Auf der vorletzten Meile werden Pakete mithilfe einer Barkasse aus Billbrook über das Fleet- und Kanalnetz in die Innenstadt transportiert. Die letzte Meile erfolgt anschließend emissionsfrei per Elektrolastenrad. Während der Vorbereitung wurden wichtige Erkenntnisse zur urbanen Logistik und zur Nutzung der Hamburger Wasserstraßen gewonnen. Sie fließen in die aktuelle Erprobung und in zukünftige Projekte zu emissionsfreien Transportketten ein. Prof. Dr.-Ing. Heike Flämig erklärt: „Durch das Living Lab können wir zeigen, dass Transporte für die (vor-)letzte Meile über das Wasser auch in Hamburg möglich sind. Die vielen gewonnenen Erkenntnisse werden wir für zukünftige Projekte aufbereiten, um einen maximalen Nutzen für die Stadt, die Gesellschaft, die Umwelt und die Wirtschaft realisieren zu können.“
Für die Deutsche Post ist emissionsfreie und -arme Zustellung ein wichtiges Thema. Katharina Putz, Deutsche Post DHL Niederlassungsleiterin Hamburg sagt: „Wir stellen bereits heute unsere Sendungen im gesamten Hamburger Stadtgebiet zu mehr als 80 Prozent emissionsfrei zu. Dennoch haben wir uns gerne an dem Projekt beteiligt, um gemeinsam mit der Stadt eine mögliche Nutzung der Hamburger Wasserwege zu testen.“
In Hamburg arbeiten TU Hamburg, Logistik-Initiative Hamburg, Bezirk Hamburg-Mitte, Senatskanzlei, die Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, Deutsche Post DHL und NMS New Mobility Solutions zusammen. Das Projekt baut auf Erkenntnissen der Machbarkeitsstudie „Water Cargo Barge“ und des EU-Projekts „AVATAR“ auf. Neben Hamburg testen auch Logroño (Spanien), Nantes (Frankreich) und Istanbul (Türkei) bimodale Zustelllösungen. DECARBOMILE ist Teil des EU-Forschungsprogramms Horizont Europa und trägt dazu bei, Wasserwege als nachhaltige Verkehrsachsen der Zukunft weiterzuentwickeln.
Mehr Informationen: DECARBOMILE in Hamburg: Was passiert? - hamburg.de