Energietechnik

Zur Schaffung einer nachhaltigen Energieversorgung, die die Energieressourcen gezielt unter besonderer Berücksichtigung von Umweltaspekten nutzt, werden effiziente Energiesysteme und erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse eine entscheidende Rolle spielen.

In der Studienrichtung Energietechnik werden die in den grundlegenden Vorlesungen „Thermodynamik“, „Wärmeübertragung“, „Strömungsmechanik“, „Regelungstechnik“ erworbenen Kenntnisse in energetischen Systemen angewandt. Dabei geht es im Wesentlichen um eine breite Ausbildung im Bereich der Planung und des (dynamischen) Betriebsverhaltens komplexer Energieanlagen und Energiesysteme wie zum Beispiel Kraft-Wärme-Kopplungen, Klimatisierungsanlagen oder elektrische Netze. Geschwindigkeits- und Temperaturfeld-Simulationen sowie Systemsimulationen mit dem Ziel der Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung bilden dabei einen Schwerpunkt.

Die Studienrichtung Energietechnik zeichnet sich im Wesentlichen durch vier Aspekte aus:

  1. Die Behandlung energetischer Systeme steht im Vordergrund.
  2. Vorlesungen zu regenerativen Energien, Umweltschutz, Fotovoltaik sowie Energiewirtschaft und –verteilung werden als Wahlpflichtfächer angeboten.
  3. Große Flexibilität in den Wahlpflichtfächern (insgesamt 20 SWS aus den beiden Blöcken Energieanlagen und Energiesysteme).
  4. Technisch-wirtschaftliche Wahlpflichtfächer (4 SWS) sind vorgeschrieben.

Potenzielle Arbeitsfelder sind im Bereich der klassischen Energietechnik wie Planung, Betrieb und Optimierung energetischer Anlagen, wie zum Beispiel Kombi-Kraftwerken, Brennstoffzellen, Biogasanlagen, Windkraftanlagen, Solaranlagen, stationären und mobilen Klimaanlagen (Flugzeug, Auto, Schiff) oder auch Industrien, die ihren zur Produktion erforderlichen Energieeinsatz optimieren wollen, zu sehen. Die Globalisierung und die Liberalisierung der Energiemärkte bieten zusätzliche Arbeitsfelder, die in einem großen Maße wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen.