11.09.2026

Experimentelle Strömungsmechanik zu Gast an der TU Hamburg

Rund 80 Fachleute diskutieren bei der 33. Fachtagung „Experimentelle Strömungsmechanik“ neueste Entwicklungen in Forschung und Messtechnik
Foto: TUHH
Die Fachtagung „Experimentelle Strömungsmechanik 2026“ brachte Fachleute aus ganz Deutschland und darüber hinaus auf den Campus der TU Hamburg.

Wie lassen sich komplexe Strömungen sichtbar machen, vermessen und besser verstehen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Industrie bei der 33. Fachtagung „Experimentelle Strömungsmechanik 2026“ an der Technischen Universität Hamburg (TU Hamburg). Die traditionsreiche Tagung der Deutschen Gesellschaft für Laser-Anemometrie (GALA e. V.) brachte Fachleute aus ganz Deutschland und darüber hinaus nach Hamburg.

Im Mittelpunkt standen neueste Entwicklungen der experimentellen Strömungsmechanik – von hochauflösenden laseroptischen und bildgebenden Messverfahren bis zur Untersuchung komplexer ein- und mehrphasiger Strömungen. Eine zunehmend wichtige Rolle spielt dabei die Verbindung von Experiment, numerischer Simulation und datengetriebenen Methoden.

„Gerade in Zeiten von Hochleistungsrechnen und künstlicher Intelligenz gewinnen hochwertige experimentelle Daten weiter an Bedeutung“, sagt Prof. Dr.-Ing. Michael Schlüter vom Institut für Mehrphasenströmungen der TU Hamburg. „Nur wenn wir die realen Strömungsvorgänge präzise erfassen, können wir verlässliche Modelle entwickeln und neue Technologien gezielt verbessern.“

Wichtige Plattform für „SMART Reactors“ 

Auf besonders großes Interesse stieß die begleitende Industrieausstellung. Unternehmen präsentierten dort aktuelle Messsysteme und neueste Entwicklungen der Strömungsmesstechnik. Der direkte Austausch zwischen Herstellern, Forschenden und Anwendern sorgte für lebhafte Diskussionen und gab viele Impulse für zukünftige Anwendungen und Kooperationen.

Die Veranstaltung bot auch intensive Austauschmöglichkeiten für den Sonderforschungsbereich CRC 1615 „SMART Reactors“ an der TU Hamburg, in dem neuartige Reaktoren entwickelt werden, die lokale Prozessbedingungen erkennen und gezielt beeinflussen können. Experimentelle Methoden helfen dabei, Strömungen und Transportprozesse im Reaktor sichtbar zu machen und bilden eine wichtige Grundlage für deren gezielte Optimierung.

Neben Vorträgen, wissenschaftlichen Diskussionen und der Industrieausstellung stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Die Tagung bot insbesondere auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern die Gelegenheit, ihre Arbeiten vorzustellen, neue Kontakte zu knüpfen und mit erfahrenen Fachleuten aus Wissenschaft und Industrie ins Gespräch zu kommen.