Neues aus der Forschung

25 Tonnen schwer, 120 Kubikmeter Volumen: IPMT erhält neues Großbearbeitungszentrum

Zu groß für die Vordertür: Mit einem Kran und viel Manpower wurde ein neues Großbearbeitungszentrum auf dem Gelände der Technischen Universität Hamburg (TUHH) angeliefert. Eine Maschine, die das TUHH-Institut für Produktionsmanagement und -technik (IPMT) im Rahmen des Verbundprojekts "Hybride Laser-Bearbeitung für 100% Qualität beim Umrissfräsen von Faserverbund-Großstrukturen" des Luftfahrtforschungsprogramms V-2 erhalten hat. Mit einem Gesamtgewicht von 25 Tonnen und einem Volumen von 6x4x5 Metern stellt sie das größte und modernste Bearbeitungszentrum am IPMT dar. Die Maschine wurde zusammen mit der Firma Fooke und dem TUHH-Institut für Laser- und Anlagensystemtechnik konstruiert. Sie erlaubt die Erprobung des neuartigen, an der TUHH entwickelten Bearbeitungsprozesses des Laser-Scored-Machining (LSM) für die Fertigung von Flugzeugstrukturbauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen.

(09. Januar 2018)
HAW-Präsident Micha Teuscher (links) und TUHH-Präsident Garabed Antranikian unterzeichnen im Beisein von Thomas Netzel (hinten rechts), HAW-Vizepräsident für Forschung, Transfer und Internationales, sowie Andreas Timm-Giel, TUHH-Vizepräsident Forschung, den Kooperationsvertrag.

Kooperative Promotion: TUHH und HAW Hamburg vereinbaren Zusammenarbeit

Herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der HAW Hamburg können künftig in einem gemeinsamen Verfahren an der TU Hamburg promoviert werden. Das sieht ein Kooperationsvertrag vor, den die Präsidenten der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) und der Technischen Universität Hamburg (TUHH) heute unterzeichnet haben. Das Abkommen legt den Rahmen für die sogenannten kooperativen Promotionen fest – und regelt unter anderem die Zusammenarbeit der gleichberechtigt betreuenden Professorinnen und Professoren beider Hochschulen, die Zulassung zur Promotion sowie gegebenenfalls zu erbringende Prüfungsleistungen der Kandidatinnen und Kandidaten. „Als technische Universität, die promotionsberechtigt ist, kooperieren wir seit Jahren mit der HAW Hamburg, beispielsweise im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) “, so Prof. Dr. Garabed Antranikian, Geschäftsführender Präsident der Technischen Universität Hamburg.

(21. Dezember 2017)
Modell von nanoporösem Gold, zigtausendfach vergrößert und im 3-D-Drucker hergestellt. Gut zu erkennen: Das schwammartige Netzwerk der Nanodrähte. 3-D-Druck: Bitte beachten Sie den Link unten im Text.

Realer Versuch statt virtuelles Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten - Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige Flugzeuge, energieeffiziente Autos und sicherere Industrieanlagen. Wie die bemerkenswerten Eigenschaften der Nanoteilchen im Detail zustande kommen, war bislang noch nicht genügend verstanden. Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) und der Technischen Universität Hamburg (TUHH) konnten nun dank neuartigen experimentellen Herangehensweisen herausfinden, was die Winzlinge so fest macht. Ihre Resultate wurden in zwei renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht – in „Nano Letters“ sowie aktuell in „Nature Communications“.

(07. Dezember 2017)
Thomas Volk und Christian Becker

„Wir brauchen gut ausgebildete Elektroingenieure“: Stromnetz Hamburg spendet Kabelmuster-Wand für TUHH-Institut für Elektrische Energietechnik

28.000 Kilometer Kabel sorgen in Hamburg dafür, dass jedes Unternehmen und jeder Haushalt mit Strom versorgt sind. Wie diese meist unterirdisch verlegten Kabel aussehen, aus welchen Komponenten sie bestehen und wie sie aufgebaut sind, das können sich Studierende des Instituts für Elektrische Energietechnik (ieet) der Technischen Universität Hamburg (TUHH) künftig aus nächster Nähe anschauen: Die Stromnetz Hamburg GmbH hat dem ieet eine Kabelmuster-Wand als anschauliches Demonstrationsobjekt für den Einsatz in der Lehre gespendet. Stromnetz Hamburg ist verantwortlich für Betrieb, Wartung und Entwicklung des Stromverteilungsnetzes der Stadt Hamburg. Viele der Kabel sind jedoch noch aus den 50er- oder 60er-Jahren und nähern sich dem Ende ihrer technischen und wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

(04. Dezember 2017)
Gewinner des Best Nanomedicine Product-Deal Award:Aerogelex, repräsentiert Ramam Subrahmanyman (links).

TUHH-Startup Aerogelex erhält Nanomedicine Award 2017

Die Europäische Technologieplattform für Nanomedizin (ETPN) und Enatrans zeichneten das Startup Aerogelex der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und der Tutech Innovation GmbH mit dem Nanomedizin Award 2017 in Berlin aus.Aerogelex gewann in der Kategorie „Best Medicine Product/Deal“ mit ihrem Projekt „Biopolymer aerogels for Pharma, Nutrition, Life Sciences and Care“. Das junge verfahrenstechnische Startup arbeitet unter der Leitung von Raman Subrahmanyam an der Entwicklung einer neuen Generation nanoporöser Aerogele im Pilotmaßstab. Diese aus verschiedenen Biopolymeren hergestellten Stoffe eignen sich beispielsweise als Trägermaterial für Aromastoffe, Vitamine und Pharmazeutika. Darüber hinaus sind Aerogele hochporös und können deshalb viel Flüssigkeit aufnehmen, was in den medizinischen Anwendungen sehr gefragt ist.https://aerogelex.com Das Projekt ist eingebettet in das EU-Forschungsprojekt „NanoHybrids – New generation of nanoporous organic and hybrid aerogels for industrial applications: from the lab to pilot scale production“. Es wird federführend koordiniert vom TUHH-Institut für Thermische Verfahrenstechnik (Prof. Smirnova).www.nanohybrids.eu English Version available: nanohybrids.eu/news/aerogelex-received-nanomedicine-award-2017/ Über …

(17. November 2017)
Darstellung des auf den konventionellen Planckschen Schwarzkörper normierten Strahlungswärmeflusses über einen dünnen Spalt hinweg zwischen einem heißen und einem kalten Körper. Die Spaltgröße wurde von 7µm (rechts) bis zu 150 nm (links) verringert. Die blauen und roten Punkte zeigen Messwerte an, die mittels Platten aus BK7-Glas (blau) und Quarzglas (rot) ermittelt wurden. Die Balken zeigen die experimentellen Fehlermargen an. Die blauen und roten Korridore geben die theoretischen Vorhersagen innerhalb der erzielbaren Genauigkeit an.Bild: Eich/TUHH

TUHH: Jenseits des Planck-Limits: Neue Messmethode für Wärmestrahlung entwickelt

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg (TUHH), des Helmholtz-Zentrums Geesthacht sowie der Staatliche Universität für Informationstechnologien, Mechanik und Optik Sankt Petersburg haben in Kooperation mit den Universitäten Purdue (USA) und Alberta (Kanada) ein neues Messverfahren entwickelt, mit dem sich der Übergang von Wärmestrahlung zwischen einem heißen und einem kalten Körper selbst bei Nanometer-Abständen präzise messen lässt. Dem Team ist es gelungen, zwischen Platten von mehreren Quadratzentimetern Fläche einen Abstand von nur 150 Nanometern zu erzeugen. Das entspricht etwa dem Tausendstel des Durchmessers eines menschlichen Haares. „Bei derart geringen Abständen wird der Übergang der Wärmestrahlung nicht mehr durch das berühmte, im Jahre 1900 von Max Planck formulierte Strahlungsgesetz bestimmt, sondern durch sogenannte Nahfeldeffekte, die gegenüber dem Planckschen Schwarzkörper - der idealen thermischen Strahlungsquelle - ein Vielfaches an Strahlungsübertrag verursachen können“, sagt Professor Manfred Eich, Leiter des TUHH-Instituts für Optische und Elektronische Materialien.

(30. Oktober 2017)

Ringvorlesung „Tissue Engineering – Regenerative Medizin“ an der TUHH

Gewebedefekte mit gezüchteten körpereigenen Zellen reparieren, ohne langfristig auf künstliche Materialien angewiesen zu sein – dank medizinischer Fortschritte ist dies keine Zukunftsmusik mehr. Das noch relativ junge Forschungsgebiet Tissue Engineering und Regenerative Medizin hat die künstliche Herstellung biologischer Gewebe wie Haut, Blutgefäße, Knochen oder Nerven aus lebenden Zellen und Biomaterialien zum Ziel, um damit kranke Gewebe zu ersetzen oder zu regenerieren. Es beruht auf der Zusammenarbeit der Bereiche Zellbiologie, Biomaterialentwicklung, Zellkulturtechnik und Bioverfahrenstechnik und eröffnet vielfältige neue Einsatzgebiete in der Klinik oder der Diagnostik. Im Rahmen der Ringvorlesung „Tissue Engineering – Regenerative Medizin“ werden namhafte Rednerinnen und Redner wesentliche Aspekte dieser spannenden Entwicklung vorstellen.

(23. Oktober 2017)

CHE-Ranking Wirtschaftsingenieurwesen: TUHH wieder in der Spitzengruppe

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) überzeugt ihre Masterstudierenden im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen: Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der Untersuchung von mehr als 300 Hochschulen durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Die TUHH erreicht in dem Ranking in allen fünf Kategorien die Spitzengruppe. So wird unter anderem die Unterstützung am Studienanfang sowie der Wissenschaftsbezug im Master Wirtschaftsingenieurwesen überdurchschnittlich gut bewertet. Bei der Befragung der Masterstudierenden erhält die TUHH darüber hinaus im nationalen Vergleich in Kategorien wie Internationale Ausrichtung, Arbeitsmarkt- und Berufsbezug und Betreuung hohe Punktzahlen. „Wir freuen uns außerordentlich, dass unsere Arbeit an strukturellen Verbesserungen und inhaltlicher Profilschärfung nicht nur von der Wirtschaft, sondern auch von unseren Studierenden so positiv bewertet wird“, so Professor Thomas Wrona, Dekan des Studiendekanat Managementwissenschaften und Technologie der TUHH.

(19. Oktober 2017)
Die Projektpartner von AZIMUT beim Kick-Off.

Agrarsysteme der Zukunft: Projektstart an der TUHH

Sind Mikroalgen das Grundnahrungsmittel der Zukunft? Das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft forscht in dem neuen Projekt „Agrarsysteme der Zukunft, Integration der agrarwirtschaftlichen Mikroalgenproduktion in urbane Transformation und dessen Metabolismus“ – kurz AZIMUT nach Antworten, Konzepten und neuen Strategien für eine zukünftige Agrarwirtschaft. Ziel ist es, ein digital unterstütztes und in die Stadt zu integrierendes Konzept zur agrarwirtschaftlichen Produktion von Grundstoffen und Nahrungsmitteln auf Basis von Mikroalgen zu entwickeln. „Die vollständige Nutzung von Mikroalgen als Nahrungsmittelgrundlage und die Integration ihrer Produktion in urbane Räume besitzen das Potential die derzeitigen Agrarsysteme nachhaltig zu revolutionieren und ein eventuelles Grundnahrungsmittel der Zukunft zu stellen“, sagt Professorin Kerstin Kuchta vom Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft. Die Nutzung von Mikroalgen bringt viele Vorteile mit sich: Sie haben nur einen geringen Flächenbedarf zur Kultivierung, sie brauchen keine besonderen Flächen und sie weisen im Vergleich mit herkömmlichen Agrarpflanzen ein bedeutend höheres Wachstum auf.

(10. Oktober 2017)

Internationale Logistik-Konferenz HICL an der TUHH

Zum 11. Mal findet die Hamburg International Conference of Logistics (HICL) vom 12. bis 13. Oktober 2017 an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) zum Thema “Logistic and Supply Change Management Meets Digitalization“ statt. Erwartet werden rund 80 Forscher und Praktiker aus über 10 Ländern, um gemeinsam die neuesten Entwicklungen im Bereich Supply Change Management, Logistik und Digitalisierung zu diskutieren. Das Supply Change Management, also der Aufbau und die Verwaltung integrierter Logistikketten, und die Logistik sind ein sehr dynamisches Feld, das Akteure ständig neuen operativen Herausforderungen und geänderten Fragestellungen gegenüberstellt. Seit 2006 initiiert das Institut für Logistik und Unternehmensführung der TUHH diese Jahreskonferenz, die internationale Forscherinnen und Forscher, Fachleute und Branchendenker aus der Praxis zusammenbringt, um neue Erkenntnisse, Konzepte und Methode zu analysieren und neueste Lösungen und Prozesse zu bewerten.

(11. Oktober 2017)