Forschungsschwerpunkte im Forschungsbereich "Entwicklung modularer Produktfamilien"

Produktindividualisierung und Nutzerzentrierung

Eine erfolgreiche Produktentwicklung zeichnet sich nicht zuletzt durch die effiziente Erfüllung der Kundenbedürfnisse aus.

In diesem Forschungsbereich werden Methoden erarbeitet, die eine modulare Produktentwicklung mit der Betrachtung der individuellen Nutzer und ihrer Anforderungen verknüpft. Dabei werden sowohl die Erfassung und Einbettung der spezifischen und individuellen Wünsche in den Entwicklungsprozess als auch deren Umsetzung berücksichtigt. Mit einem auf die Situation und seine Zielsetzung zugeschnittenen methodischen Vorgehen können das Unternehmen im Wettbewerb und dessen Produkte am Markt gestärkt werden, während gleichzeitig Entwicklungsaufwand und Komplexität im Unternehmen gering gehalten werden.

Nutzerzentrierung

Im Forschungsbereich der Nutzerzentrierung steht der Nutzer selbst, seine Anforderungen und Wünsche sowie die Randbedingungen der Nutzung im Fokus der Produktentwicklung. Hierfür existiert eine Vielzahl von Methoden, Ansätzen und Werkzeugen, die eine effektive Aufnahme und Analyse von Nutzeranforderungen ermöglichen. Ihre Einsatzmöglichkeiten, benötigte Ressourcen, Ergebnisse sowie Vor- und Nachteile zueinander unterscheiden sich jedoch stark und sind dem potentiellen Methodenanwender weitesgehend unbekannt. Ziel dieses Forschungsfeldes ist es daher, die situations- und aufgabenabhängige Auswahl von Methoden zu ermöglichen und dadurch eine angepasste und effiziente Nutzerzentrierung zu erreichen.

Produktindividualisierung in der Medizintechnik

Der Forschungsbereich der Produktindividualisierung beschäftigt sich mit dem Variantenmanagement und der Individualisierung in der Medizintechnik. Dabei werden am PKT patientenspezifische Gefäßmodelle entwickelt, die nach medizinischen Patientendaten gefertigt werden. Um der wachsenden Komplexität von patientenspezifischen Modellen entgegenzuwirken, wird an einem standardisierten Individualisierungsprozess geforscht. Dieser dient dem Komplexitätsmanagement von individualisierten Medizinprodukten und unterstützt die Kontrolle der internen Vielfalt. Auf den patientenindividuellen Gefäßmodellen aufbauend wird ein neurointerventionelles Trainingsmodell entwickelt, an dem Mediziner die minimalinvasive, katheterbasierte Behandlungen von Gefäßerkrankungen trainieren können. Mit geeigneten Methoden sollen neben der Entwicklung von patientenspezifischen Gefäßmodellen und der Erweiterung des Trainingsmodells für patientenspezifische Behandlungssimulationen zukünftig auch die Integration von Individualisierungsaspekten in Unternehmen für Medizinprodukte unterstützt werden. 

Laufende Projekte

BELUCCI - Individualisierte Flow Diversion Behandlung: Methodische Unterstützung zur individualisierungsgerechten Produktentwicklung und Weiterentwicklung eines In-Vitro Gefäßmodells zur Validierung

ELBE-NTM - Development and Evaluation of a Patient-Based Neurointerventional Training Model: Entwicklung eines neurointerventionellen Trainingsmodells (NTM) zum Training katheterbasierter Operationen zur Behandlung von Hirngefäßaneurysmen

Abgeschlossene Projekte

ALSTER - Aneurysm Like Synthetic bodies for Testing Endovasular devices in Reality: Entwicklung originalgetreuer, dreidimensionaler Modelle von intrakraniellen Arterien und Aneurysmen mittels additiver Fertigung