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WG 3: KI für die Verwaltung von Studium und Lehre

Worum geht es?

Die digitale Transformation von Studium und Lehre umfasst nicht nur didaktische Fragen, sondern auch die administrativen Prozesse, die den Studien- und Lehrbetrieb organisatorisch, rechtlich und operativ tragen. Die WG 3 untersucht, wie KI-basierte Assistenzsysteme die Hochschulverwaltung gezielt unterstützen können – verantwortungsvoll, fachlich fundiert und in enger Abstimmung mit den beteiligten Expertinnen und Experten.

KI-Agenten können komplexe Informationen besser zugänglich machen, wiederkehrende Aufgaben effizienter gestalten und fachlich anspruchsvolle Prozesse gezielt unterstützen. Ziel ist es, Potenziale für Entlastung, Qualitätssicherung und Verfahrenssicherheit zu identifizieren und in praxistaugliche Lösungen zu überführen – mit besonderem Augenmerk auf Datenschutz und hohe Nutzerfreundlichkeit. Verwaltung wird dabei nicht als nachgelagerte Unterstützungsstruktur verstanden, sondern als aktiver Teil eines zukunftsfähigen Lehr- und Studienbetriebs.

Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich gerne bei Dr. Henning Haschke, Abteilung 3 – Studium und Lehre, unter: henning.haschke(at)tuhh(dot)de

Ziele & Vorgehen

Im Zentrum der WG 3 steht derzeit das Pilotprojekt „Ordnungsassistent für Studium und Lehre“: ein KI-gestütztes Assistenzsystem, das die Erstellung neuer sowie die Überarbeitung bestehender Studien- und Prüfungsordnungen unterstützt – etwa durch strukturierte Entwurfsvorbereitung, Prüfung auf Konsistenz und Regelungslücken, Hinweise auf Wechselwirkungen mit anderen Ordnungen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie effizientere Abstimmungsprozesse.

Der Assistent ersetzt keine fachliche oder rechtliche Entscheidung, sondern unterstützt die beteiligten Expertinnen und Experten in einem komplexen Arbeitsfeld: KI als Assistenz, nicht als Ersatz professioneller Prüfung. Das Vorhaben gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Phasen:

Phase 1: Initialisierung und Anforderungen
  • Anwendungsfeld abgrenzen und Pilotprojekt „Ordnungsassistent“ priorisieren

  • fachliche, technische und organisatorische Anforderungen erheben und strukturieren

  • Abstimmung mit den beteiligten Fachexpertinnen und Fachexperten

Phase 2: Analyse und Konzeption
  • relevante Ordnungen, rechtliche Referenzen und Dokumentformate identifizieren

  • Schnittstellen und mögliche Systemanbindungen prüfen

  • Architektur- und Umsetzungskonzept erarbeiten (Komponenten, Datenflüsse, Input- und Outputlogik)

Phase 3: Prototyp und Validierung
  • Funktionsprototyp für definierte Anwendungsfälle entwickeln

  • Erprobung mit Fachexpertinnen und Fachexperten und Bewertung der Ergebnisqualität

  • Optimierungsbedarfe ableiten und einarbeiten

Phase 4: Verstetigung und Ausbau
  • Bewertung von Nutzen, Skalierbarkeit und Übertragbarkeit auf weitere Verwaltungsprozesse

  • Entscheidung über Verstetigung und Ausbau

Aktuell: Pilotprojekt Ordnungsassistent

Das Pilotprojekt befindet sich in der konzeptionellen und fachlichen Vorbereitungsphase. Im Fokus stehen die Definition fachlicher und funktionaler Anforderungen, die Prüfung geeigneter Schnittstellen, die Ermittlung von Hard- und Softwarebedarfen sowie die Abstimmung mit Fachexpertinnen und Fachexperten zu Anforderungen an Input, Verarbeitung und Output des Systems.

Ziel dieser Phase ist ein belastbares Zielbild, das den fachlichen Bedarfen ebenso entspricht wie den technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen der TU Hamburg – integrierbar in bestehende Prozesse, nachvollziehbar nutzbar und langfristig weiterentwickelbar.

Stand: Juli 2026

Leitung

Dr. Henning Haschke

Ziel

KI-basierte Assistenzsysteme für die Hochschulverwaltung – Entlastung, Qualitätssicherung, Verfahrenssicherheit

Pilotprojekt

Ordnungsassistent für Studium und Lehre

Timeline

Juni – Dezember 2026