Das Projekt KÜHKS verfolgt unter Berücksichtigung des Klimawandels das Ziel, die denkbaren Optionen für den Hochwasserschutz der Zukunft entlang der Schlei dem Grunde nach zu identifizieren, zu analysieren und aus wasserbaulicher sowie wasserwirtschaftlicher Sicht vergleichend zu bewerten. Daneben werden ausgewählte ökologische (geschützte Gebiete) und ökonomische Gesichtspunkte (Kosten für Bau und Unterhaltung) ebenfalls untersucht.
In Form einer Machbarkeitsstudie werden daraus langfristige und nachhaltige Handlungsoptionen für die Zukunft abgeleitet. Basierend auf bereits vorhandenen Forschungsergebnissen hat die Studie das Ziel weitergehende Erkenntnisse im Hinblick auf Hochwasser und Hochwasserschutz in der Schlei-Region zu gewinnen. Aus diesen Erkenntnissen werden konkrete Handlungsempfehlungen für den zukünftigen Hochwasserschutz entlang der Schlei ausgearbeitet. Auch die Interessen der unmittelbar Betroffenen auf kommunaler Ebene sollen mitberücksichtigt werden.
Aus dem Klimawandel resultieren für die Ostseeküste und somit auch für die Schlei vielfältige Konsequenzen. Die Untersuchungen im Umfang des Projekts liefern deshalb eine Grundlage zur Analyse und Bewertung von möglichst konkreten Anpassungsoptionen zur Reduktion der Folgen des Klimawandels für den Hochwasserschutz. Im Wesentlichen werden drei verschiedene Klimaszenarien für den Meeresspiegelanstieg betrachtet:
- „Kurzfristiges Szenario“ (bis 2050) mit einem Meeresspiegelanstieg von +0,25 m,
- „Langfristiges Szenario“ (bis 2100) mit einem Meeresspiegelanstieg von +0,75 m,
- „Extremszenario“ mit einem Meeresspiegelanstieg von +2,00 m.
Projektablauf
Die Bearbeitung der Hochwasserschutzstudie gliedert sich in 6 Arbeitspakete. Jedes Arbeitspaket umfasst dabei klar definierte Ziele:
- AP1: Hintergrund und Bestandsaufnahme – Baseline Definition
- AP2: Anpassungsstrategien und -maßnahmen und Maßnahmenpakete
- AP3: Wasserbau und Wasserwirtschaft
- AP4: Ökologische Aspekte
- AP5: Ermittlung der Kosten für Bau und Unterhaltung der Varianten
- AP6: Konzeptvergleich, grundsätzliche Machbarkeit
Projektbeteiligte
- Auftraggeber: Landkreis Schleswig-Flensburg
- Projektbearbeitung, Institut für Wasserbau (IWB), Technische Universität Hamburg (TUHH)
Projektlaufzeit
- Laufzeit: 01.04.2025 – 30.04.2027
- Gesamtdauer: 2 Jahre