Neues aus der Forschung

TUHH analysiert Potenzial für Radschnellwege in der Metropolregion

Wo Radschnellwege nach Hamburg Sinn machen – und wo nicht: Die Technische Universität Hamburg (TUHH) analysierte im Auftrag der Metropolregion Hamburg Vorteile für Radschnellwege, die gerade bei weiteren Entfernungen gut umsetzbar sind. Gemeinsam soll das Pendeln mit dem Rad auch über längere Distanzen im Stadt-Umland-Bereich attraktiver gestaltet werden. Insgesamt 33 Korridore untersuchte das TUHH-Institut für Verkehrsplanung und Logistik in der Metropolregion. Geprüft wurde, wie sich unter anderem die Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen und Schulen durch Radschnellwege verbessert. Grundlage der Bewertung waren Daten zur Einwohner- und Arbeitsplatzverteilung sowie den Standorten von Schulen, Supermärkten und Bahnhöfen. „Die Untersuchungen zeigen, dass ausgehend vom Wohnort die Erreichbarkeit dieser Plätze um bis zu 75 Prozent verbessert werden kann", sagt TUHH-Doktorand Marcus Peter.

(16. Februar 2017)

Gewählter Präsident der Technischen Universität Hamburg tritt Amt nicht an

Der designierte Präsident der Technischen Universität Hamburg (TUHH) Prof. Dr. Dieter Jahn wird das Amt aus privaten Gründen nicht antreten. Gewählt wurde er vom Akademischen Senat und bestätigt vom Hochschulrat der TUHH im Dezember 2016. Geplanter Amtsantritt war der 1. April 2017. Prof. Dieter Jahn ist derzeit Vizepräsident der TU Braunschweig. „Wir bedauern sehr, dass sich Professor Jahn entschlossen hat, das Amt des Präsidenten der TUHH aus privaten Gründen nicht anzutreten. Wir respektieren die persönliche Entscheidung“, sagt Walter Conrads, Vorsitzender des Hochschulrates der TUHH. Die Findungskommission wird ihre Arbeit wieder aufnehmen und einen Kandidaten oder eine Kandidatin suchen. Über das weitere Vorgehen ab dem 1. April und bis zu einer Neuberufung werden sich die TUHH und die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung abstimmen.

(14. Februar 2017)

Wegweisender Hochschulverbund für Informatik: Senat und Hochschulen investieren rund 23 Millionen Euro für den Ausbau der Informatik

Die Digitalisierung stellt die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Und die Informatik ist die Schlüsseldisziplin im Digitalisierungsprozess: Im Rahmen der Gesamtstrategie Digitale Stadt baut die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung gemeinsam mit der Technischen Universität Hamburg (TUHH), der Universität Hamburg, der HAW Hamburg und der HafenCity Universität Hamburg die Informatikplattform „ahoi.digital“ auf. Das Projekt kann unter Berücksichtigung von weiteren Fördermitteln ein Gesamtfördervolumen von 32,9 Millionen erreichen. Geplant sind 35 neue Professuren und bis zu 1.500 zusätzliche Informatik-Studienplätze. Ziel ist es, die Aus- und Weiterbildung sowie die Forschung und den Transfer von Informatikkompetenzen in Hamburg zu bündeln und gemeinsam zu realisieren.

(03. Februar 2017)
Grafik: TUHH

Internationale SCC-Konferenz 2017 an der TUHH

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) und die Informationstechnische Gesellschaft (ITG im VDE) veranstalten gemeinsam die 11. International Conference on Systems, Communications and Coding (SCC). Sie findet vom 6. bis 9. Februar 2017 statt und wird vom Institut für Nachrichtentechnik der TUHH organisiert. Es werden mehr als 130 Teilnehmende erwartet. Die SCC bietet Wissenschaftlern einen Einblick in den aktuellen Stand von Forschung und Entwicklung auf dem Themengebiet der Kommunikationstechnik. Die SCC verfolgt insbesondere das Ziel, Theorie und Anwendung, akademische Forschung und Industrie, aber auch verschiedene Disziplinen innerhalb der Kommunikationstechnik zusammenzuführen. Für Tutorials und Vorträge sind international hochkarätige Referenten gewonnen worden. „Ich freue mich sehr, dass die interdisziplinäre Konferenz an der TUHH stattfindet. Die technischen Entwicklungen in dieser Ingenieursdisziplin sind rasant, so dass schon heute an Antworten für morgen gearbeitet werden muss“, sagt Professor Garabed Antranikian, Präsident der TUHH.

(02. Februar 2017)

TUHH-Datenschutz-Experte Chris Brzuska: „Es gibt keine Wohlfühlantwort auf die Sicherheitsfrage“

Bankgeschäfte, Reisebuchungen, Einkäufe – längst hat sich all das ins Internet verschoben. Datenschutz im Netz ist daher wichtiger denn je. An der TUHH forscht Prof. Chris Brzuska zum Thema IT-Sicherheit. Zum Europäischen Datenschutztag spricht Brzuska über persönliche Risikoanalysen, Smartphone-Sicherheit – und darüber, wie seine Arbeit unsere Daten sicherer macht. Herr Professor Brzuska, Bankgeschäfte, Tickets buchen, Kleidung kaufen – heute können wir alles online erledigen. Kann ich mich darauf verlassen, dass meine Daten sicher sind? Verlassen kann man sich darauf nicht. Die Frage ist aber vielmehr: Wie gehe ich damit um, welche Entscheidungen treffe ich? Da muss man für sich selbst eine Risikoanalyse machen: Welche Daten will ich schützen und vor wem oder was und warum. Kann man sich denn überhaupt sicher im Netz bewegen? Leider gibt es keine richtig schöne Wohlfühlantwort auf die Sicherheitsfrage. Es bleibt immer ein Restrisiko. Aber: Auch Autofahren ist gefährlich.

(27. Januar 2017)
Mehr als 80 geladene Gäste diskutierten aktuelle Sichtweisen zur Digitalisierung und innovative Nachwuchsforschungsprojekte der Medizintechnik.

TUHH: 4. Symposium des Forschungszentrums Medizintechnik Hamburg

Geballte Kompetenz: Auf dem 4. Symposium des Forschungszentrums Medizintechnik Hamburg (fmthh) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) diskutierten am 25. Januar mehr als 80 geladene Gäste aktuelle Sichtweisen zur Digitalisierung und innovative Nachwuchsforschungsprojekte der Medizintechnik. Neben den fachlichen Vorträgen stand der interdisziplinäre Austausch im Mittelpunkt der Veranstaltung: Ziel des fmthh ist, medizinische sowie ingenieur- und naturwissenschaftliche Kompetenzen für gemeinsame, hochqualifizierte Forschung zusammenzubringen, zu fördern und mit der Industrie zu vernetzen. „Der thematische Schwerpunkt lag dieses Jahr auf der Digitalisierung, um die Potentiale von Digital Health für die Medizintechnik in Hamburg zu analysieren und die Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit mit der Stadt zu diskutieren“, sagte Professor Michael Morlock, Leiter des TUHH-Instituts für Biomechanik und stellvertretender Sprecher der Direktoren des fmthh.

(26. Januar 2017)

Der Energieforschungsverbund Hamburg (EFH) geht erfolgreich in die nächste Runde - Bündelung wissenschaftlicher Kompetenz trägt zur Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung bei

Die Auswirkungen des Klimawandels und der Umbau der Energieversorgung sind zentrale gesellschaftliche Herausforderungen. Der Anfang 2013 mit Unterstützung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg aufgebaute Energieforschungsverbund Hamburg (EFH) begleitet diesen Prozess wissenschaftlich, disziplinübergreifend und praxisnah. Er bündelt die Kompetenzen von fünf Hamburger Hochschulen und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag dazu, Hamburg weiter als Energie- Forschungsstandort mit überregionaler Ausstrahlung zu etablieren. Die gute Zusammenarbeit des Verbundes wird nun in einer weiteren Förderperiode fortgesetzt. Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich sehr, dass der Energieforschungsverbund Hamburg seine erfolgreiche Arbeit fortsetzt.

(17. Januar 2017)

TUHH: Großes Hamburg-Themenspecial Schiff und Meer

Das Meer bedeckt rund 65 Prozent unseres Planeten. Es ist nicht nur Lebensraum für unzählige Arten von Tieren und Pflanzen, es ist auch die Welt der Schifffahrt, ist Transportweg und Nahrungsquelle und fordert so stetige Anpassung der Technologien, um die empfindlichen Ökosysteme nicht zu gefährden. Mit diesen Themen beschäftigt sich hoch­quali­fizierte Spitzenforschung in der Metropolregion Hamburg. In der Hansestadt Hamburg, am größten Hafen Deutschlands, der nach Rotterdam und Antwerpen auch europaweit vorne liegt, haben sich mehrere große und kleine Werften angesiedelt. Kombiniert mit dem ingenieurswissenschaftlichen Fachwissen der Technischen Universität Hamburg (TUHH) sind dies ideale Voraussetzungen für den TUHH-Forschungsschwerpunkt „Maritime Systeme“: Unter dem Dach „Schiffbau und maritime Systemtechnik” werden Fragen rund um den sicheren Bau und Betrieb von Schiffen, wirtschaftlicheren Produktionsverfahren und effizienteren Systemen an Bord untersucht.

(16. Januar 2017)

TUHH erhält 1,75 Millionen aus Landesforschungsförderung

Spitzenforschung in Hamburg: Die Technische Universität Hamburg (TUHH) wird im Rahmen der Landesforschungsförderung mit 1,75 Millionen Euro für das Projekt „Neue Reaktortechnologien für chemische und biochemische Syntheseverfahren“ gefördert. Das Projekt gehört damit zu den elf Spitzenforschungsvorhaben, die von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung unterstützt werden. Die Landesforschungsförderung will staatliche Hamburger Hochschulen und ihre Kooperationspartner in ihren gesellschaftsrelevanten Forschungsschwerpunkten stärken und sie für den internationalen Wettbewerb fit machen. Jedes Projekt erhält eine Förderung von maximal 1,75 Mio. Euro. Das Gesamtfördervolumen beträgt 17,3 Mio. Euro bei einer Laufzeit von 3,5 Jahren. Im Rahmen des Projekts „Neue Reaktortechnologien für chemische und biochemische Syntheseverfahren“ arbeiten Wissenschaftler der TUHH, der Universität Hamburg, des Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY) und des Helmholtz-Zentrum …

(13. Dezember 2016)
Der Hexapod

"Großes Lob für das Erreichte“: DFG bewertet Umsetzung und Nutzung des Projekts Hexapod an der TUHH

Einmalig, interdisziplinär, international: Einer Ausschreibung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) folgend erhielt die Technische Universität Hamburg (TUHH) im Jahr 2009 die Mittel für Entwicklung und Bau eines Großgeräts zur „produktnahen Prüfung von Leichtbauentwicklungen“. Zwei Jahre später wurden mit dem sogenannten Hexapod bereits erste Ergebnisse produziert – ein Fakt, der die DFG schon damals beeindruckte. Nun wurde der Abschlussbericht der TUHH begutachtet und ausnehmend positiv von der DFG bewertet. Dies sind die wichtigsten Kommentare: DFG: „Die Prüfeinrichtung hat schon bei der Antragsstellung durch ihre Einmaligkeit überzeugt“ Der Hexapod ist ein selbstkreierter Prüfstand mit sechs hydraulischen Zylindern und einer Höhe von rund drei Metern, der Kräfte von bis zu 500 Kilonewton aufbringen kann. Das entspricht einem Gewicht von etwa 51 Tonnen – oder 51 Kleinwagen.

(30. November 2016)