Neues aus der Forschung

Detailansicht des TU-Hauptgebäudes.

Hamburg wird Teil der Allianz „Nationales Hochleistungsrechnen“ - Förderung in Höhe von neun Millionen Euro ebnet Weg für bundesweites Ressourcen- und Kompetenzzentrum

Mit dem heutigen Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) wird der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN) in die Allianz „Nationales Hochleistungsrechnen“ (NHR) aufgenommen. Das neue NHR-Nord will mit der Förderung von insgesamt neun Millionen Euro seine Kompetenzen im Bereich des Hochleistungsrechnens in Anwendungsbereichen wie Lebenswissenschaften, Chemie, KI oder digitale Geisteswissenschaften bündeln und ausbauen. Auch Lehre und Benutzer*innenberatung sollen weiter intensiviert werden, um Hochleistungsrechnen durch Studierende und junge Forscher*innen weiter zu fördern. Neben Hamburg gehören dem Verbund auch Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an.

(13. November 2020)
iLUM-Projekt könnte Blaupause für Metropolregionen werden.

Urbane Mobilität neu denken - Wissenschaftsbehörde fördert Hamburger Verbundprojekt „Innovative Luftgestützte Urbane Mobilität“ mit zwei Millionen Euro

Wie kann urbaner Luftverkehr in den Metropolen in Zukunft konkret aussehen? Haben neue Transportmittel eine echte Chance? Mit welchen Herausforderungen ist die künftige Mobilität konfrontiert? Unter der Leitung des Instituts für Lufttransportsysteme der Technischen Universität Hamburg erforschen und bewerten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmut-Schmidt-Universität (HSU), der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), der Hafen-City Universität Hamburg (HCU), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) Lösungen für „Innovative, luftgestützte, urbane Mobilität“ (iLUM). Gefördert wird das Verbundprojekt von der Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke (BWFGB) mit zwei Millionen Euro als eines von insgesamt vier Zukunftsclustern, sogenannten „HamburgX-Projekten“, im Rahmen der Landesforschungsförderung.

(06. November 2020)
Der Flughafen der Zukunft soll vor allem eines sein - nachhaltig, so auch neue Flugzeugkraftstoffe.

Wie sieht der Flughafen der Zukunft aus? Forschende der TU Hamburg arbeiten an nachhaltigen Lösungen für CO2-neutrales Fliegen

Der Flughafen der Zukunft soll vor allem eines sein - nachhaltig. Wie das gelingen kann, erarbeiten nun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Flughafen Kopenhagen und vierzehn weiteren europäischen Partnern im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020. Unter dem Titel „Smart Airports“ sollen Lösungsansätze für die Realisierung eines CO2-neutralen Flughafens entwickelt und die dafür notwendige Infrastruktur bereitgestellt werden. Das Gesamtprojekt wird mit knapp 12 Millionen Euro von der Europäischen Union gefördert, das Gesamtvolumen beläuft sich auf circa 15 Millionen Euro. Bis 2050 sollen laut der Europäischen Kommission die Kohlenstoffdioxidemissionen von Flugzeugen und Flughäfen reduziert und künftig vollständig vermieden werden.

(28. Oktober 2020)
Gruppenfoto der russischen und deutschen Partner von ABiRE.

Wissenschaftler∗innen der TU Hamburg kämpfen mit Mikroalgen und Wasserlinsen für mehr Nachhaltigkeit

Klein, grün und robust: Wasserlinsen und Mikroalgen sind sehr verbreitet. Wasserlinsen finden sich hauptsächlich in Gewässern, während sich Mikroalgen auch auf feuchten Blättern, Felsen oder Waldböden ansiedeln. Wie man sich diese Gewächse zu Nutzen macht, erforschen nun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg (TU Hamburg) gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Polytechnischen Universität St. Petersburg (SPbPU). Ziel des internationalen Projekts ABiRE ist eine innovative Bioökonomie, bei der aus den grünen Pflanzen hochwertige Feinchemikalien gewonnen werden. Zum Abschluss des "Deutsch-Russischen Themenjahres der Hochschulzusammenarbeit und Wissenschaft" 2018 bis 2020 wurde das Vorhaben als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet. „Was wir beobachten, ist, dass der globale Energiebedarf dramatisch ansteigt, während die Rohstoffe immer knapper werden“, sagt Wissenschaftlerin Iryna Atamaniuk vom TU-Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft.

(19. Oktober 2020)
Hauptgebäude der Technischen Universität Hamburg.

Fujitsu gibt der Kombinatorischen Optimierung in der Industrie einen akademischen Schub – mit einem neuen Lehrstuhl an der TU Hamburg

Auf einen Blick: Neue von Fujitsu und Dataport errichtete Stiftungsprofessur an der Technischen Universität Hamburg beschäftigt sich mit der Kombinatorischen Optimierung in der Industrie und der Frage, wie optimale Lösungen für hochkomplexe Aufgaben in Produktion, Handel und Dienstleistung gefunden werden. Neue Modellierungsmethoden und Algorithmenforschung sollen zu innovativen Ansätzen führen. Schon heute arbeitet Fujitsu mit Kunden in vielen Segmenten und Branchen in puncto Kombinatorische Optimierung eng zusammen und hat mit dem Digital Annealing eine sofort einsatzbare Brückentechnologie zum Quantencomputing im Portfolio. München, 13. Oktober 2020 – Fujitsu gründet und unterstützt gemeinsam mit Dataport an der Technischen Universität Hamburg (TU Hamburg) einen neuen Lehrstuhl für Kombinatorische Optimierung in der Industrie.

(13. Oktober 2020)
Doktorand Guido Dittrich, Professor Patrick Huber, Doktorand Manuel Brinker.

Silizium zeigt Muskeln: Wissenschaftler der TU Hamburg entwickeln neue Materialkonzepte für die Technik von morgen

Ob Smartphone, Laptop, oder Smart Watch: Das chemische Element Silizium findet sich in jedem elektronischen Bauteil und noch so kleinen Computerchip. So ist Silizium auch der Namensgeber für das Silicon-Valley, der Heimat zahlreicher Technologieunternehmen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität Hamburg ist es nun gelungen, Silizium Muskelkraft zu verleihen. Mit dieser neuen Eigenschaft kann das Material erstmals elektrische Signale in mechanische Bewegungen umwandeln. Damit bietet das neue Hybridmaterial völlig neue Perspektiven für die chipbasierte Technik von morgen. Damit der Lautsprecher in einem Smartphone funktioniert, bedarf es sogenannter aktorischer Materialien. Diese führen kleine Bewegungen im Mikrometer- und Nanometerbereich elektrisch und sehr präzise aus und bringen damit beispielsweise Luft zum Schwingen.

(01. Oktober 2020)
Schutzmasken begleiten uns mittlerweile durch den Alltag.

Schutzmasken noch sicherer vor Corona gestalten? TU-Wissenschaftler Robinson Peric hat den Test gemacht

Das Tragen einer Schutzmaske ist in Deutschland und vielen weiteren Ländern aufgrund der Corona-Pandemie längst zum Alltag geworden. Doch wie effektiv schützt diese Maßnahme vor der Übertragung des Virus? Dr.-Ing. Robinson Peric vom Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie an der Technischen Universität Hamburg hat das Strömungsverhalten von Luft in Atemschutzmasken untersucht und Lösungen für das sichere Tragen und das verbesserte Design von Masken entwickelt. Der Mensch atmet täglich im Schnitt 20.000 Mal ein und aus. Beim Ausatmen entweichen dabei je Atemzug durchschnittlich etwa 250 kleinste Wassertropfen aus Mund und Nase. Diese folgen der Luftströmung, schweben in der Luft und können sich in geschlossenen Räumen ansammeln. Da sie zudem Viren transportieren können, können Abstand halten sowie das Tragen von Atemschutzmasken helfen, Infektionen vorzubeugen.

(16. September 2020)
Licht kann sich in einer Millisekunde 300 Kilometer fortbewegen.

Eine Ampel für Licht: Wissenschaftler der TU Hamburg stoppen Lichtimpulse für effizientere Datenvermittlung

Licht ist schnell und kann sich in einer Millisekunde 300 Kilometer fortbewegen. Daher eignet sich Licht optimal als Datenträger von Informationen in der Telekommunikation. Wie das künftig mit weniger Stromverbrauch und in kürzerer Zeit gelingen kann, haben Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg gemeinsam mit der Universität Menoufia des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der ITMO-Universität St. Petersburg herausgefunden. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass das Anhalten von Licht und damit eine rein optische Speicherung von Datenpaketen möglich sind. Über Glasfaser werden Städte, Häuser und Computer miteinander verbunden. Um Datenpakete zwischen den verschiedenen Fasern verteilen zu können, sind Router erforderlich. Die Router wandeln derzeit optische in elektronische Signale um, überführen Datenpakete zwischen den Kanälen und transformieren elektronische Signale wieder in Licht.

(09. September 2020)
Die Abschlussveranstaltung fand im Rahmen einer Videokonferenz statt.

Digital abtauchen: TU-Studierende entwickeln simulierte Tauchroboter

An der Technischen Universität Hamburg wurden die Studieninhalte im digitalen Sommersemester in bis zu 170 Lehrveranstaltungen in Online-Formaten angeboten – auch mit Praxisbezug. So haben Studierende in der Lehrveranstaltung „Applied Design Methodology in Mechatronics“ (ADMM) am Institut für Mechatronik innovative Tauchroboter für Messungen in tiefen Gewässern entwickelt. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Entwicklung als Methode zu erlernen, um mechatronische Projekte von der Idee bis zum Prototypen zu verwirklichen. In die Tiefe tauchen: Vier studentische Teams stellten sich der Aufgabe einen eigenen Tauchroboter zu konzipieren. Dieser soll eine Messboje bis zu zehn Meter in die Tiefe ziehen, um Temperaturen oder den Salzgehalt im Meer zu messen. „In der Forschung werden solche Bojen bereits eingesetzt, zum Beispiel um Wasserströmungen zu überwachen oder Klimamodelle zu erforschen“, sagt Professor Thorsten Kern, Leiter des Instituts für Mechatronik.

(07. September 2020)
Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova ist neue Vizepräsidentin für Forschung an der TU Hamburg.

Wechsel im Präsidium an der TU Hamburg: Professorin Irina Smirnova ist neue Vizepräsidentin Forschung

Am 26. August wurde Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova vom Akademischen Senat auf Vorschlag des amtierenden TU-Präsidenten Ed Brinksma offiziell für das Amt der Vizepräsidentin für Forschung der Technischen Universität Hamburg gewählt. Sie ist damit die erste Frau in der TU-Geschichte in diesem Amt und gemeinsam mit der Vizepräsidentin Lehre, Kerstin Kuchta, die zweite Frau an der Spitze der TU-Leitung. Die Amtszeit der Leiterin des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik beginnt am 1. September und beträgt drei Jahre. Sie folgt auf Professor Andreas Timm-Giel, der das Amt knapp sechs Jahre innehatte. TU-Präsident Ed Brinksma: “Ich freue mich sehr, dass Irina Smirnova die Wahl annimmt. Sie wird zusätzliche innovative Akzente in der Forschung setzen und das Wachstum der TU Hamburg weiter vorantreiben. Ich danke an dieser Stelle auch dem scheidenden Vizepräsidenten Andreas Timm-Giel für sein großes Engagement, das er an der TU weiterhin fortführen wird.“ Andreas Timm-Giel ist künftig geschäftsführender Präsident an der TU Hamburg, bis die Findungskommission die Nachfolge für den scheidenden Präsidenten Ed Brinksma bestimmt hat.

(26. August 2020)