Studium und Lehre ... Studien- und Abschlussarbeiten

Stand: 15.02.2024 (Stanford)

  • Hinweise zur Themenfindung
  • Hinweise zur Abwicklung von Bachelorarbeiten
  • Hinweise zur Abwicklung von Studienarbeitarbeiten
  • Hinweise zur Abwicklung von Masterarbeiten
  • Hinweise zur guten wissenschaftlichen Praxis bei Studien- und Abschlussarbeiten
  • Hinweise zur schriftlichen Ausarbeitung von Studien- und Abschlussarbeiten
  • Hinweise zu Präsentation der Ergebnisse von Studien- und Abschlussarbeiten

Hinweise zur Themenfindung

Eine Liste der verfügbaren Themen für Bachelor-, Studien- und Masterarbeiten ist unter dem Link zu finden. Falls Sie ein Thema aus dieser Liste interessiert, wenden Sie sich an Herrn Prof. Grabe oder an die entsprechenden wissenschaftlichen Mitarbeiter. Falls Sie ein Thema unabhängig von der Liste bearbeiten möchten, wenden Sie sich an Herrn Prof. Grabe.

Hinweise zur Abwicklung von Bachelorarbeiten

Studierende des Bachelorstudiengangs Bau- und Umweltingenieurwesen müssen als Abschluss eine Bachelorarbeit anfertigen. Diese wird mit 12 Kreditpunkten gewichtet, was bei ganztägiger Bearbeitung einem Umfang von neun Wochen entspricht. Themenstellung und Betreuung werden daraufhin abgestimmt. Bei parallelem Besuch von Lehrveranstaltungen wird der Bearbeitungszeitraum vom Betreuer bzw. von der Betreuerin mit Anmeldung der Arbeit festgelegt. Hierbei dürfen sechs Monate nicht überschritten werden. Studierende, die ihre Bachelorarbeit im Fach Geotechnik anfertigen möchten, melden sich bitte bei Prof. Grabe oder den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts. Hinweise zur schriftlichen Ausarbeitung finden sich am Schluss dieser Seite. Genaueres zu der Bachelorarbeit ist in der jeweiligen Prüfungsordnung geregelt (externer Link).

Ablauf:

  • StudentIn druckt den weißen Zettel aus dem SOS, füllt den ersten Abschnitt aus und bringt den Zettel zum Prüfungsamt (PA). Das Prüfungsamt füllt den zweiten Abschnitt aus und der Student bringt den Zettel zum Institut.
  • Das Institut trägt Thema, Betreuer und Termin in das Formular ein, legt eine Kopie an und sendet das Original an das Prüfungsamt.
  • StudentIn bearbeitet die Aufgabenstellung.
  • Die Bachelorarbeit ist fristgerecht beim PA in zweifacher Ausfertigung abzugeben.
  • PA prüft die Einhaltung von Abgabetermin plus Erklärung zur selbstständigen Bearbeitung.
  • Bachelorarbeit und weißer Zettel gehen an das Institut.
  • Durchsicht und Bewertung duch den Betreuer/Prüfer.
  • Weißer Zettel mit Note ans PA.
  • Bachelorarbeit wird einfach in die Blibliothek aufgenommen und einfach archiviert.

Hinweise zur Abwicklung von Studienarbeiten

Studierende des Master-Studiengangs Bauingenieurwesen müssen eine Studienarbeit anfertigen. Die Projektarbeit wird mit 6 Kreditpunkten gewichtet; dies entspricht einem Arbeitsumfang von 180 Stunden. Die Arbeit wird in der Regel semesterbegleitend erarbeitet und beinhaltet regelmäßigen Kontakt zwischen den Studierenden und der Betreuerin bzw. dem Betreuer. Die schriftliche Ausarbeitung soll spätestens 4 Wochen nach dem Ende der Vorlesungszeit abgegeben werden. Die Studienarbeit kann auch als Gruppenarbeit mit Einzelbewertung und entsprechend größerem Arbeitsumfang durchgeführt werden. Ausnahmsweise und mit Begründung kann die Studienarbeit auch in ganztägiger Tätigkeit bearbeitet werden. In diesem Fall soll sie in der Regel 5 Wochen, spätestens aber 7 Wochen nach Ausgabe abgegeben werden. Studierende, die im Fach Geotechnik eine Studienarbeit anfertigen möchten, melden sich bitte bei Prof. Grabe oder den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts. Genaueres zur Studienarbeit ist in der jeweiligen Prüfungsordnung geregelt (externer Link).

Hinweise zur Abwicklung von Masterarbeiten

Studierende des Master-Studiengangs Bauingenieurwesen müssen eine Masterarbeit anfertigen. Genaueres zu der Masterarbeit ist in der jeweiligen Prüfungsordnung geregelt (externer Link). Studierende, die im Fach Geotechnik eine Masterarbeit anfertigen möchten, melden sich bitte bei Prof. Grabe oder den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts.

Hinweise zur guten wissenschaftlichen Praxis

"Wissenschaftliche Integrität bildet die Grundlage einer vertrauenswürdigen Wissen­schaft. Sie ist eine Ausprägung wissenschaftlicher Selbstverpflichtung, die den respektvollen Umgang miteinander, mit Menschen Tieren, Kulturgütern und der Umwelt umfasst und das unerlässliche Vertrauen der Gesellschaft in die Wissenschaft stärkt und fördert. Mit der verfassungsrechtlich garantierten Freiheit der Wissenschaft ist untrennbar eine entsprechende Verantwortung verbunden. Dieser Verantwortung umfassend Rechnung zu tragen und sie als Richtschnur des eigenen Handelns zu verankern, ist zuvorderst Aufgabe jeder Wissenschaftlerin und jedes Wissenschaftlers sowie derjenigen Einrichtungen, in denen Wissenschaft verfasst ist. Die Wissenschaft selbst gewährleistet durch redliches Denken und Handeln, nicht zuletzt auch durch organisations- und verfahrens­rechtliche Regelungen, gute wissenschaftliche Praxis." (Quelle: Gute wissenschaftliche Praxis @ TUHH)

Dies gilt auch für Studien- und Abschlussarbeiten, also Bachelor- und Masterarbeiten.

  • Video zur guten wissenschaftlichen Praxis (GWP) bei der Anfertigung von Studien- und Abschlussarbeiten für Studierende
  • Gute wissenschaftliche Praxis @ TUHH
  • Leitlinien zur Sicherung guter wissenschjaftlicher Praxis - Kodex der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Hinweise zur schriftlichen Ausarbeitung

Wir empfehlen wissenschaftliche Arbeiten mit dem Textsatzsystem TeX bzw. LaTeX zu erstellen. Herr Dr.-Ing. Hans Stanford bietet zweimal järhlich eine zweitägigen LaTeX-Kurs für Anfänger an. Melden Sie sich bei Bedarf rechtzeitig per E-Mail bei ihm.

Allgemeine Hinweise

Die hier angegebenen Hinweise sind Hilfestellungen, keine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Im Einzelfall muss die Arbeit in ihrer Form immer zum Inhalt passen. Die Betreuer sind gerne bereit, genaue Hinweise für die konkrete Aufgabenstellung zu geben. Studentische Abschlussarbeiten sind grundsätzlich Ausarbeitungen mit einem wissenschaftlichen Anspruch. Das sollte sich auch in der sprachlichen Ausdrucksweise widerspiegeln: Umgangssprache sollte vermieden werden. Es sollten die Fachbegriffe verwendet werden. Diese sollten unbedingt richtig eingesetzt werden. Bei der Verwendung von speziellen Fachbegriffen ist darauf zu achten, dass diese beim ersten Erscheinen in der Arbeit erläutert werden. Gleiches gilt für Formelzeichen. Wichtige Aussagen sollten mit einer entsprechenden Quelle belegt werden. Wörtliche Zitate sollten nur dann verwendet werden, wenn es um die exakte Formulierung geht. Da es in der Geotechnik eher um inhaltliche/technische Aspekte geht als um Rhetorik geht, ist die indirekte Wiedergabe i. d. R. besser geeignet. Häufig kann eine Skizze oder ein Schema auf einen Blick verdeutlichen, was sonst auf einer halben Seite beschrieben werden müsste. Dieses Instrument sollte gezielt eingesetzt werden. Insbesondere bei Computersimulationen sollten nicht ausschließlich Grafiken aus der Software verwendet werden. Eine schematische Skizze macht das System auf einen Blick klar. Alternativ kann eine Nachbearbeitung der Software-Bilder (z. B. Einfügen von Bemaßungen) einen Informationsgewinn bringen. Eine detailierte Anleitung gibt zum Beispiel der Leitfaden zur Erstellung von Studien- und Diplomarbeiten in naturwissenschaftlichen Studiengängen von Sven Storbeck.

Gliederung

Die Gliederung richtet sich nach der Art der Aufgabenstellung. Eine Arbeit mit dem Schwerpunkt Laborversuche (oder eine andere Auswertung von Versuchsergebnissen) braucht beispielsweise eine andere Gliederung als eine Arbeit, in der Computersimulationen durchgeführt werden. Für drei verschiedene, in unserem Institut häufig vorkommende Typen sind hier beispielhafte Gliederungen angegeben:

  • Laborversuche: Inhaltsverzeichnis, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis, Original Aufgabenstellung, Einführung, Literaturrecherche, Versuchsbeschreibung, Versuchsergebnisse, Bewertung der Versuchsergebnisse, Theorien, Zusammenfassung, Ausblick, Literaturhinweise, Nomenklatur (evtl.), Anlagen inklusive aller Versuchsprotokolle.
  • Computersimulation: Inhaltsverzeichnis, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis, Original Aufgabenstellung, Einführung, Literaturrecherche, Randwertproblem(e), Modellbildung, Ergebnisse der Simulationen, ggfs. Vergleich mit anderen Rechenverfahren, Zusammenfassung, Ausblick, Literaturhinweise, Nomenklatur (evtl.), Anlagen inklusive detaillierte Ergebnisse Computersimulation, Eingabedateien für Simulationsprogramme.
  • Entwurf einer geotechnischen Konstruktion: Inhaltsverzeichnis, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis, Original Aufgabenstellung, Einführung mit Beschreibung des Bauvorhabens, Vorentwurf (mindestens zwei Entwurfsvarianten, Vordimensionierung der jeweiligen Haupttragelemente, zeichnerische Darstellung der Entwürfe, Bewertung von Ausführungsrisiken, ökologische Bewertung, überschlägige Kalkulation der Herstellungskosten, Vergleich der Entwurfsvarianten nach technischen, ökologischen und ökonomischen Aspekten, Wahl der Ausführungsvariante), Entwurf für die Ausführungsvariante (Bemessung für maßgebliche Schnitte, Erbringung aller erforderlichen erdstatischen Nachweise, ggfs. Nachweis der Gebrauchstauglichkeit auf der Basis der FEM, zeichnerische Darstellung der Konstruktion für maßgebliche Schnitte, Beschreibung des Bauablaufs für alle Bauphasen), Zusammenfassung, Literaturverzeichnis, Anlagen (Zeichnungen, erdstatische Berechnungen evtl. handschriftlich).
  • Jeder einzelne Gliederungspunkt kann hierbei in unterschiedlicher Tiefe bearbeitet werden. Wie detailliert ein Punkt beschrieben wird, hängt im Einzelfall von seiner Bedeutung für die Arbeit ab und kann mit dem Betreuer abgestimmt werden. Beispiele:
    • Die Einleitung sollte eine Motivation enthalten. Diese besteht üblicherweise aus einer Beschreibung des Status Quo und den dort bestehenden Problemen und leitet daraus eine Aufgabenstellung / Zielsetzung ab. Die Einleitung sollte in groben Zügen beschreiben, mit welchen Methoden das Ziel erreicht werden soll. Sie sollte aber keine Ergebnisse vorweg nehmen.
    • Wie ausführlich eine Versuchsbeschreibung sein muss, hängt stark davon ab, wie speziell der Versuch ist und ob es bereits Vorarbeiten mit einer ausführlichen Beschreibung gibt, auf die man direkt verweisen kann.
    • Bei der Darstellung von Versuchsergebnissen ist es wichtig, nicht nur die Kurvenverläufe in den Abbildungen zu zeigen, sondern auch im Text zu beschreiben. Auftretende Besonderheiten sollten benannt werden. Die Interpretation und Bewertung der Ergebnisse sollte möglichst in einem separaten Abschnitt erfolgen, damit es eine deutliche Trennung zwischen der Beschreibung und der Bewertung der Ergebnisse gibt.
    • Die Zusammenfassung soll keine Arbeitsbeschreibung sein, sondern wichtige Erkenntnisse der Arbeit zusammenfassen. Wurden die Ziele der Aufgabenstellung / Motivation erreicht? Der Ausblick sollte Vorschläge unterbreiten, welche Untersuchungen weiterhin nötig sind oder welche Probleme aufgetreten sind. Wenn es in diesem Punkte nicht viel zu sagen gibt, kann man den Ausblick auch weglassen.

Layout

  • Die Arbeiten dürfen mit Ausnahme der Original-Aufgabenstellung weder das Logo der TUHH noch des Instituts beinhalten.
  • Abbildungen sollten gut lesbar sein. Dazu gehört auch, dass sie groß genug sind und die Schriftgrößen und Linienstärken entsprechend gewählt sind. Die Bildunterschrift sollte eindeutig und ausführlich sein. Bild und Bildunterschrift sollen weitestgehend selbsterklärend sein. Trotzdem sollte der Text eine Beschreibung des Bildes beinhalten. Bei Graphen ist auf eine korrekte Beschriftung der Achsen und der Datenreihen zu achten. Die Aussagekraft eines Graphen erhöht sich deutlich, wenn Auffälligkeiten (Minima, Maxima, Sprünge, verschiedene Phasen eines Versuchs) direkt in der Abbildung markiert werden und der beschreibende Text Bezug darauf nimmt. Jede Abbildung sollte einen bestimmten Zweck erfüllen. Dies lässt sich am besten dadurch überprüfen, ob jedes Bild im Text referenziert wird. Wird es nicht referenziert, ist es ggf. unnötig.
  • Eine eigene Gliederungsebene sollte nur dann genutzt werden, wenn sie mindestens zwei Einträge enthält. Beispiel: Wenn Abschnitt 2.5 nur einen Unterpunkt besitzt, sollte dieser nicht mit 2.5.1 bezeichnet werden.
  • In Kopf- oder Fußzeile sollte die Seitenzahl stehen. Die Angabe der Kapitelnummer oder Abschnittsnummer kann bei langen Abschnitten nützlich sein. Die Angabe des Titels, des Namens oder der Matrikelnummer auf jeder einzelnen Seite bringt für den Leser keinen Gewinn.

Umfang und Abgabe

  • Alle Arbeiten sind in zweifacher Ausfertigung abzugeben. Abschlussarbeiten müssen fest gebunden sein (z. B. mit einer Leim- oder Klebebindung). Lose Bindungen (z. B. Ringbuchbindungen) werden nicht anerkannt.
  • Dateien sind der Arbeit auf einer CD- oder DVD-ROM beizufügen. Dazu gehört die schriftliche Ausarbeitung als PDF sowie alle verwendeten Programme, Dateien und ggf. Abbildungen und Quellen.
  • Da es sich um eine Prüfungsleistung handelt, muss eine unterschriebene Erklärung beigefügt werden, dass die vorliegende Arbeit eigenständig angefertigt wurde und alle Quellen benannt wurden. Die Arbeit darf in gleicher oder ähnlicher Form noch keinem anderen Prüfungsamt vorgelegen haben.

Hinweise zur Präsentation der Ergebnisse von Studien- und Abschlussarbeiten

Wie die schriftliche Ausarbeitung der Aschlussarbeit darf die Präsentation keine Logo's der TUHH oder des Instituts enthalten. Bedenken Sie bei der Ausarbeitung der Präsentation folgende Regeln:

  • Gliedern Sie die Präsentation (Titel, Gliederung, ..., Zusammenfassung)
  • Kennzeichnen Sie auf jeder Folie, wo Sie sich im Rahmen der Gliederung befinden
  • Überfrachten Sie die Folien nicht mit Information
  • Planen Sie etwa 1 Minute pro Folie Redezeit ein
  • Beschriften Sie Diagramme so, dass sie unabhängig vom Text interpretiert werden können
  • Bereiten Sie ggfs. Extra-Folien vor, auf die sie in der Diskussion zurückgreifen können
  • Prüfen Sie am Beamer ihr Layout (Vordergrundfarbe für Schrift, Hintergrundfarbe)
  • Prüfen Sie am verwendeten Rechner, ob alle eingebundenen Videos richtig starten