Materialwissenschaft: Multiskalige Materialien

Materialien - der Stoff aus dem die Dinge sind

Werkstoffe - sowohl klassische als auch neuartige - sind die Basis und der Motor für Produkte und Produktinnovationen. Die wichtigsten werkstoffbasierten Branchen in Deutschland, darunter der Fahrzeug- und Maschinenbau, die chemische Industrie, die Energietechnik, die Elektro- und Elektronikindustrie sowie die Metallerzeugung und -verarbeitung, erzielen einen jährlichen Umsatz von nahezu einer Billion € und beschäftigen rund fünf Millionen Menschen. Materialwissenschaftler entwickeln gänzlich neue Materialkonzepte - zum Beispiel in aktuellen Schlüsselfeldern wie der Energiespeicherung und Umwandlung oder dem strukturellen Leichtbau - oder sie verbessern existierende Werkstoffe und passen sie an die ständig wechselnden Anforderungen des globalen Wettbewerbs an. Mit ihrer Expertise zu den komplexen Auswirkungen von Struktur, Zusammensetzung, Verarbeitungsschritten und den Last- und Umwelteinflüssen auf die Leistungsfähigkeit und das Verhalten von Werkstoffen im praktischen Einsatz stellen sie zudem ein Bindeglied zwischen Konstruktion und Produktion dar.

Materialwissenschaft - Brücke zwischen Ingenieur- und Naturwissenschaften

Wegen der Bedeutung des Materialverhaltens für die konstruktive Auslegung und Verarbeitung von Produkten hat das Studium der Materialien eine starke ingenieurwissenschaftliche Komponente. Gleichzeitig baut das Verständnis des Materialverhaltens auf den aktuellsten Einsichten in den naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern auf.

Während zum Beispiel moderne Hochleistungsstähle im 1000-t Maßstab produziert werden, geht der Trend immer mehr zum Entwurf solcher Materialien und ihrer Verarbeitungsschritte anhand von Modellrechnungen, die auf quantenphysikalischen Prinzipien aufbauen und die gesamte Skala vom Atom bis zum Bauteil lückenlos abdecken.

Neuartige Verbund- und Hybridmaterialien, die hohe Festigkeit und geringes Gewicht mit Funktionseigenschaften wie zum Beispiel Aktorik oder Sensorik vereinen, nutzen aktuelle Forschungsergebnisse aus den Nanowissenschaften. Die Entwicklung der im Gesundheitswesen zunehmend wichtigen Biomaterialien erfordert neben materialphysikalischen und -chemischen Ansätzen auch Einsichten aus der Medizin. Der breite interdisziplinäre Ansatz der Materialwissenschaft macht sie zur Brückendisziplin zwischen den Ingenieur- und den Naturwissenschaften.

TUHH – im Zentrum der Materialforschung in der Metropolregion Hamburg

In dem deutschlandweit einzigartigen Curriculum, werden moderne materialwissenschaftliche Fragestellungen vom Atom bis hin zum Bauteil lückenlos vermittelt. Die TUHH nutzt die eigene Expertise auf den Feldern der Quantenmechanik über Nanostrukturen, moderne Verbund- und Biomaterialien bis hin zur Mikrosystemtechnik. Zugleich ist die Struktur- und Materialforschung in Hamburgs Metropolregion besonders leistungsstark aufgestellt. Mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) sowie dem Deutschen Elektronen Synchrotron DESY hat die TUHH starke Partnerschaften in der Forschung.

Der Sonderforschungsbereich „Mehrphasige Multiskalige Materialsysteme – M3“ sowie das Hamburger Zentrum für Hochleistungsmaterialien betonen den international sichtbaren Schwerpunkt bei modernen, multiskaligen Struktur- und Funktionsmaterialien. Es besteht eine enge Kooperation mit den in der Materialforschung ausgewiesenen außeruniversitären Institutionen wie dem HZG
- und dem DESY.

Zudem bietet die TUHH auch ein starkes inneruniversitäres Umfeld: So bestehen zum Beispiel in der Flugzeug- Systemtechnik, im Flugzeugbau oder in der Bautechnik Forschungsinteressen in der Entwicklung und Integration neuer Materialien.

Ihr Studium der Materialwissenschaft - Multiskalige Materialsysteme

Materialwissenschaft (M.Sc.) - Multiskalige Materialsysteme richtet sich an Bachelor-Absolventen sowohl der Ingenieurwissenschaften wie auch der Physik oder Chemie.

Wir vermitteln Ihnen ein Verständnis von Aufbau, Eigenschaften und Designprinzipien von Materialien, ausgehend von den atomaren Strukturen und Prozessen bis hin zum Verhalten in Bauteilen.

Die Veranstaltungen des 4-semestrigen Studiengangs werden teilweise in englischer Sprache unterrichtet.

Im Mittelpunkt des ersten Studienjahrs stehen die Kernthemen: Physik und Chemie von Materialien, Methoden in Experiment, Theorie und skalenübergreifender Modellierung, mechanische Eigenschaften angefangen von Molekülen über idealisierte einkristalline Zustände bis hin zum realen Material, Phasenübergänge und Gefügedesign, Eigenschaften von Funktionsmaterialien. Vertiefungsrichtungen erschließen für Sie die Felder Nano- und Hybridmaterialien, Technische Materialien, und Materialmodellierung. Das zweite Studienjahr steht ganz im Zeichen Ihrer Mitarbeit in der aktuellen Forschung, mit einem Studienprojekt zu Modernen Problemen der Materialwissenschaften und der Masterarbeit.

Bewerbung und Zulassung

http://www.tuhh.de/tuhh/studium/bewerbung.html

Zulassung zum SoSe und WiSe möglich,
Fristen:
01.12. bis 15.01 für SoSe,
01.06. bis 15.07 für WiSe.
Einschreibung ab 01.08.2015

Weitere Informationen zu diesem Studium finden Sie hier.

Weitere Informationen

Alle Modalitäten zur Zulassung sind in der Satzung über das Studium geregelt.

Die Informationen zu den geforderten Vorkenntnissen der einzelnen Master-Studiengänge finden Sie hier.

Die Modulhandbücher beschreiben die konkrete Ausgestaltung der im Studienplan vorgesehenen Module und deren Lernziele. Sie liefern auch Informationen zu Inhalt, empfohlenen Vorkenntnissen und Literatur zur Vorbereitung.

Die Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung (ASPO) und die Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung (FSPO) legen die Rahmenbedingungen für die Prüfungen an der TUHH fest.

Für fachliche Informationen zum Studiengang schicken Sie uns bitte eine Mail.

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