Mehr als 100 Forschende des Exzellenzclusters BlueMat – Water-Driven Materials aus der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und den beteiligten Partnerinstitutionen trafen sich vom 29. Juni bis 1. Juli 2026 zu ihrem ersten wissenschaftlichen Retreat in der Lüneburger Heide. Drei Tage lang nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Forschungsergebnisse auszutauschen, die Zusammenarbeit zu vertiefen und sich neu zu vernetzen.
Das Programm umfasste Vorträge zu den acht Forschungsbereichen und gab den Nachwuchswissenschaftler*innen des jeweiligen Bereichs die Gelegenheit, ihre Forschungsansätze in 90-sekündigen Kurzvorträgen zu präsentieren und in einer daran anschließenden einstündigen Posterausstellung in Kleingruppen zu diskutieren. Das Format erzeugte großes Interesse und leitete lebhafte Diskussionen an den Postern ein.
Interdisziplinäre Impulse und Teambuilding
Ein Höhepunkt des Retreats war der Vortrag der finnischen Künstlerin Jenna Sutela, die ihre Arbeit mit lebenden Skulpturen vorstellte. In der Vergangenheit hat Sutela bereits mit renommierten Forschungsinstitutionen wie dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) zusammengearbeitet und ihre Erkenntnisse künstlerisch verwertet. Ihre Arbeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst eröffnet neue Perspektiven für innovative Materialforschung und regte einen intensiven Austausch unter den Teilnehmenden über mögliche Kooperationen sowie die gegenseitige Inspiration von wissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Gestaltung an.
Im Rahmen des Retreats wurde auch das neue Programm der BlueMat Academy erstmals vorgestellt, das speziell auf Nachwuchswissenschaftler*innen zugeschnitten ist. In Zusammenarbeit mit der Graduate Academy der TUHH bietet die BlueMat Academy Workshops an, die wissenschaftliche Weiterbildung mit wichtigen überfachlichen Kompetenzen wie Karriereplanung, Kommunikation und Führung verbinden. Die verpflichtende und kontinuierliche Begleitung fördert das berufliche und persönliche Weiterkommen und unterstützt die aktive Entwicklung der Forschungsgemeinschaft im Cluster.
Neben intensiven wissenschaftlichen Diskussionen nahmen die Forschenden auch an Teambuilding-Aktivitäten wie Bogenschießen, Klettern oder Floßbau teil. Diese boten eine informelle Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und den Zusammenhalt über Fachgrenzen hinweg zu stärken. Das Retreat endete mit einer Preisverleihung zur Anerkennung herausragender Posterbeiträge. Eine Jury verlieh Preise für die drei besten Poster. Zudem stimmten alle Teilnehmer*innen für einen Publikumspreis. Lena Dyckhoff, Doktorandin in Materialwissenschaften am Helmholtz-Zentrum Hereon, gewann zwei Auszeichnungen. Vielfältige Gespräche, geteilte Erkenntnisse und neue Kooperationen während des dreitägigen Retreats stärkten die Basis für die künftige Forschung und Vernetzung im Exzellenzcluster.



