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02.07.2026

Der Regensimulator im Zukunftsgarten

TU Hamburg bringt Forschung zum Anfassen auf den Rathausmarkt
Foto: Ferdinand Stoll/ TU Hamburg
Wissenschaft unter freiem Himmel: Das Institut für Wasserbau der TU Hamburg präsentierte seinen Regensimulator im Zukunftsgarten auf dem Rathausmarkt.

Regen hat in Hamburg selten einen positiven Nachrichtenwert. Im Zukunftsgarten der Hamburg Sustainability Week war das diesmal ganz anders: Mit ihrem Regensimulator machte die TU Hamburg erlebbar, wie Niederschlag auf urbane Räume wirkt – und warum der Umgang mit Starkregen für klimaangepasste Städte entscheidend ist. Während im Hamburger Rathaus internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über nachhaltige Entwicklung diskutierten, zeigte das Institut für Wasserbau auf dem Rathausmarkt, wie Forschung zu diesem Thema konkret aussieht.

Doch wie fühlt sich Starkregen eigentlich an? Wer in die Gummistiefel schlüpfte, musste darauf keine theoretische Antwort suchen. Betreut von Dr.-Ing. Justus Patzke, dem technischen Mitarbeiter Sascha Kleiner und der studentischen Hilfskraft Thomas Frieling lud die Installation dazu ein, den künstlichen Regen aus nächster Nähe zu erleben. Dabei wurde sichtbar, was im Alltag oft verborgen bleibt: wie Wasser über versiegelte Flächen abfließt, wo es sich sammelt und welche Möglichkeiten es gibt, Regenwasser gezielt zurückzuhalten und zu nutzen.

Das von Prof. Peter Fröhle geleitete Institut für Wasserbau erforscht wasserbauliche Fragestellungen in Küsten- und Flussräumen sowie Ansätze für eine klimaangepasste Stadtentwicklung. Ein Schwerpunkt liegt auf nachhaltigem Regenwassermanagement und der Entwicklung wassersensibler Infrastruktur. Die Arbeiten knüpfen an die Hamburger RegenInfraStrukturAnpassung (RISA) an, mit der die Freie und Hansestadt Hamburg den Weg zur „Schwammstadt“ verfolgt. Ziel ist es, Regenwasser stärker in den natürlichen Wasserkreislauf einzubinden und Städte widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Der Regensimulator war Teil des Programms „Hamburg als klimafitte und gesunde Stadt“, das die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) gemeinsam mit HAMBURG WASSER und der Initiative „Abpflastern“ gestaltete. Zwischen Mitmachangeboten und Gesprächen über Entsiegelung wurde der Zukunftsgarten für einige Tage zu einem Ort, an dem Wissenschaft nicht nur erklärt, sondern erlebt werden konnte.