrie und bringen ein neues Geschäftsökosystem auf den Plan. Zudem fordern Kunden Produkte, die sowohl innovativ als auch nachhaltig sind. Genau an dieser Schnittstelle will die HICL-Konferenz 2019 Möglichkeiten und Lösungen aufzeigen, um alle Akteure einer Lieferkette zu berücksichtigen.

(23. September 2019)
Abbildung 1: a) Ein Surfer auf der Wasserwelle (

TUHH-Wissenschaftler erforschen Surfendes Licht

Die meisten von uns sind beeindruckt wenn wir Surfer beobachteten, die anmutig mit einer Meereswelle gleiten. Wir normalen Schwimmer haben am Strand meist ein nur kurzes überwältigendes Erlebnis, wenn eine Welle über uns rollt. Dagegen haben talentierte Surfer die Fähigkeit entwickelt, auf einem Wellenhang zu verbleiben und ihre Geschwindigkeit beizubehalten. Ein Surfer am Hang einer Wasserwelle kann der Welle kontinuierlich Energie entziehen und diese zum Antrieb nutzen (Abb. 1a). Die entnommene Energie wird durch die Arbeit gegen die Wasserreibung verbraucht. Dafür müssen Surfer die Richtung ihrer Geschwindigkeit genau einstellen. Eine ähnliche Situation tritt auf, wenn ein Lichtpuls in einem Material mit einer sich bewegenden Brechungsindexfront in Wechselwirkung tritt, wie in Fig. 1b gezeigt. In diesem Fall muss keine Reibung überwunden werden und die entnommene Energie wird stattdessen verwendet, um die Farbe (Frequenz) des Lichts zu ändern. Erfahrene Surfer können ihre Geschwindigkeitsrichtung so ausgleichen, dass sie sich seitlich zur Welle bewegen, aber den Wellenhang nicht verlassen.

(17. September 2019)
Professor im Audimax I an der TUHH.

11 Tenure-Track-Professuren und 1,3 Millionen Euro für den wissenschaftlichen Nachwuchs der TUHH

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) erhält im Rahmen des Tenure-Track-Programms von Bund und Ländern jährlich 1,3 Millionen Euro für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Damit werden an der TUHH 11 Tenure-Track-Professuren geschaffen, um die Forschung auf den Gebieten Digitalisierung, Informatik, Internationalisierung und Innovation zu stärken und das Wachstum der TUHH voranzutreiben. Tenure-Track-Professuren ebnen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Weg zur Professur und dauerhafte Etablierung in der Wissenschaft. Deutschlandweit unterstützt das Bund-Länder-Programm in der zweiten Bewilligungsrunde 532 Tenure-Track-Professuren an 57 Universitäten. Gegenwärtig forschen und lehren 88 Professorinnen und Professoren an der TUHH. Zusätzlich gibt es fünf Juniorprofessuren, davon eine mit einem Tenure-Track-Modell. „Unser langfristiges Ziel ist es bis zu 20 Prozent aller Professorinnen und Professoren der TUHH über das Tenure-Track-Programm auf eine Vollprofessur zu berufen“, sagt TUHH-Präsident Ed Brinksma.

(12. September 2019)