29.10.2026

TU Hamburg begrüßt internationale Masterstudierende

Feierlicher Semesterauftakt im Audimax I mit Verleihung des DAAD-Preises
Foto: TUHH/Bittcher
Varun Arun vom AStA-Referat für Nachhaltigkeit, Prof. Kerstin Kuchta, Leiterin des Instituts für Circular Resource Engineering and Management, und TUHH-Vizepräsident für Lehre Prof. Thorsten Kern (rechts) gratulieren TUHH-Alumnus Nematullah Bayat zum Gewinn des DAAD-Preises 2026

Mit einer feierlichen Semestereröffnungsfeier im Audimax I hat die Technische Universität Hamburg (TUHH) ihre neuen internationalen Masterstudierenden willkommen geheißen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem der TUHH-Alumnus Nematullah Bayat mit dem diesjährigen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) geehrt.

Insgesamt haben sich dieses Semester rund 500 Studentinnen und Studenten für einen Master-Studiengang an der TU Hamburg entschieden. Ausgenommen sind Studierende, die bereits im Bachelor an der TUHH studiert haben. Die Universität verzeichnet dabei einen starken internationalen Zuspruch: Während rund 200 Studierende ein deutschsprachiges Masterstudium aufnehmen, starten über 300 in ein englischsprachiges oder internationales Programm. 

Durch die Veranstaltung führten Prof. Kerstin Kuchta, Leiterin des Instituts für Circular Resource Engineering and Management, und Varun Arun vom AStA-Referat für Nachhaltigkeit. Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag von der „Schlager-Ska“-Band Skampi, die unter anderem „99 Luftballons“ von Nena spielten. In seinem Grußwort betonte Prof. Thorsten Kern die starke internationale Ausrichtung der TUHH: „Sie haben viele gute Entscheidungen getroffen. Die erste ist, dass Sie sich für ein Ingenieurstudium entschieden haben. Die zweite ist, dass Sie nach Hamburg gekommen sind. Auf dem Campus sind 110 Nationen vertreten – nur um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln – und die internationale Vielfalt prägt diese Universität jeden Tag. Herzlich willkommen an der TUHH.“ 

Eine Bühne für herausragendes Engagement: Der DAAD-Preis 2026

Im Anschluss vergab Prof. Kuchta den diesjährigen DAAD-Preis an TUHH-Alumnus Nematullah Bayat. Der gebürtige Afghane ist Mitgründer und Projektleiter der gemeinnützigen Initiative „Path of Hope“. Die Organisation setzt sich für afghanische Jugendliche und insbesondere für Mädchen und Frauen ein, um ihnen einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. „Path of Hope hat bisher mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Das ist nicht allein mein Verdienst“, sagte Bayat. „Es ist das Verdienst all derer, die ihre Zeit geopfert, Fragen beantwortet und ihr Wissen weitergegeben haben. Deshalb nehme ich diesen Preis auch in ihrem Namen entgegen.“ Bayat bedankte sich auch beim International Office der TUHH für die langjährige Unterstützung und beim DAAD für die Auszeichnung. Ein besonderer Dank galt Dr. Joachim Behrendt vom Institute für Global Water Security der TUHH, der Bayat für die Ehrung nominiert hatte.

Brückenbauer auf dem Campus

Auch an der TU Hamburg ist Nematullah Bayat eine wichtige Stütze für die Gemeinschaft. Als Compass-Tutor begleitet er internationale Studierende bei ihren ersten Schritten in Hamburg und erleichtert ihnen die kulturelle sowie akademische Orientierung. Parallel zu seinem sozialen Einsatz überzeugt er durch seine akademische Laufbahn. An der TU Hamburg schloss Bayat kürzlich den Masterstudiengang Wasser- und Umweltingenieurwesen erfolgreich ab. In seiner Masterarbeit befasste er sich mit der Treibhausgasbilanzierung für ein Wasserwerk. Die Neuankömmlinge an der TUHH ermutigte Bayat dazu, später die Hilfe zu leisten, die sie selbst erfahren: „Irgendwann werdet ihr Hilfe brauchen. Bittet darum. Und wenn ihr euch erst einmal zurechtgefunden habt, schaut euch um. Es wird jemanden geben, der nach euch angekommen ist, und ein paar Minuten eurer Zeit können für diese Person einen großen Unterschied machen.“

Vernetzung im Foyer

Passend dazu, stellte die AStA-Vorsitzende Miroa Gerull das Integrationsprogramm welcome@tuhh vor. Das Programm bietet durch Tutorien und Events Unterstützung zu Studienbeginn und hilft bei der Integration ins Campusleben. Vor und nach der offiziellen Begrüßung konnten sich die Studierenden im Foyer über den Campus informieren. An zahlreichen Infoständen von Initiativen und Partnern wie dem WorkINGLab, dem Hochschulsport, dem Startup Port, dem AlumniVerein sowie der Techniker Krankenkasse bot sich außerdem die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre erste Kontakte zu knüpfen.