Ausgangssituation
Mittelständische Aufzugshersteller, wie das Unternehmen Lutz Aufzüge, können sich erfolgreich am Markt behaupten, indem sie kundenindividuelle, maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Die hohe Kundenindividualität führt jedoch dazu, dass viele Aufzüge als Unikate entwickelt und individuell hergestellt werden müssen. Ohne entsprechende Maßnahmen führt dies zwangsläufig zu einer höheren Komplexität im Unternehmen und schließlich zu höheren Kosten.

Zielsetzung des Projektes
Vorgehensweise
In einer initialen Analyse der internen und externen Varianz wurde das Produktprogramm neu strukturiert und der Leistungsumfang des neuen Modulbaukastens gemeinsam durch die Geschäftsführung, dem Vertrieb und der Konstruktion erarbeitet. Die Festlegung der neuen Modulgrenzen wurde im Projekt mithilfe der Methodenbausteine der "Variantengerechten Produktgestaltung" und der "Lebensphasenmodularisierung" durchgeführt. Die Modulstruktur des neuen Baukastens wurde an die Anforderungen aller Lebensphasen des Unternehmens angepasst.

Die Umstellung von einer Engineer-to-Order (EtO) Strategie hin zu einem Configure-to-Order (CtO) benötigte wesentliche Prozessneuerungen, die neben dem neuen Modulbaukasten als technisches Ergebnis im Projekt erarbeitet und implementiert wurden. Ergebnis ist eine neue Prozesslandschaft für Auftragsbearbeitung, Fehlermeldung und -behebung sowie Entwicklung und Pflege des Modulbaukastens inklusive der wesentlichen Methoden und Werkzeuge.
Ergebnis
Die Module umfassten zu Projektende bereits ca. 60% aller ausgelieferten Baugruppen und können mit einem Bruchteil der bisherigen Durchlaufzeit ausgeliefert werden. Auch die Fehlerraten sind durch die neuen Modulstandards stark gesunken. Die Aufwände zur Entwicklung, Dokumentation und Implementierung des neuen Modulbaukastens sind damit bereits kurz nach Projektende amortisiert.


Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. D. Krause
Projektbearbeitung: Dipl.-Ing. Nicolas Gebhardt, Dipl.-Ing. Gregor Beckmann
Das Projekt ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms KMU-innovativ, Projektträger Karlsruhe - PTKA - am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).