Wie sieht ein Raum aus, in dem unterschiedliche Formen moderner Lehre möglichst unkompliziert umgesetzt werden können? Auf dem Weg zu einem geeigneten Raum und einem bedarfsorientierten Konzept wurden viele Gespräche geführt, Ideen gesammelt und unterschiedliche Anforderungen von Studierenden und Lehrenden aufgenommen. Inzwischen steht nicht nur ein konkreter Raum auf dem Campus fest – auch das Konzept ist deutlich greifbarer geworden.
Ziel ist ein Raum, der abwechslungsreiche Lehrformate niedrigschwellig ermöglicht: Wechsel zwischen Einzel-, Gruppen- und Plenumsarbeit sollen ebenso möglich sein wie hybride Veranstaltungen oder projektbasiertes Lernen. Gestaltung, technische Ausstattung und Möblierung sollen dabei so flexibel sein, dass Lehrende den Raum an unterschiedliche Lehrsituationen anpassen können. Durch hybride Formate kann zugleich der Kreis der Teilnehmenden über die räumlichen Kapazitäten vor Ort hinaus erweitert werden.
Beim Projekt-Review ging es nicht nur darum, das bisherige Konzept vorzustellen. Gemeinsam wurde auch diskutiert, wie der Raum später tatsächlich genutzt werden könnte. Welche Elemente des Konzepts unterstützen Lehrende besonders gut? Wo braucht es zusätzliche Flexibilität? Welche Anforderungen fehlen möglicherweise noch?
Der Austausch ist Teil des Entwicklungsprozesses. Denn am Ende soll nicht einfach ein neu ausgestatteter Seminarraum entstehen, sondern ein Raum, der unterschiedliche Formen des Lehrens und Lernens möglichst niedrigschwellig ermöglicht. Der nächste Schritt besteht nun darin, die bisherigen Ideen weiter zu konkretisieren und den ausgewählten Raum Schritt für Schritt in einen solchen Lernort zu verwandeln.
Text: Jana Schultz