
Ein Auslandssemester – für viele Studierende der absolute Traum: neue Länder erkunden, spannende Menschen treffen und zugleich den eigenen Horizont erweitern. Doch bevor es ans Kofferpacken geht, stellen sich zahlreiche Fragen: Welche Universität passt am besten zu meinem Studiengang? Wie organisiere ich die Finanzierung und die Unterkunft? Welche Herausforderungen erwarten mich im Alltag und im Studium? Und vor allem: Warum sollte ich diesen Schritt wagen?
An der TU Hamburg koordiniert und administriert das Referat Outgoing der Abteilung International Affairs verschiedene Mobilitätsprogramme, um möglichst vielen Studierenden den Weg ins Ausland zu ermöglichen, und klärt sie im Vorwege auf, wie ein für sie passender Austausch aussehen kann.
Zu den bekanntesten und weltweit größten Mobilitätsprogrammen gehört das im Jahr 1987 von der Europäischen Union ins Leben gerufene Erasmus-Programm, das den Studierenden- und Mitarbeitendenaustausch zwischen Hochschulen innerhalb Europas fördert.
„Von der TU Hamburg gehen jedes akademische Jahr etwa rund 170 Studierende für ein Austauschsemester oder -jahr an unsere europäischen und weltweiten Partnerhochschulen – die Mehrheit davon innerhalb Europas im Rahmen des Erasmus-Programms mit finanzieller Förderung in Form eines Teilstipendiums“, sagt Marina Leß, Referatsleitung Outgoing. „Studierende zieht es jedoch auch in weitere Ferne zu unseren Partnern nach Asien, beispielsweise nach China, Japan, Malaysia, Singapur, Taiwan, Thailand, nach Amerika (Kanada, Mexiko, USA), nach Südafrika oder Südamerika.“
Um es den Studierenden einfacher zu machen, sich zu informieren, findet im Mai 2026 zum ersten Mal eine „Study Abroad Fair“ an der TU Hamburg in den Räumlichkeiten des LuK statt. An sogenannten Ländertischen werden ehemalige Outgoing-Studierende ihre Erfahrungen aus dem Ausland teilen und aktuelle Exchange Incomings von ihren Heimatuniversitäten berichten. Interessierte Studierende können ins Gespräch kommen, sich aus erster Hand Tipps holen, was es bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes zu beachten gilt, und sich inspirieren lassen. Zudem wird es Vorträge der Abteilung International Affairs zu den verschiedenen Möglichkeiten der Organisation von Studium, Praktikum, Kurzzeitmobilitäten im Ausland und zur interkulturellen Vorbereitung geben.
Marina Leß kennt die Fragen, die sich die Studierenden am Beginn ihrer Planung stellen. „Am Anfang sollte stets die Auseinandersetzung mit sich selbst stehen“, erklärt sie, „möchte ich für ein ganzes Jahr ins Ausland, lieber für ein Semester von drei bis fünf Monaten oder doch nur für einen Kurzaufenthalt?“. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Für manche ist es interessant, eine andere Lehrkultur kennenzulernen oder praktische Erfahrungen in einem Betrieb zu sammeln. Auch das Niveau von Sprachkenntnissen spielt eine wichtige Rolle: Wie kann ich sie vorab verbessern, wenn ich noch nicht über ein B1-Niveau verfüge, das man beispielsweise für spanischsprachige Länder benötigt? Gibt es ein Land, wo ich schon immer hinwollte, und welche Partnerhochschulen hat die TU Hamburg dort für meinen Studiengang? Wie komme ich an einen Praktikumsplatz in Kanada? Was kostet das alles und wie kann ich das finanzieren? All diese Fragen bekommt das Outgoing-Team der Abteilung International Affairs regelmäßig gestellt. Die Mitarbeitenden helfen bei der Orientierung, beispielsweise durch Info-Sessions mit anschließender Fragerunde, das Bereitstellen von Erfahrungsberichten von Alumni-Outgoings und die persönliche Beratung in der Sprechstunde. Sprachkenntnisse können durch den Besuch von kostenlosen Sprachkursen und Sprachcafés verbessert werden.
Ein Auslandsaufenthalt ermöglicht eine Vielzahl an Erfahrungen, die Teilnehmende persönlich wie fachlich bereichern. Auch Herausforderungen müssen gemeistert werden, die mit einer unvergesslichen Zeit im Leben belohnt werden!