Forschungsprojekt:"AutoInspect"


Forschungsbereich:Automatisierung, Robotik und Non-Destructive-Testing
Gefördert durch:Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
In Zusammenarbeit mit:Lufthansa Technik,Vision Machine Technic Bildverarbeitungssysteme GmbH
Beginn des Projekts:April 2011
Ende des Projekts:Dezember 2015


Beschreibung:

Inhalt des Forschungsvorhabens "AutoInspect" ist die Automatisierung der Inspektion von Triebwerksbauteilen auf Risse mittels des Verfahrens der Weißlichtinterferometrie. Risse entstehen nach Werkstoffermüdung im aktiven Flugbetrieb aufgrund von hohen thermischen Belastungen bei der Verbrennung. Derzeitig werden diese Risse in Triebwerksbauteilen manuell mit Hilfe des "Farbeindringverfahren" detektiert. Dieser Prozess ist lang etabliert in der Luftfahrt, hat jedoch Schwächen im Bereich des Informationsgehaltes der Schadensdaten und der Reproduzierbarkeit des Inspektionsresultates.  Ein automatischer Inspektionsprozess mit dem optischen Verfahren der Weißlichtinterferometrie hingegen liefert reproduzierbar verschiedene geometrische Schadensinformationen, so dass ein Aufstellen einer Bauteilhistorie möglich ist. Die Aufgaben des IFPT in diesem Vorhaben umfassen den Bereich der Sensorhandhabung mit einem Industrieroboter. Die Technologie der Weißlichtinterferometrie weist zwar eine sehr hohe Auflösung im µm-Bereich auf, hat jedoch nur ein kleines Messvolumen. Zusammen mit den beschädigten und verformten Bauteilen stellt der Messbereich eine große Herausforderung für eine vollautomatische Inspektion dar. Intelligente Prozesse, Algorithmen und Steuerungsansätze für den Roboter mussten entwickelt werden um modellbasiert Roboterpfade zu planen, die individuell an die geometrischen Eigenheiten eines Bauteils angepasst sind und eine vollständige Inspektion garantieren. Im Rahmen dieses Projektes ist außerdem die Software AutoXIV entstanden, mit der sowohl ein Industrieroboter und unterschiedliche Sensoren online angesteuert werden können als auch Roboterpfade offline auf Punktewolkenmodellen geplant und simuliert werden können. Aktuell wird ein Forschungsdemonstrator im Rahmen einer Industrialisierungsphase in den aktiven Reparaturbetrieb integriert.

Robot

Ansprechpartner am Institut: Dipl.-Ing. Tomas Domaschke