Nachhaltigkeit in der Forschung

Die TU Hamburg ist in der Nachhaltigkeitsforschung exzellent aufgestellt: Mit dem Exzellenzcluster BlueMat und starken Verbundprojekten wie dem DFG-Graduiertenkolleg Climate-Informed Engineering entwickelt sie wissenschaftlich fundierte Lösungen für Klimaschutz, Ressourceneffizienz und klimaresilientere Infrastrukturen. In den Forschungsfeldern und zahlreichen weiteren Forschungsinitiativen stehen nachhaltige Technologien im Mittelpunkt – etwa in der Mobilität und Logistik (z. B. nachhaltige Logistikkonzepte oder emissionsarme Verkehrssysteme) oder in der Kreislaufwirtschaft (z. B. innovative Recyclingverfahren für Materialien und Elektronik).

Ein besonderer Meilenstein ist der 2024 gegründete United Nations University Hub on Engineering to Face Climate Change an der TUHH. Er schafft einen globalen Wissens- und Kooperationsraum, um technische Lösungen zu entwickeln, die natürliche Ressourcen schützen und zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele beitragen.

Aus der Forschung der TUHH entstehen zudem erfolgreich nachhaltigkeitsorientierte Ausgründungen – darunter Traceless, die einen vollständig kompostierbaren Kunststoff entwickelt haben, und Colipi, ein Climate-Tech-Start-up, das eine nachhaltige Alternative zu Palmöl erforscht und herstellt sowie lignopure, die Industrieabfallprodukte durch spezielle Verfahren in hochwertige, nachhaltige Stoffe umwandeln. Sie zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse der TUHH unmittelbar in gesellschaftliche und industrielle Wirkung übergehen.

CampusLabs@TUHH

Studierende beim CampusLab on Global Soil Health. Das Lab befindet sich auf einer grünen Wiese. Die Studierenden nehmen verschiedene Bodenproben.
Foto: TUHH

Die CampusLabs der TU Hamburg sind interdisziplinäre Forschungsräume, in denen neue Technologien und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft entwickelt werden.

Studierende arbeiten hier eng mit Forschenden zusammen, experimentieren praxisnah und verknüpfen ihr Studium direkt mit aktuellen Herausforderungen.

Gleichzeitig dienen die Labs als Schnittstelle zur Gesellschaft: Durch Workshops, Vermittlungsangebote und Kooperationen werden Forschungsergebnisse sichtbar gemacht und in den Austausch mit Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit gebracht.

UNU Hub

Der Präsident des UNU Hub und der Präsident der TUHH bei der Unterschrift zur Kooperation im UNU Hub. Wissenschaftler*innen aus beiden Organisationen im Hintergrund.
Foto: TUHH

Der UNU Hub on Engineering to Face Climate Change an der TU Hamburg ist eine internationale Kooperations- und Transferplattform der United Nations University, angesiedelt an der TUHH. Er verbindet ingenieurwissenschaftliche Forschung mit globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und adressiert systemische Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcennutzung und nachhaltige Entwicklung. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und internationaler Zusammenarbeit stärkt der UNU Hub den Wissenstransfer und bringt Forschungserkenntnisse in globale Nachhaltigkeitsdiskurse ein.

Exzellenzcluster BlueMat

Forschende und Mitarbeitende der TUHH feiern mit Konfetti die erfolgreiche Bewilligung des Exzellenzclusters Bluemat.
Foto: TUHH

Im Exzellenzcluster BlueMat erforscht die TU Hamburg die grundlegenden Zusammenhänge zwischen Struktur, Eigenschaften und Herstellungsprozessen moderner Materialien. Im Mittelpunkt stehen nachhaltige, bio-basierte und zirkuläre Werkstoffsysteme sowie neue materialwissenschaftliche Konzepte deren Eigenschaften durch Wasser nachhaltig modifiziert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der exzellenten Grundlagenforschung schaffen eine wissenschaftliche Basis für langfristige Innovationen und können Perspektiven für eine ressourcenschonende und klimafreundliche industrielle Entwicklung eröffnen.

Forschungsprojekte zum Thema Nachhaltigkeit

Zwei Forschende der Technischen Universität Hamburg arbeiten im Labor an einem Forschungsprojekt im Rahmen des Wissens- und Technologietransfers der TUHH. Foto: TUHH
Foto: TUHH

An der Technische Universität Hamburg wird Nachhaltigkeit in einer großen Vielfalt von Forschungsprojekten bearbeitet. In allen Forschungsfeldern und über alle Studiendekanate hinweg forschen Wissenschaftler*innen zu zentralen Fragestellungen der nachhaltigen Entwicklung und den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs – von ingenieurwissenschaftlicher Grundlagenforschung bis hin zu anwendungsnahen Projekten mit gesellschaftlicher Relevanz.

Die TUHH wirbt hierfür erfolgreich Drittmittel aus unterschiedlichen Förderprogrammen ein, darunter von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Europäischen Union sowie Bundes- und Landesministerien. Die Projekte reichen von großen, mehrjährigen Verbundvorhaben mit mehreren Millionen Euro Volumen bis hin zu kleineren, hochspezialisierten Forschungsvorhaben und spiegeln die thematische und methodische Breite der Universität wider.

Ein herausragendes Beispiel ist das DFG-geförderte Graduiertenkolleg Climate-Informed Engineering, das seit Herbst 2025 die Ausbildung einer neuen Generation von Ingenieur*innen in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist es, Klimamodellierung systematisch mit ingenieurwissenschaftlichen Methoden zu verbinden, um klimaangepasste Infrastrukturen, nachhaltige Ressourcennutzung und resiliente Werkstoffe zu erforschen – in enger internationaler Zusammenarbeit, unter anderem mit Partnern der United Nations University.

Darüber hinaus bearbeiten zahlreiche laufende Projekte Themen wie Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität, Bioökonomie, Wasserstofftechnologien oder KI-gestützte Umweltforschung. Die Bandbreite dieser Vorhaben unterstreicht den Beitrag der TUHH zu nachhaltiger Innovation und gesellschaftlicher Transformation. Einen Überblick über alle Projekte bietet das Forschungsinformationssystem TORE.

Nachhaltige Ausgründungen aus der TUHH

Aus der TU Hamburg gehen zahlreiche innovative Ausgründungen hervor, von denen viele einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Wirkung legen. Entstanden aus exzellenter Forschung verbinden sie technologische Innovation mit ökologischer Verantwortung – etwa in den Bereichen biobasierte Materialien, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Chemie und alternative Proteinquellen. Beispiele hierfür sind colipi, traceless, lignopure, Infinite Roots, vilisto und MicroHarvest, die zeigen, wie Forschungsergebnisse aus der TUHH in nachhaltige Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft überführt werden.

Wimpel mit dem Startup Port Logo in den Räumen des Startup Port
Foto: Startup Port @TUHH