Wie sieht Hamburgs Mobilität in Zukunft aus und welche Herausforderungen ergeben sich daraus? Diesen Fragen widmete sich der Hamburger Bautag 2026. Unter dem Motto „Zukunftsperspektive Verkehrsinfrastruktur“ kamen zahlreiche hochrangige Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Forschung an der TU Hamburg zusammen.
Moderiert wurde der 22. Bautag von Prof. Carsten Gertz, Leiter des Instituts für Verkehrsplanung und Logistik an der TU Hamburg. Er konnte auf dem Podium einige namhafte Gäste als Redner begrüßen – darunter Dr. Anjes Tjarks. Der Hamburger Senator für Verkehr und Mobilitätswende betonte die Bedeutung der Veranstaltung: „Der 22. Bautag an der TU Hamburg ist ein hervorragendes Beispiel für den engagierten Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Verwaltung – und zeigt, wie wichtig der gemeinsame Dialog für die Zukunft unserer Stadt ist. So sorgen wir dafür, dass Hamburg auch in Zukunft eine lebenswerte und moderne Stadt bleibt.“
Mehr Bauvolumen, weniger Beeinträchtigungen
In seinem Vortrag gab Dr. Anjes Tjarks Einblicke in die Senatsstrategie Tiefbau: „Wir setzen in Hamburg mit der Reform des Tiefbaus auf mehr Bauvolumen bei weniger Beeinträchtigungen für die Menschen in unserer Stadt. Durch Bürokratieabbau, beschleunigte Verfahren und konsequente Digitalisierung schaffen wir es, schneller, effizienter und kooperativer zu bauen. Wir wollen Hamburgs Infrastruktur zukunftsfähig gestalten – gemeinsam, termintreu und mit möglichst geringen Auswirkungen auf alle Verkehrsteilnehmenden. Die Reform ist kein Sprint, sondern ein Marathon, den wir entschlossen und partnerschaftlich angehen. Dabei stellen wir die Zusammenarbeit mit Kammern, Verbänden und Unternehmen auf eine neue Basis, setzen auf transparente Prozesse und eine konsequente Qualitätssteigerung.“
In weiteren Vorträgen sprachen Dr. Imke Steinmeyer (Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer LSBG) über die zukunftsfähige Gestaltung von Stadtstraßen und Ronald Ernst (DB InfraGO AG) über die Erneuerung der Bahnbrücken über Norder- und Süderelbe.
Kooperationspartner des Bautages 2026 war wieder der Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Hostein. Hauptgeschäftsführerin Manja Biel: „Als Bauindustrie sind wir sehr gerne schon viele Jahre Kooperationspartner des Hamburger Bautags, denn die TU Hamburg sorgt in allen Disziplinen des Bauens auf exzellente Weise für die Ausbildung des künftigen Nachwuchses unserer Branche. Die Bachelor- und Masterpreise unserer Stiftung sind unsere Anerkennung für die hervorragenden Leistungen von Studierenden im Laufe ihrer akademischen Ausbildung an der TU. Die Teilnahme von vielen unserer Mitgliedsunternehmen an der Firmenkontaktmesse zeigt das große Interesse, mit Studierenden der TU Hamburg frühzeitig in Kontakt zu treten – was eine Win-win-Situation für beide Seiten schafft.“
Preise für die besten Absolvent*innen
Die hohe Qualität des Nachwuchses zeigte die Preisverleihung im Rahmen des Hamburger Bautages. Prämiert wurden die besten Bachelor- und Masterabsolventinnen und -Absolventen durch Christian Weber, Vorstandsmitglied der Stiftung der Hamburger Bauindustrie und Geschäftsführer des Harburger Bauunternehmens HC Hagemann GmbH & Co. KG. Den Bachelor-Preis für die besten Abschlüsse im Studiengang Bauingenieurwesen erhielten Lina Sophie Jakubczik und Florian Weiß.
Zudem wurde Lena Schultheiß im Studiengang Wasser- und Umweltingenieurwesen mit dem Masterpreis für ihre Abschlussarbeit „Brennstoffadditivierung in einem Biomasseheizkraftwerk – Einfluss auf Staub- und CO-Emissionen“ geehrt. Prämiert wurde außerdem Simon Seger im Studiengang Bauingenieurwesen für seine ebenfalls hervorragende Masterarbeit „Untersuchung von Fahrbahnblechen in historischen, stählernen Eisenbahnbrücken hinsichtlich der mittragenden Breiten und des Ermüdungsverhaltens“.
Den Abschluss des diesjährigen Bautages bildete die große Firmenkontaktmesse mit über 35 Unternehmen. Hier nutzen die Studierenden die zahlreichen Gelegenheiten, wichtige Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig konnten die Unternehmen frühzeitig die Fachkräfte von morgen kennenlernen.
Der Hamburger Bautag wird jedes Jahr einer Fachschaft und einem Institut der TUHH organisiert. Dieses Jahr stand zum ersten Mal das Thema Mobilität auf der Agenda. Organisatoren waren das Institut für Verkehrsplanung und Logistik sowie der Fachschaftsrat Bau- und Umweltingenieurwesen der TUHH.



