Neues aus der Forschung

Miniaturisierung optischer Gassensoren (Details: s. Bildunterschrift in Mitteilung). Eich/TUHH

Frühwarnsystem für gefährliche Gase - TUHH-Forscher erreichen Meilenstein zur Miniaturisierung optischer Gassensoren

Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg (TUHH), der ITMO Universität Sankt Petersburg und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht haben in Kooperation mit der Universität York ein neues Konzept entwickelt, um die Wegstrecken optischer Signale, die auf einem Silizium-Chip geführt werden, drastisch zu vergrößern. Sogenannte 2D-integrierende Zellen ermöglichen es, Strecken von mehreren Zentimetern auf einer Fläche von wenigen Quadratmillimetern zu realisieren. Damit wird nun in einem integrierten zweidimensionalen optischen Chip das erreicht, was vorher nur in einem makroskopischen Volumen möglich war. „Dieses Konzept stellt einen Meilenstein in Richtung miniaturisierter Gassensoren dar, die zukünftig kostengünstig beispielsweise in Mobiltelefone eingebaut werden könnten, um ihre Besitzer jederzeit vor gefährlichen Gasen zu warnen“, sagt Professor Manfred Eich, Leiter des TUHH-Instituts für Optische und Elektronische Materialien.

(22. September 2017)

Neuer Know-how-Träger im Binnenhafen - Institut für Technische Logistik (ITL) der TUHH feierlich eröffnet

Wenn Mechanik, Elektronik und Informationstechnologie zusammenwachsen und eine Hochschule als Innovationsmotor diese Entwicklung frühzeitig aufgreift, dann entsteht – im besten Fall – ein neues Institut: Die Technische Universität Hamburg (TUHH) hat gemeinsam mit der Dr. Friedrich Jungheinrich-Stiftung das Institut für Technische Logistik (ITL) offiziell eröffnet. Damit wird die an der TUHH bereits stark ausgeprägte Logistikforschung um ein Institut mit ingenieurwissenschaftlicher Ausrichtung reicher. Logistik-Treffpunkt für Forschung, Lehre und Technologietransfer Technologien wie Robotik, 3D-Druck, vernetzte Systeme, Deep Learning und das Internet der Dinge eröffnen der Technischen Logistik ganz neue Möglichkeiten für flexiblere und schnellere logistische Abläufe. Zusammen mit der Informationstechnologie bildet daher die Technische Logistik heute eine entscheidende Voraussetzung für das Konzept der Industrie 4.0.

(19. September 2017)
Dr. Philine Gaffron.

„Wenn man seinen Bürgermeister radfahren sieht, nimmt man ihm auch ab, dass er den Radverkehr unterstützt“ - TUHH-Mobilitätsexpertin Philine Gaffron im Gespräch

Philine Gaffron ist Oberingenieurin am Institut für Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Zum Start der Europäischen Mobilitätswoche plädiert die Verkehrswissenschaftlerin für mehr Anstand im Straßenverkehr und mehr Mut in der Politik. Die Expertin spricht über gespaltene Verkehrspersönlichkeiten, erklärt, warum das Thema Fahrradstadt so emotional diskutiert wird – und was sie mit dem Fußball-Bundestrainer gemeinsam hat. Frau Gaffron, wie sind Sie heute zur Arbeit gekommen? Mit Faltrad und S-Bahn. Hamburg möchte Fahrradstadt werden. Ein recht junges Vorhaben. Kopenhagen etwa hat bereits in den 70er-Jahren die ersten Maßnahmen umgesetzt. Woher kommt der vergleichsweise späte Umschwung? In Kopenhagen gab es ein paar einflussreiche Menschen in Schlüsselpositionen, die schon damals fanden, dass die vielen parkenden und fahrenden Autos in der Innenstadt ein großes Problem für die Lebensqualität darstellten.

(18. September 2017)
Von links nach rechts: Prof. Dr.-Ing. Dieter Krause (Institutsleiter PKT), Bernd Kampmann (Bereichsleiter Vertrieb Maximator GmbH), Dr.-Ing. Jens Schmidt (Oberingenieur PKT), Dr. Ralf Grote (Leitung TUHH-Präsidialbereich).

Maximator GmbH spendet Impulsprüfanlage an TUHH

Für seine Forschung betreibt das TUHH-Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik (PKT) ein Hochdruckzentrum mit Drucklaboren. Hier werden Tiefsee-Simulationen, hydrodynamische Untersuchungen an Erdgas und Rohöl, Gashydratsynthesen oder auch Druck- und Funktions- prüfungen von Werkzeugen und Maschinenelementen bis zu einem Druckbereich von 550 bar durchgeführt. Zukünftig kann nun auch die Dauerfestigkeit von Hochleistungsmaterialien wie technische Keramikwerkstoffe oder von kompletten Bauteilen unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden. Die neue Impulsdruckprüfanlage bietet dynamische Druckprüfungen bis zu einer Frequenz von 20 Hz bei einem Druck von bis zu 4.500 bar. Das PKT und die Firma Maximator kooperieren bereits im Themenfeld „Entwicklung modularer Produktfamilien“, aus dem auch eine Masterarbeit entstanden ist. Prof. Dieter Krause, Leiter des Instituts: „Die neue Anlage stellt eine wichtige Erweiterung der institutseigenen Hochdruck-Prüftechnik dar.

(13. September 2017)
Logo: THE WUR

TUHH beim renommierten THE-Hochschulranking unter Top 100 in Kategorie „Drittmittel aus der Industrie“

Aus dem Stand unter die besten der Welt: Erstmals stellte sich die Technische Universität Hamburg (TUHH) dem Vergleich mit den besten Universitäten der Welt – und positionierte sich im aktuellen Hochschulranking des Londoner Fachmagazins Times Higher Education (THE) direkt unter den Top 500. Weltweit führend ist erneut die britische University of Oxford.Im „THE World University Ranking 2018“ liegt die TUHH als eine von 44 deutschen Universitäten in allen fünf bewerteten Indikatoren über dem Median. In der Kategorie „Drittmittel aus der Industrie“ schnitt die TUHH mit einem Platz unter den Top 100 weltweit besonders stark ab.„Ich freue mich sehr, dass wir gleich im ersten Jahr unserer Teilnahme an diesem renommierten Ranking für unsere Mut belohnt wurden“, sagt TUHH-Präsident Garabed Antranikian: „Mit diesem Ergebnis haben wir einmal mehr die TUHH auf der internationalen Hochschul-Landkarte sichtbar gemacht.

(08. September 2017)
ABiRe-Konsortium und TUHH Gäste v.l.: Iryna Atamaniuk, Oleg Yakimovich, Kerstin Kuchta, Aleksandra Volkova, Heinz Schelwat, Natalia Politaeva, Nils Wieczorek, Kai Pohlmann

Bioökonomie international: Deutsch-russisches ABiRe-Konsortium mit TUHH unterzeichnet Kooperationsvertrag

Das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE) der Technischen Universität Hamburg (TUHH), die russische Peter der Große St. Petersburger Polytechnikum Universität und die Sea & Sun Technology GmbH unterzeichnen als Projektpartner im ABiRe-Konsortium einen Kooperationsvertrag . Der Projektname „ABiRe“ steht für „Entwicklung und Implementierung einer innovativen aquatischen Bioraffinerie für die Mikroalge Chlorella sorokiniana sowie die Wasserlinse Lemna minor”. Ziel des vom BMBF geförderten Projektes ist es, Vorteile der neuesten Technologien und die innovative Forschung und Entwicklung beider Ländern zu verbinden. Vor dem Hintergrund eines dramatisch globalen Anstiegs der Nachfrage an Energie, bei gleichzeitiger Abnahme der zur Verfügung stehenden Ressourcen, hat die Entwicklung nachhaltiger Bioraffinerien und Kreislauftechnologien weltweit große Wichtigkeit erlangt.

(05. September 2017)
Der Cockpit-Simulator im Einsatz.

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

Das Institut für Lufttransportsysteme (ILT) der Technischen Universität Hamburg (TUHH) hat nach zweijähriger Entwicklungs- und Bauzeit einen Cockpitsimulator feierlich in Betrieb genommen. Von Studierenden in praxisnahen Projekten entwickelt und gebaut wurde er im institutseigenen Integrierten Design Labor (IDL) vor Fachpublikum vorgestellt. Eingesetzt wird der Simulator in der Lehre und Forschung. Ziel ist es, Studierenden Flugverfahren anhand verschiedener Navigationssysteme und Instrumente an Bord zu vermitteln. Der Simulator ist dem Cockpit einer Airbus A320 nachempfunden und dient im Rahmen der Lehrveranstaltung "Einführung in die Flugführung" an der TUHH zur praktischen Vermittlung von Flugbetriebs- und Flugführungsverfahren. Maßgeblich konstruiert und umgesetzt hat ihn André Koloschin. „Der Simulator ist so entwickelt, dass wir auch andere Flugzeugcockpits nachbilden können. So können wir testen, wie unterschiedlich sich die verschiedenen Flugzeugtypen fliegen lassen“, freut …

(21. August 2017)
REM-Aufnahmen von Aerographit nach dem Shaker-Test

Test bestanden: TUHH und Airbus bringen Aerographit in den Weltraum

Ein leichter Schritt: Das Institut für Kunststoffe und Verbundwerkstoffe der Technischen Universität Hamburg (TUHH) testete mit Airbus den von ihm entdeckten Werkstoff Aerographit erstmals für den Einsatz in der Luft- und Raumfahrt. Mit einem von der Europäischen Weltraumorganisation ESA zertifizierten Versuchsstand wurde ein erster Vibrationstest erfolgreich für die Qualifikation als Luft- und Raumfahrtwerkstoff durchgeführt. Damit ist ein wichtiger zukünftiger Technologiebereich erschlossen worden. Aerographit weist einzigartige Eigenschaften auf: Es ist pechschwarz, stabil, elektrisch leitfähig, verformbar und undurchsichtig. Darüber hinaus weist der extrem leichte Kohlenstoffschaum eine geringe Dichte von 2 Milligramm pro Kubikzentimeter auf und ist damit 7,5-mal leichter als Styropor. Und es hält trotzdem viel aus: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUHH und von Airbus prüften nun mit dem Vibrationstest, dem sogenannten Shaker-Test, wie sich der Werkstoff bei extremen Belastungen verhält.

(07. August 2017)
Holzpellets

TUHH: Minderung der Feinstaubemissionen bei Verbrennung von Holzpellets um fast 50 Prozent

Die Umwelt dankt: Das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE) der Technischen Universität Hamburg (TUHH) erzielte einen wesentlichen Fortschritt bei Minderung der Feinstaubemissionen einer Verbrennung biogener Festbrennstoffe. Das zeigen die Ergebnisse eines wissenschaftlichen Projekts zur Herstellung und Verbrennung von Holzpellets. Holzpellets sind kleine, stäbchenförmige Körper aus verdichtetem Sägemehl, die in den letzten Jahren eine zunehmende Marktbedeutung erlangt haben. Dieser biogene Festbrennstoff weist im Gegensatz zur Verbrennung von Erdgas oder Erdöl vergleichsweise hohe Feinstaubemissionen auf. Forscherinnen und Forscher der TUHH fanden heraus: Durch das Zumischung des Minerals Kaolinit bei der Herstellung der Pellets verringern sich diese Feinstaubemissionen bei der späteren Verbrennung um knapp 50 Prozent. „Noch nie kamen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet auf eine derartig hohe Zahl“, sagt Doktorandin Theresa Hülsmann, die das Projekt am Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft betreut.

(20. Juli 2017)

Neue Anlage zur Herstellung von Aerogelen im Technikum der TUHH

Eine neue Anlage zur Herstellung von Aerogelen – hochporösen Nanopartikeln – wurde im Technikum der Technischen Universität Hamburg (TUHH) errichtet. Die durch das EU-Projekt „NanoHybrids“ und aus Industriemitteln finanzierte Anlage ermöglicht erstmalig die Herstellung von Aerogel-Prototypen für direkte Tests in der Industrie. Dank der Kompetenz und Erfahrung der technischen Mitarbeiter der TUHH konnte die Anlage direkt vor Ort aufgebaut werden. Heute informierte sich der geschäftsführende Präsident der TUHH, Prof. Dr. Dr. h.c. Garabed Antranikian über die neue Anlage. Im Institut für Thermische Verfahrenstechnik der Technischen Universität Hamburg (TUHH) wurde eine neue Anlage zur Herstellung von hochporösen Nanomaterialien – Aerogelen – errichtet. Damit ist die TUHH in der Lage die Trocknung der Aerogele unter erhöhtem Druck im Maßstab von bis zu 50 Liter durchzuführen. Die Finanzierung der Anlage erfolgte im Rahmen des EU-Projekts „Nanohybrids“ sowie aus Industriemitteln.

(30. Juni 2017)