Nachhaltigkeit in der Lehre

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung an der TU Hamburg. Ziel ist es, Studierende dazu zu befähigen, technische Entwicklungen verantwortungsvoll und klimagerecht zu gestalten. Dafür verbindet die TUHH fachliche Tiefe mit interdisziplinären Lehrformaten, praktischen Anwendungen und innovativen Lernumgebungen.

Studiengänge und vielfältige Lehrveranstaltungen

In zahlreichen Studiengängen spielen Nachhaltigkeitsfragen bereits eine wichtige Rolle, etwa in Programmen mit Fokus auf Umwelttechnik, nachhaltige Materialien oder ressourceneffiziente Prozessen. Ergänzt wird dies durch ein breites Angebot an Lehrveranstaltungen in allen Studienbereichen, die ökologische, ökonomische und soziale Dimensionen der Nachhaltigkeit aufgreifen. Beispiele reichen von "Digitales und nachhaltiges Bauen", "Nachhaltige Mobilität", "Nachhaltigkeit in der Verfahrenstechnik" über "Nachhaltige industrielle Produktion" und "Verantwortungsvolles Wirtschaften: Nachhaltigkeit, Compliance und Kontrollfragen" bis hin zu "Umweltschutz und Nachhaltigkeit".

Beispielhafte Studiengänge mit explizitem Nachhaltigkeitsfokus im Portfolio der TUHH sind die Bachelor-Programme Bau- und Umweltingenieurwesen und Green Technologies: Energie, Waser, Klima oder das Masterprogramm Environmental Engineering.

Erweiterte Lernangebote und übergreifende Qualifikationen

Neben den fachbezogenen Kursen bietet das nicht-technische Angebot vielfältige Möglichkeiten, Nachhaltigkeit aus gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Perspektive zu vertiefen. Darüber hinaus stehen Studierenden zusätzliche Qualifikationsangebote wie der SDG Campus, die ECIU University sowie die CampusLabs zur Verfügung – Lernräume, die praktische Erfahrungen, internationale Zusammenarbeit und interdisziplinäre Kompetenzen fördern.

Strukturelle Weiterentwicklung der Lehre

Aktuell unterstützt durch Drittmittelprojekte der Stiftung Innovation in der Hochschullehre arbeitet die TUHH zudem daran, Nachhaltigkeit langfristig und strukturell in Curricula zu verankern. So entsteht Schritt für Schritt ein Lehrangebot, das Nachhaltigkeitskompetenzen nicht nur vermittelt, sondern im gesamten Studienverlauf erfahrbar macht.

SDG Campus

Zwei Studierende am Laptop in einer Projektarbeit
Foto: TUHH

Der SDG Campus ist eine hochschulübergreifende Lernplattform, die Studierenden ermöglicht, nachhaltige Technologien, Verfahren und Methoden entlang der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele zu erkunden.

In Selbstlernkursen und interdisziplinären Gruppenformaten setzen sie sich kritisch und kreativ mit komplexen Nachhaltigkeitsfragen auseinander und entwickeln eigene Lösungsansätze.

Durch die Kombination aus Grundlagen, Praxisbezug und transdisziplinärer Zusammenarbeit fördert der SDG Campus gezielt die Gestaltungskompetenz für eine nachhaltige Zukunft.

CampusLabs@TUHH

Studierende beim CampusLab on Global Soil Health. Das Lab befindet sich auf einer grünen Wiese. Die Studierenden nehmen verschiedene Bodenproben.
Foto: TUHH

Die CampusLabs der TU Hamburg sind interdisziplinäre Forschungsräume, in denen neue Technologien und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft entwickelt werden.

Studierende arbeiten hier eng mit Forschenden zusammen, experimentieren praxisnah und verknüpfen ihr Studium direkt mit aktuellen Herausforderungen.

Gleichzeitig dienen die Labs als Schnittstelle zur Gesellschaft: Durch Workshops, Vermittlungsangebote und Kooperationen werden Forschungsergebnisse sichtbar gemacht und in den Austausch mit Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit gebracht.

ECIU University

Studierende der ECIU University, die sich freuen und dabei die Arme in die Luft reißen
Foto: TUHH

Die ECIU University eröffnet Studierenden der TU Hamburg internationale Lernräume, in denen nachhaltige Lösungen für reale gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt werden.

In interdisziplinären Challenges arbeiten Teams mit Unternehmen und Communities zusammen und wenden Challenge-Based Learning an, um innovative Antworten auf Probleme rund um die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erarbeiten.

Ergänzend bieten Micro-Module die Möglichkeit, gezielt neue Kompetenzen zu erwerben und Perspektiven zu erweitern – von technischen Skills bis zu Schlüsselqualifikationen für eine nachhaltige Zukunft.

Nicht-technisches Angebot

Vier Studierende im Seminar, die aufmerksam zuhören.
Foto: TUHH

Im Nicht-technischen Angebot der TU Hamburg wählen Studierende interessengeleitet Lehrveranstaltungen, die technische Studieninhalte um gesellschaftliche, kulturelle und nachhaltigkeitsbezogene Perspektiven erweitern.

Neben vielfältigen Profilen bieten insbesondere Kurse mit Nachhaltigkeitsfokus Raum für Reflexion und kritisches Denken – etwa zu Klimakrisen, Climate-Fiction, nachhaltigem Gesundheitswesen oder „TUHH Goes Circular“, in dem Herausforderungen und Chancen der Circular Economy an realen Beispielen an der TUHH bearbeitet werden.

Das aktuelle Vorlesungsverzeichnis informiert über alle verfügbaren Veranstaltungen und deren jeweilige Schwerpunkte.

NachwuchsCampus

Der NachwuchsCampus der TU Hamburg begeistert Kinder und Jugendliche für MINT-Themen und nachhaltige Zukunftsfragen.

Beim MINT Experience Day entdecken Schüler*innen an interaktiven Ständen Technik und Forschung – oft mit Blick auf Klimaschutz und innovative Lösungen.

Ergänzend bieten Formate wie Kniffelix.de, der Curiosity Cube und die Experimentierkisten von KinderForscher spannende, niedrigschwellige Zugänge zu Wissenschaft und nachhaltigen Technologien.

So vermittelt der NachwuchsCampus früh Neugier, Verständnis und Gestaltungskompetenz für die Welt von morgen.

Das Bild zeigt eine Gruppe von Schülern*innen bei einem Chemieexperiment im Labor. Sie tragen Laborkittel und Schutzbrillen. Einer der Schüler gießt eine Flüssigkeit aus einem Becherglas in ein anderes Gefäß. Die anderen Schüler beobachten aufmerksam. Im Hintergrund sind weitere Labortische und Geräte zu sehen.
Foto: NachwuchsCampus