Neues aus der Forschung

Die FLOATGEN - Frankreichs erste Offshore-Windkraftanlage.

TUHH-Wissenschaftler setzen mit schwimmenden Windkraftturbinen auf erneuerbare Energie

Forscherinnen und Forscher des Instituts für Fluiddynamik und Schiffstheorie der Technischen Universität Hamburg (TUHH) untersuchen in dem Verbundprojekt „Validierung, Messung und Optimierung von schwimmenden Windenergiesystemen“ (VAMOS) im Meer verankerte Windkraftanlagen. Das Projektteam möchte herausfinden, wie solche schwimmenden Anlagen optimiert und deren Kosten gesenkt werden können. Ziel des Verbundprojekts ist es, größere Windressourcen zu nutzen und erneuerbare Windenergie konkurrenzfähig zu machen. Durchgeführt werden die Forschungen an der französischen Offshore-Windkraftanlage FLOATGEN. Die FLOATGEN ist eine von weltweit fünf schwimmenden Windenergieanlagen, bei denen 60 Meter hohe Windturbinen mit Hilfe eines 36 mal 36 Meter großen Beton-Fundaments im Atlantik verankert sind. Im Gegensatz zu im Meeresboden fest gegründeten Anlagen können die schwimmenden Anlagen in tieferen Gewässern eingesetzt werden.

(27. Februar 2020)
V.l.n.r.: Dr. Holger Schlarb des DESY, TUHH-Vizepräsident Forschung Professor Andreas Timm-Giel, TUHH-Professorin Sabine Le Borne, TUHH-Professor Görschwin Fey.

TUHH, UHH und DESY entwickeln interdisziplinäres Center for Data and Computing in Natural Science (CDCS)

Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) fördert die interdisziplinäre Initiative „Center for Data and Computing in Natural Science“ (CDCS) im Rahmen der Landesforschungsförderung Hamburg mit knapp vier Millionen Euro auf insgesamt vier Jahre. In dem Projekt arbeiten Forschende der Technischen Universität Hamburg (TUHH), der Universität Hamburg (UHH, antragstellende Hochschule) und dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) zusammen. Ziel des Zentrums ist, die Forschung im Bereich der Digitalisierung in der Science City Bahrenfeld (SCB) zu stärken. In den Naturwissenschaften beruht die Forschung in vielen Bereichen auf der Erfassung und Analyse großer, komplexer und in den letzten Jahren drastisch wachsender Datenmengen. Grund hierfür sind die zunehmende Automatisierung der Experimentalforschung, die Digitalisierung komplexer technischer Systeme und die wachsende Bedeutung von Simulationen.

(20. Februar 2020)
TUHH-Team (v.l.n.r.). Obere Reihe: Tara Stojimirovic, Lars Hanschke, Fabian Steinmetz. Untere Reihe: Peter Oppermann, Bernd-Christian Renner.

Tauchroboter auf den Spuren des Klimawandels: TUHH-Wissenschaftler erforschen Verhaltensmuster bedrohter Fischarten

Der Klimawandel verändert Lebensbedingungen von Tierpopulationen drastisch. Insbesondere bedrohte Fischarten leiden unter Hitzewellen und sauerstoffarmen Bereichen unter Wasser. Um die konkreten Folgen des Klimawandels auf Fische zu erfassen, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts smartPORT an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) gemeinsam mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW, antragstellende Hochschule) sowie der Universität Hamburg (UHH) das Verhaltensmuster von Fischschwärmen mit Hilfe von autonomen Tauchrobotern. Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) fördert das interdisziplinäre Verbundprojekt „Autonome Tauchroboter-gestützte Beobachtung von Fischschwärmen“ im Rahmen der Landesforschungsförderung Hamburg mit 1,25 Millionen Euro auf bis zu dreieinhalb Jahre.

(18. Februar 2020)
Mittig v.l.n.r.: TUHH-Vizepräsidentin Lehre Kerstin Kuchta, Präsident der Polytechnic University Prof. Andrei Rudskoi (SPbPU Rector) und TUHH-Projektpartnerin Prof. Natalia Politaeva (“Industrial Ecology” Research Laboratory, SPbPU).

Deutsch-russische Zusammenarbeit: TUHH bei Polytech Treffen in Berlin 2020

Wissenschaftliche Kooperationen über Ländergrenzen hinweg: Die Technische Universität Hamburg (TUHH) hat im Rahmen des deutsch-russischen Themenjahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018 bis 2020 an dem Forum „Polytech Treffen in Berlin 2020“ im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin teilgenommen. Anlässlich des 120. Jahrestags der Gründung der Peter-der-Große St. Petersburg Polytechnic University (SPbPU), Russland, fanden Podiumsdiskussionen und Vorträge zur erfolgreichen Zusammenarbeit der SPbPU mit europäischen Partnerinnen und Partnern im Bereich Wissenschaft und Bildung statt. Themenschwerpunkte des Forums waren neben der digitalen Transformation der Industrie auch Möglichkeiten wissenschaftlicher Kooperationen und Internationalisierungsstrategien. So kooperieren TUHH und SPbPU bereits seit über zwanzig Jahren erfolgreich auf dem Gebiet der Abfallressourcenwirtschaft, der Bio-Economy und der Biotechnologie.

(13. Februar 2020)
Die Teilnehmer der Gulf of Mexico Oil Spill & Ecosystem Science Conference in Tampa.

TUHH Wissenschaftler berichten am Golf von Mexiko über neueste Erkenntnisse zur Deepwater Horizon Ölkatastrophe

Welche Maßnahmen sollten ergriffen werden, wenn es bei der Förderung von Erdöl in Tiefen von bis zu 3.000 Metern zu einem technischen Versagen kommt? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt treffen sich derzeit auf der “Gulf of Mexico Oil Spill & Ecosystem Science Conference” in Tampa, USA, um dieser Frage am Beispiel der Tiefsee-Katastrophe im Golf von Mexiko nachzugehen, die 2010 durch die Explosion der Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” ausgelöst wurde. Damals traten mehr als 700 Millionen Liter Öl aus und verursachten die bisher größte Ölpest der USA. Mit den neuesten Erkenntnissen der Hamburger Wissenschaftler ist nun klar, dass die besonderen Bedingungen in der Tiefsee bei der Vorhersage von Ausbreitung und biologischem Abbau des Öls berücksichtigt werden müssen.

(07. Februar 2020)
V.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. Robert Seifried, Prof. Dr.-Ing. Thomas Rung, Prof. Dr.-Ing. Alexander Düster und JProf. Dr.-Ing. Benedikt Kriegesmann der TUHH.

Mit Sicherheit optimal: 1,25 Millionen Euro für TUHH, UHH und HSU

Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) fördert das interdisziplinäre Verbundprojekt „Simulationsbasierte Entwurfsoptimierung dynamischer Systeme unter Unsicherheiten“ im Rahmen der Landesforschungsförderung Hamburg mit 1,25 Millionen Euro auf insgesamt 3,5 Jahre. In dem Projekt arbeiten Forschende der Technischen Universität Hamburg (TUHH, antragstellende Hochschule), der Universität Hamburg (UHH), und der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) zusammen. Ziel des Projekts ist es innovative Simulationsverfahren zu entwickeln, die den Entwurf und die Fertigung von komplexen Bauteilen optimieren. Knappe Entwicklungszeit, begrenztes Budget, aber hohe Ansprüche an das Produkt: Um den geltenden Anforderungen in der Produktion gerecht zu werden, entwickeln Forscherinnen und Forscher des Verbundprojekts Methoden, um virtuelle Produktprototypen zu verbessern.

(03. Februar 2020)
Simulation der Einzelmoleküle von Flüssigkristallen in Nanoporen. Abbildung: TUHH

Mit Flüssigkristallen die Zukunft gestalten: TUHH-Wissenschaftler forschen an neuartigen Materialien

Ein internationales Forschungsteam hat unter der Leitung von Professor Patrick Huber vom Institut für Werkstoffphysik und Werkstofftechnologie an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) Flüssigkristalle eingebettet in Poren von wenigen Nanometern Durchmesser untersucht. Diese Hybridsysteme bilden neuartige elektrische und optische Eigenschaften aus. Die Studie soll künftig im Rahmen des „Centre for Multiscale Materials Systems“ (CIMMS) fortgesetzt werden, an dem die TUHH, die Universität Hamburg (UHH), das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) und das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) beteiligt sind. Gefördert wird die interdisziplinäre Initiative CIMMS von der Hamburger Wissenschaftsbehörde mit knapp vier Millionen Euro auf insgesamt vier Jahre. Von Sensoren über optische Linsen bis hin zu unsichtbaren Objekten: Der mögliche Einsatz des speziellen Hybridmaterials ist vielfältig. Grund dafür ist, dass sich die scheibenförmigen Einzelmoleküle der Flüssigkristalle in den Nanoporen selbst organisieren können und der Vorgang zusätzlich von außen steuerbar ist.

(31. Januar 2020)
v.l.n.r. TUHH-Professor Gerold Schneider, Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Prof. Dr. Ursula Schröder von der Universität Hamburg.

Erfolg für Hamburgs Materialwissenschaftler: Knapp 4 Millionen Euro Förderung für TUHH, HZG, DESY und UHH

Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) fördert die interdisziplinäre Initiative „Center for Integrated Multiscale Materials Systems“ (CIMMS) des Zentrums für Hochleistungsmaterialien (ZHM) mit knapp 4 Millionen Euro auf insgesamt vier Jahre. In dem Projekt arbeiten Forschende der Technischen Universität Hamburg (TUHH, antragstellende Hochschule), der Universität Hamburg (UHH), dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) zusammen. Ziel ist die Stärkung der Kooperation der Materialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler über die Grenzen der Forschungseinrichtungen hinweg, um innovative Forschungsergebnisse zu erzielen. Mit der Förderung setzt die Wissenschaftsbehörde eine Empfehlung des MINT-Forschungsrates um, der die Materialwissenschaft in seinem Bericht 2018 als einen der Hamburger Zukunftscluster identifizierte. Prof. Ed Brinksma, Präsident der TUHH: „Ein großartiger Erfolg für die TUHH und ihre Partner HZG, DESY und Universität Hamburg.

(28. Januar 2020)
Das Forschungsteam der TUHH und des UKE.

Alternative zum Tierversuch: TUHH-Forschende entwickeln neues Trainingsmodell für Aneurysmabehandlungen

Ein Forschungsteam des Instituts für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik und des Instituts für Mikrosystemtechnik der Technischen Universität Hamburg (TUHH) hat in Zusammenarbeit mit Neuroradiologen des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) eine neue Methode entwickelt, um Tierversuche für die Behandlungssimulation von Hirngefäßaneurysmen überflüssig zu machen. Das Projekt „ELBE-NTM – Development and Evaluation of a Patient-Based Neurointerventional Training Model“ wurde im Rahmen der Ausschreibung „Alternativmethoden zum Tierversuch“ mit knapp einer Million Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Aneurysmen der Hirngefäße sind Aussackungen von Blutgefäßen, die aufgrund des ständigen Blutdrucks innerhalb des Gefäßes platzen können. Die Folge ist eine lebensgefährliche Hirnblutung. Aus- und Weiterbildungskurse für die nötigen Operationen der betroffenen Gefäße am Gehirn fanden vor dem Projekt noch an Tieren wie Kaninchen oder Schweinen statt.

(20. Januar 2020)
Mitarbeitende des Instituts für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz der TUHH.

Zweite Chance für Müll: TUHH-Wissenschaftler forschen an einer innovativen Bioabfallwirtschaft

Das Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz der Technischen Universität Hamburg (TUHH) ist Teil des internationalen Projekts „DECISIVE“, das ein Kreislaufwirtschaftskonzept für Lebensmittelabfälle in der Umgebung von Lyon entwickelt und als Pilot umgesetzt hat. Ziel ist eine lokale und nachhaltige Zweitverwertung von Bioabfällen. Finanziert wird das Projekt mit 7,7 Millionen Euro durch das Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union Horizon 2020. In der Europäischen Union fallen jährlich etwa 88 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. Nur für einen kleinen Teil erfolgt eine getrennte Sammlung, welche Grundbedingung für eine effiziente Verwertung ist. In Deutschland finden beispielsweise nur 27 Prozent der Lebensmittelabfälle aus Haushalten ihren Weg in die Biotonne und sind zudem mit Plastik verunreinigt. Das stellt die Abfallwirtschaft vor immer größere Herausforderungen. Genau aus diesem Grund realisierten die Forscherinnen und Forscher des „DECISIVE“-Projekts in der ländlichen …

(09. Januar 2020)