Mit der großangelegten Innovationsoffensive Hightech Agenda Deutschland will die Bundesregierung mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und technologische Souveränität erlangen. So soll Deutschland beispielsweise bis 2029 der führende Standort für Bioengineering in Europa werden. Und bis 2030 soll sich die Zahl deutscher KI-Start-ups vervierfacht haben. Hohe Ziele sind also gesteckt. Jetzt geht es um die Herausforderung der Umsetzung.
Darüber diskutierte Prof. Irina Smirnova, Vizepräsidentin für Forschung an der Technischen Universität Hamburg, bei einem Roundtable im Rahmen des Hamburg Science Summit 2026 mit anderen führenden Fachleuten. Zur Gesprächsrunde gehörten unter anderem Dr. Alexandra-Gwyn Paetz, Leiterin Abteilung Technologische Souveränität und Innovation beim Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie Christian Wiebus, Senior Director New Business and Innovation bei NXP Semiconductors.
Gemeinsam wurden mehrere zentrale Fragen erörtert: Welche Rolle spielen Hochschulen und Unternehmen konkret bei der Umsetzung der Hightech Agenda Deutschland? Wie können sich einzelne Innovationszentren wie Hamburg erfolgreich positionieren? Und wie lässt sich der Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft enger verzahnen? Prof. Irina Smirnova: „Die Hightech Agenda haben wir an der TU Hamburg zum Anlass genommen, unsere besonderen Stärken gezielt zu reflektieren und die Weichen für ihre weitere Entwicklung im Sinne der Hightech Agenda zu stellen. Dabei haben wir unsere Kompetenzen, Potenziale und strategischen Schwerpunkte gebündelt und sichtbar gemacht. Entstanden ist daraus auch eine eigene Webseite, die zeigt, welchen Beitrag die TU Hamburg zu den zentralen Zukunftsfeldern der Hightech Agenda leisten kann.“
TU Hamburg mit fünf Schlüsseltechnologien vertreten
Die TU Hamburg ist bei den im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland identifizierten Schlüsseltechnologien mit gleich fünf Bereichen – darunter KI und Biotechnologie – vertreten. Der Ansatz der Universität ist es, exzellente Forschung mit anwendungsorientierten Lösungen zu verbinden. Allein in den vergangenen zehn Jahren sind rund 60 Unternehmen aus der TU Hamburg hervorgegangen, die immer noch in der Hamburger Metropolregion und auch weit darüber hinaus aktiv sind.
Die Hightech Agenda Deutschland war eines von mehreren zentralen Themen auf dem Hamburg Science Summit 2026. Das übergeordnete Motto der Veranstaltung in diesem Jahr: „Europe in a Multipolar World“. Hochkarätige internationale Expert*innen und Entscheidungsträger*innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft tauschten sich in unterschiedlichen Formaten darüber aus, wie Europa in einer multipolaren Welt den Balanceakt zwischen Offenheit und Souveränität erfolgreich gestalten kann. Der Hamburg Science Summit wird von der Körber-Stiftung und der Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung ausgerichtet.