„ … 4, 3, 2, 1, 0!“ Als die letzte Ziffer des Countdowns zusammen mit dem Video einer startenden Rakete auf der riesigen Leinwand erscheint, gab es kein Halten mehr: lautes Kreischen und wildes Fußstampfen – das vollbesetzte Audimax I schien abzuheben.
Die Begeisterung der jungen Schülerinnen und Schüler war spürbar. Es war der Auftakt für die große Raumfahrt-Show des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die an der TU Hamburg veranstaltet wurde. An zwei Tagen gab es gleich mehrere Vorstellungen für Hamburger Schulklassen sowie eine große Familienshow, für die sich alle Interessierten kostenlos anmelden konnten. Insgesamt kamen rund 3.000 Besucher*innen.
Seifenblasen im Raumschiff
Auf der Bühne beobachtete das Publikum verblüffende Experimente – etwa, wenn riesige Nebelringe quer durch den Saal über ihre Köpfe hinweg schwebten. Und sie sahen zu, wie gemeinsam mit dem Moderationsteam für den Flug ins All trainiert wurde. Außerdem lernten die Kinder die sprechende Zeitmaschine „Holly“ kennen und gingen spannenden Fragen zum Thema Raumfahrt nach: Wird es bald Hotels im All geben? Wann betritt der erste Mensch den Mars? Und wie verhalten sich eigentlich Seifenblasen an Bord eines Raumschiffs?
Der Weltraum zu Gast an der TU Hamburg – ein absolut passender Ort. Nicht zuletzt wegen des hiesigen DLR_School_Labs. Bundesweit gibt es insgesamt 17 dieser Schülerlabore des DLR, in denen Kinder und Jugendliche selbst experimentieren können. Aber nur an der TU befindet sich das DLR_School_Lab tatsächlich auf einem Uni-Campus. Schon früh hat hier der Nachwuchs die Gelegenheit, die Welt der Forschung und Technik zu entdecken.
Die große Bühnenshow war nur ein Teil des Events. Die Besucher*innen erlebten ein umfangreiches, vielfältiges Rahmenprogramm. Ohne Vorkenntnisse konnten technikinteressierte Jugendliche an einem speziellen Workshop teilnehmen. Hier lernten sie die Grundlagen des Programmierens und bereiteten einen Roboter auf eine simulierte Mars-Mission vor. Und wie man echte Raumfahrtelektronik entwickelt, die den extremen Bedingungen im Weltall trotzt, verriet TU-Professor Ulf Kulau in seiner Veranstaltung.
Weltraumsatelliten aus Hamburg
Das „Hamburg Space Team“ präsentierte währenddessen echte, eigenkonstruierte Raketen sowie einen Satelliten, der in den kommenden Jahren ins All fliegen soll. Darüber hinaus gab es Informationen, wie ein Studium an der TU Hamburg den Weg für die Arbeit in der Weltraumforschung ebnen kann.
Die Kleineren hatten Spaß beim Team der KinderForscher an der TUHH, wo Experimente zum Mitmachen und Ausprobieren aufgebaut waren. Ebenfalls vor Ort vertreten war der Verein
„e-gnition Hamburg“. Das Formula Student Team der Universität zeigte seine neueste Konstruktion: einen selbstgebauten, elektrisch betriebenen und autonom fahrenden Rennwagen. Spitzentechnik gibt es eben nicht nur in der Raumfahrt.



