Neues aus der Forschung

Abbildung: Vergleich der berechneten Reflexionsspektren zweier photonischer Gläser, einmal bestehend aus keramischen Vollkugeln (a) und einmal aus keramischen Hohlkugeln (b). Die Kugeldurchmesser betragen ca. 200 Nanometer und die Schalendicke der Hohlkugeln in (b) ca. 10 Nanometer.Das rechte Bild zeigt ein wesentlich steileres Reflexionsspektrum, das eine bessere Farbsättigung der in diesem Fall blauen Farbe bedingt.Die beiden Quader zeigen Ausschnitte der mit Kugeln befüllten Volumina, mittels derer die numerischen Simulationen durchgeführt wurden.(b) Chromatizitätsdiagramm. Die Positionen der beiden Reflexionsspektren in (a) und (b) sind in Relation zum farblosen Weißpunkt eingetragen. Auf dem Umfang des Diagramms sind die reinen Farben gezeigt.Das aus Hohlkugeln bestehende photonische Glas erzeugt eine Farbe, die im Vergleich zu dem aus Vollkugeln bestehenden photonischen Glas wesentlich näher am Umfang liegt – also viel reiner ist.

TUHH: Neues Konzept für Strukturfarben

Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg (TUHH), der ITMO-Universität in St. Petersburg und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht haben ein neuartiges Konzept entwickelt, das Farbstoffe ermöglicht, die auf nicht-giftigen Ausgangsstoffen basieren, die im Sonnenlicht nicht ausbleichen und die auch unter hohen Verarbeitungstemperaturen (z.B. bei der Glasur von Keramiken) ihre Farbwirkung nicht verlieren. Anders als bei konventionellen Farbpigmenten entsteht die Farbwirkung hier nicht aufgrund der Absorption bestimmter Wellenlängen, die dann im reflektierten Licht fehlen und somit den Farbeindruck hervorrufen. Bei den Strukturfarben entsteht die Farbwirkung ausschließlich durch deren Struktur, die eine Überlagerung und in der Folge eine Auslöschung bestimmter Wellenlängen im reflektierten Licht verursacht. Oft hängt bei solchen Strukturfarben der Farbeindruck von den Beleuchtungs- und Beobachtungsrichtungen ab – der Farbstoff ist „irisierend“. Dies möchte man bei einem guten Farbstoff vermeiden. Um einen „nichtirisierenden“ Farbstoff zu realisieren, benötigt es ein gewisses Maß an Unordnung in der Struktur des Farbstoffs.

(17. Mai 2018)

TUHH für Genius Loci-Preis für Lehrexzellenz nominiert

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) ist vom Stifterverband und der VolkswagenStiftung für die Shortlist des Genius Loci-Preises ausgewählt worden. Der Hochschulpreis wird jährlich für eine beispielhafte Lehrverfassung oder Lehrstrategie vergeben. Ziel ist es, die Qualität der Lehre an deutschen Hochschulen zu fördern. Für die Nominierung war nach Jury-Urteil die „klare Struktur der TUHH mit dem Dreiklang Fachlichkeit, Verantwortung und Interdisziplinarität, die sich auf alle Studienphasen bezieht und die auch der Individualität der Studierenden in einer Massenuniversität Rechnung trägt“ verantwortlich. Darüber hinaus war das Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) der TUHH ausschlaggebend für die Shortlist-Nominierung. Neben der TUHH sind die Goethe-Universität Frankfurt/Main, die Leuphana Universität Lüneburg, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie drei Fachhochschulen nominiert. Der Genius Loci-Preis wurde 2017 vom Stifterverband ins Leben gerufen, da erst wenige Hochschulen angemessene Freiräume und Anreize für Lehrinnovationen und verfügen über eine Lehrverfassung beziehungsweise eine hochschulweite Lehrstrategie bieten, wie sie der Wissenschaftsrat 2015 empfohlen hat.

(14. Mai 2018)

CHE-Ranking Informatik: TUHH in der Spitzengruppe

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) überzeugt ihre Bachelor- und Masterstudierenden im Studiengang Informatik: Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der Untersuchung von mehr als 300 Hochschulen durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Die TUHH belegt im Bachelor- und Masterstudiengang Informatik-Ingenieurwesen Positionen in der Spitzengruppe. Sie wurde in den Kategorien „Internationale Ausrichtung des Studiengangs“ mit sehr gut bewertet. Der Masterstudiengang Informatik-Ingenieurwesen sicherte sich in der Kategorie „Abschlüsse in angemessener Zeit“ eine Spitzenpositon. Auch die Masterstudiengänge Information and C. Systems und Computer Science konnten sich mit ihrer als sehr gut bewerteten internationalen Ausrichtung im Spitzenfeld behaupten. Eine weitere Spitzenposition für die Informatik erhielt die TUHH für die Kategorie „Unterstützung am Studienanfang“ sowie für Ausstattung, Infrastruktur und Räumlichkeiten. Das Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) Das CHE-Ranking bietet mit über 300 Universitäten und Fachhochschulen im deutschsprachigen …

(08. Mai 2018)
Das Projektteam TaBuLa bei der Besichtigung eines automatisierten Fahrzeuges am Charité in Berlin

TUHH: Lauenburg an der Elbe wird zum Testzentrum für hochautomatisierte Busse

Autonomes Fahren im Öffentlichen Personennahverkehr: Im Kreis Herzogtum Lauenburg wird ein Testzentrum für automatisiert fahrende Busse (TaBuLa) aufgebaut. Projekt- und wissenschaftliche Begleitung wird vom Institut für Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Hamburg (TUHH) umgesetzt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit 1,9 Millionen. Das Projektvolumen beträgt insgesamt 2,3 Millionen Euro. Projektpartner sind der Kreis Herzogtum Lauenburg als ÖPNV-Aufgabenträger und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) als Betreiber der Fahrzeuge. Im Projekt TaBuLa sollen Möglichkeiten und Hindernisse des Einsatzes automatisierter und vernetzter Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr untersucht werden. Gleichzeitig soll eine Testumgebung für automatisierte Busverkehre unter realen Bedingungen geschaffen werden.

(17. April 2018)
Abbildung 1: Links (a): Schematische Darstel­lung des indirekten photonischen Bandüber­gangs mittels Banddiagramm. Dispersionsfunktion des ursprüng­lichen photonischen Kristallwellenleiters vor der Wand (durchgezogene Linie) und des geschalteten Wellenleiters hinter der Wand (gestrichelte Linie). Rechts (b): Schema des photonischen Kri­stall-Wellenleiters (Silizium: grau, Löcher: weiß). Das Signal, zunächst mit niedriger Frequenz (rot), bleibt im ursprünglichen Wellenleiter, kann nach der Wechselwirkung nur auf dersel­ben Disper­sionsfunktion landen, ändert dabei seine Frequenz und wird beschleunigt (blau). Der heraneilende Pumppuls erzeugt langlebige freie Ladungs­träger­, die hinter der Front verbleiben (orange). Alle Signale haben Wellenlängen im nahen Infrarot in der Nähe von 1550 nm. Grafik: TUHH

TUHH: Ein Lichtpuls flüchtet vor dem anderen und ändert dabei seine Farbe

Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg (TUHH), der ITMO-Universität in St. Petersburg, der Menoufia Universität, der Universität York, der Universität St. Andrews, des Tyndall-Instituts in Cork, der Sun Yat-sen Universität in Guangzhou und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht haben in eigens hierfür entwickelten und hergestellten nanophotonischen Siliziumchips einen neuartigen Effekt realisiert. In einem speziellen photonischen Kristallwellenleiter verfolgt hierbei ein nur sechs Billionstel Sekunden dauernder und sich schnell ausbreitender Lichtpuls (Pumpe) einen zunächst langsameren zweiten Lichtpuls (Signal). Der Signalpuls wird durch die Wechselwirkung mit dem Pumppuls beschleunigt, ändert seine Frequenz bzw. Farbe und eilt schließlich in Vorwärtsrichtung davon. Der realisierte Effekt weist eine Analogie zu dem von theoretischen Physikern beschriebenen „Ereignishorizont“ in der Umgebung kosmischer schwarzer …

(13. April 2018)
Prof. Carsten Gertz

TUHH Ringvorlesung Mobilität und Klimaschutz 11.4.: - "Klimaneutrale Mobilitätskonzepte für Metropolregionen – Wie kann die Umsetzung gelingen?"

Die Ringvorlesung „Mobilität und Klimaschutz“ an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) widmet sich am 11. April mit der Vorlesung „Klimaneutrale Mobilitätskonzepte für Metropolregionen – Wie kann die Umsetzung gelingen?“ dem Klimaschutz in der städtischen Verkehrsentwicklung. Im Mittelpunkt der Vorlesung stehen die Fragen, welche verkehrlichen Maßnahmen für den Klimaschutz in Großstädten erforderlich sind und welche Umsetzungsschwierigkeiten eine nachhaltige kommunale Verkehrspolitik hat. Dabei werden auch die Synergien von Klimaschutz und Mobilität mit anderen Politikfeldern diskutiert. Referent ist Professor Carsten Gertz, Leiter des Instituts für Verkehrsplanung und Logistik an der TUHH. Ein Schwerpunkt der Institutsarbeit bildet die Mobilitätsforschung. Dies beinhaltet die Erforschung des Mobilitätsverhaltens, die Entwicklung und Evaluation kommunaler und regionaler Verkehrskonzepte sowie die Verbesserung von Planungsverfahren für die integrierte Betrachtung von Stadt- und Verkehrsentwicklung.

(09. April 2018)

TUHH, Joachim Herz Stiftung und Schulbehörde starten Projekt für digitales Kompetenzzentrum „digital.learning.lab“

Hamburg will den Einsatz digitaler Medien im Unterricht deutlich ausbauen. Schulbehörde, Joachim Herz Stiftung und die Technische Universität Hamburg (TUHH) entwickeln dazu jetzt „digitale Unterrichtsbausteine“, die ab dem Schuljahr 2018/19 allen Hamburger Lehrkräften auf dem neu von der TUHH entwickelten Internetportal „digital.learning.lab“ zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Unterrichtsbausteine umfassen Unterrichtskonzepte sowie vielfältige digitale Unterrichtsmaterialien für zahlreiche Themengebiete in allen Schulfächern der weiterführenden Schulen. Sie sollen von Lehrkräften über das neue Internetportal digital.learning.lab als so genannte „open educational resources“ (OER) kostenlos heruntergeladen und im Unterricht in allen weiterführenden Schulen eingesetzt werden können.

(26. März 2018)

Exzellente Lehre: ETH Zürich, TU München und TUHH kooperieren

Zum Gründungstreffen „Partnerschaft exzellente Lehre“ trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten ETH Zürich, TU München und der Technischen Universität Hamburg (TUHH) an der TUHH. Im Mittelpunkt der Kooperation steht der Austausch zu Themen wie Studieneingangsphase, forschungsbezogene Lehre, Digitalisierung, Theorie- und Praxisverknüpfung, wissenschaftliche Weiterbildung sowie Gründungsaktivitäten. Die Treffen sollen halbjährlich an einer der drei Partneruniversitäten stattfinden. ETH Zürich-Rektorin Prof. Dr. Sarah M. Springman, Dr. Judith Zimmermann und Andreas Reinhardt von der ETH Zürich und Michael Folgmann von der TU München besichtigten gemeinsam mit TUHH-Präsident Prof. Dr. Brinksma und -Vizepräsident Lehre Prof. Dr. Sönke Knutzen die Lehrinfrastruktur der TUHH. In der Studierendenwerkstatt wurde das interdisziplinäre Bachelor Projekt vorgestellt, ferner das FabLab, die studentischen Lernräume, das Zentrum für Lehre und Lernen, das Startup Dock sowie das Technikum.

(06. März 2018)
TUHH-Forschergruppe bei der „Gulf of Mexico Oil Spill & Ecosystem Science Conference“ in New Orleans.

TUHH-Wissenschaftler ringen in New Orleans um den sinnvollen Einsatz von Chemikalien bei Tiefseeunfällen

Welche Sofortmaßnahmen sollen getroffen werden, wenn es bei Tiefseebohrungen künftig zu Ölkatastrophen kommt? Diese Frage versuchen derzeit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUHH auf der „Gulf of Mexico Oil Spill & Ecosystem Science Conference“ in New Orleans zu beantworten. Nach der Explosion der Ölbohrplattform Deepwater Horizon (DWH) im Jahre 2010 traten mehr als 800 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko aus und führten zu großen ökologischen und ökonomischen Schäden. Weder die Ausbreitung von Öl und Gas, noch die Wirkung auf das Ökosystem konnten vorhergesagt werden, da in einer Wassertiefe von 1500 m ein Druck von 150 bar bei einer Wassertemperatur von 4°C herrscht. Seitdem nutzt die Gulf of Mexico Research Initiative (GoMRI) einen Teil der Entschädigungszahlungen des Mineralölkonzerns BP zur Finanzierung von internationalen Forschungsverbünden, um die Gefahren von Rohölaustritten in der Tiefsee künftig besser abschätzen zu können.

(19. Februar 2018)
Bugatti-Bremssattel

Bugatti-Bremssattel aus dem 3D-Drucker entwickelt vom Laser Zentrum Nord

Mit seinen Supersportwagen Veyron und Chiron hat sich Bugatti in den letzten Jahrzehnten als Vorreiter für neue technische Entwicklungen und Innovationen im automobilen Extrem-Leistungsbereich etabliert und damit für atemberaubende Performance-Daten und Rekorde gesorgt. Nun hat die Technologieschmiede der französischen Luxusmarke einen neuen Coup gelandet: Erstmals ist es den Bugatti-Entwicklern gelungen, einen Bremssattel zu konzipieren, der per 3D-Druck gefertigt wird. Doch damit nicht genug. Während für die generative Fertigung von Fahrzeugteilen bislang hauptsächlich Aluminium verwendet wurde, besteht dieser neue Bremssattel aus Titan. Das ist das weltweit größte im 3D-Druckverfahren gefertigte Funktionsbauteil aus Titan. Erreicht wurde dieser neue Meilenstein in der Entwicklung des 3D-Drucks in einer Zusammenarbeit mit dem in Hamburg ansässigen Laser Zentrum Nord, das seit Jahresbeginn zur Fraunhofer-Gesellschaft gehört.

(30. Januar 2018)