09.06.26
Concepts and Algorithms for – and Usage of – Self-Explaining Digitally Controlled Systems
08.06.26
On Monday, 8 June, at 3 pm, Varun Hirapara will defend his Master Thesis. The presentation will take place in room O 2.083
placeholder
08.06.26
Der Bedarf an grünem Wasserstoff – also Wasserstoff, der auf Basis erneuerbarer Energien gewonnen wird – wird in Zukunft erheblich steigen. Gründe dafür sind die zunehmenden Herausforderungen für die globale Energieversorgung und die Bemühungen zur Dekarbonisierung der Industrie. Aktuell aber sind die Erzeugungskapazitäten von grünem Wasserstoff in Europa sehr begrenzt. Schließlich muss parallel die Versorgung von Wirtschaft und Verbrauchern mit elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen realisiert werden. Um einen Beitrag zur sicheren und widerstandsfähigen Energieinfrastruktur der Zukunft zu leisten, hat das Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie (FDS) an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) gemeinsam mit seinen Partnern eine schwimmende Wasserstofferzeugungseinheit entwickelt. Zu den Partnern zählen die CRUSE Offshore GmbH, der Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die RENK GmbH sowie die H&R GmbH & Co. KGaA. Vorhandene Infrastruktur kann genutzt werden Die innovative Einheit ist für Seegebiete außerhalb der potenziellen Standorte konventioneller Offshore-Windparks konzipiert. Das Forschungsvorhaben ProHyGen wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit einer Fördersumme von rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Jetzt wurden dem Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, Dr. Christoph Ploß, in einem Fachgespräch an der TUHH die Projektergebnisse vorgestellt. Auf einer schwimmenden Plattform wird die Energie zur Gewinnung des Wasserstoffs aus entsalztem Meerwasser mithilfe einer Windenergieanlage direkt erzeugt. Durch eine innovative Methode zur drucklosen Speicherung des Wasserstoffs auf Basis eines flüssigen organischen Wasserstoffträgers (LOHC) wird ein gefahrloser Transport mit geringfügig modifizierten konventionellen Tankschiffen ermöglicht. Auf diese Weise entsteht eine autarke Anlage zur Erzeugung und Speicherung von grünem Wasserstoff, die nicht in Flächenkonkurrenz zu anderen Wind- und Solaranlagen steht und zudem Kostenvorteile gegenüber der Produktion von Wasserstoff aus anderen erneuerbaren Energiequellen bietet. Durch die LOHC-Technologie kann die vorhandene Infrastruktur der Mineralölwirtschaft, Tankwagen, Tankschiffe, Tanklager und Tankstellen, genutzt werden – und dies bei einer niedrigeren Gefahrenklasse. Der mit Wasserstoff beladene LOHC ist nur schwer entflammbar und in die Wassergefährdungsklasse 2 eingestuft. An Land wird der Wasserstoff vom LOHC getrennt und steht damit als reiner Wasserstoff zur Verfügung. Der entladene LOHC kann zu der schwimmenden Anlage zurücktransportiert und erneut beladen werden. Vollständig autark, sehr gut skalierbar Durch die Integration der Energieproduktion auf dem schwimmenden Wasserstofferzeuger ist das System vollständig autark. Zudem ist das Konzept des schwimmenden Wasserstofferzeugers sehr gut skalierbar und kann in windreichen Seegebieten zum Einsatz kommen. Die aufgestellten Einheiten wären bei weltweitem Einsatz technisch in der Lage, einen Großteil des Bedarfs an grünem Wasserstoff kosteneffizient zu decken. Durch die autarke Energieversorgung des Wasserstofferzeugers mittels der integrierten Windenergieanlage ist die stetige Verfügbarkeit von erneuerbarem Strom gesichert. Auch die benötigte Wassermenge steht durch die Seewasserentsalzungsanlage stets zur Verfügung. Der Verzicht auf Netzanbindung, große Transformerplattformen und Unterseekabel trägt wesentlich zur Reduzierung der Investitionskosten bei. Die schwimmende Wasserstofferzeugungseinheit wird lediglich mit herkömmlichen Ankertrossen im Meeresboden verankert, wodurch der Einfluss auf die Umwelt minimiert wird. Im bis Ende 2026 laufenden Projekt ProHyGen wurde die Planung eines Prototyps für eine autarke Offshore-Wasserstofferzeugungseinheit mit 5 Megawatt Nennleistung sowie dessen Skalierung auf 15 Megawatt abgeschlossen. Zudem wurden die Vorplanung und Wirtschaftlichkeitsanalyse eines Wasserstoffparks in europäischen Seegebieten erstellt. Der nächste Schritt in Richtung grüner, resilienter Energieversorgung in Deutschland ist der Bau eines ersten Prototyps. Möglichkeiten der Realisierung wurden gemeinsam mit dem Koordinator für die maritime Wirtschaft sowie mit Industriepartnern erörtert.
08.06.26
Wenn Beton auf Wasser trifft, wenn historische Bauwerke mehr erzählen als nur von Stahl und Zement, dann beginnt die Geschichte der Strukturerhaltung und nachhaltigen Bautechnik. An dieser Schnittstelle wirkt Prof. Dr.-Ing. Lukas Henze als neuer Professor für Massivbau an der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Henze kommt mit dem klaren Ziel nicht nur Bauwerke zu erhalten, sondern auch den Dialog zwischen Ingenieurwissenschaft und Gesellschaft zu stärken. Denn Nachhaltigkeit ist für ihn mehr als ein Schlagwort. Prof. Henzes Forschung dreht sich um eines der drängendsten Themen für die Bauwirtschaft und den Klimaschutz: die Strukturerhaltung im Bestand. Der Bausektor ist maßgeblich verantwortlich für CO₂-Emissionen und Ressourcennutzung. „Der größte Hebel liegt in dem, was schon besteht“, sagt Henze. Statt Abriss und Neubau setzt er auf innovative Methoden, um die tatsächliche Tragfähigkeit bestehender Bauwerke zu ermitteln und Optimierungspotenziale aufzudecken. Seine Forschungsgruppe arbeitet mit realen Bauwerken als „Reallabore“, kombiniert experimentelle Untersuchungen mit modernster Messtechnik und numerischen Simulationen, um die Sicherheit und Nutzungsmöglichkeiten von Bestandsgebäuden verlässlich zu bestimmen. 
05.06.26
05.06.26
Am 1. Juni 2026 war Prof. Dr. Sönke Knutzen als Referent beim 22. Parlamentsforum Südliche Ostsee im Schweriner Schloss zu Gast.
05.06.26
Das DFG-Graduiertenkolleg „Urban Future-Making“ erforscht die Gestaltung der gebauten Umwelt angesichts aktuell drängender Herausforderungen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun die Verlängerung der Förderung der Doktorand*innenausbildung im Graduiertenkolleg bis 2031 beschlossen. Das Graduiertenkolleg an der HafenCity Universität wird gemeinsam mit der TU Hamburg und der Universität Hamburg betrieben. Damit wird die interdisziplinäre Forschung und Qualifizierung von Promovierenden zur Zukunft der gebauten Umwelt im Kontext sozial-ökologischer Transformationen in der zweiten Förderphase vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. März 2031 fortgesetzt und weiterentwickelt. Das Kolleg ist seit März 2022 erfolgreich etabliert: In der ersten Förderphase wurden zwölf finanzierte Promovierende sowie neun assoziierte Mitglieder betreut, von denen ein Großteil die Promotion innerhalb von drei Jahren abschließen konnte. Die aktuelle zweite Kohorte mit erneut zwölf finanzierten und neun assoziierten Mitgliedern, darunter zwei Postdoktorand*innen, führt die Forschungsarbeit derzeit im dritten Semester fort. In der zweiten Förderphase untersucht das Graduiertenkolleg, wie Akteur*innen der gebauten Umwelt, etwa Architekt*innen, Ingenieur*innen und Planer*innen, unter Bedingungen wachsender Dringlichkeit und zugleich zunehmender Unsicherheit handlungsfähig bleiben und Zukunft mitgestalten. Im Fokus stehen Städte als zentrale Orte sozial-ökologischer Transformation, an denen Klimapolitik, Stadtplanung, Wohnen, Infrastruktur und Energieversorgung neu ausgehandelt werden. Das Forschungsprogramm baut auf den Ergebnissen der ersten Förderphase auf und vertieft die Analyse professioneller Handlungsspielräume entlang von drei thematischen Schwerpunkten: Bedeutungen und Werte, Regeln und Organisationen sowie Werkzeuge und Techniken. So leistet das Graduiertenkolleg einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Frage, wie gesellschaftliche Zukunftsprozesse in der gebauten Umwelt unter sich wandelnden Rahmenbedingungen gestaltet werden können. Zukunftsfragen von Städten und Regionen Prof. Dr.-Ing. Andreas Timm-Giel, Präsident der TU Hamburg: „Drängende Fragen der Zeit, wie Klimawandel, klimaneutrale und sichere Energieversorgung oder die Verkehrswende benötigen wissenschaftlich-fundierte technologische Lösungen, wie sie an der TU Hamburg erarbeitet werden. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit, wie sie hier im Graduiertenkolleg mit unseren Partnern der HCU und der UHH erfolgreich stattfindet, ist aber für die Entwicklung der Lösungen genauso wichtig, wie für deren Umsetzung. Wir freuen uns, im Rahmen des DFG-finanzierten Graduiertenkollegs an diesen Themen weiter mitwirken und gemeinsam weiter Doktorand*innen ausbilden zu können. Es ist ein Qualitätsbeweis, dass die zweite Förderphase genehmigt worden ist. Mein Dank und Respekt gelten allen erfolgreichen Beteiligten.“ Prof. Dr.-Ing. Carsten Gertz, Institut für Verkehrsplanung und Logistik der TU Hamburg: „Ich freue mich über die Bewilligung der zweiten Förderphase des Graduiertenkollegs ‚Urban Future-Making‘, weil sich damit eine weitere Generation von Nachwuchswissenschaftlerinnen mit den Zukunftsfragen von Städten und Regionen beschäftigen kann. Mobilität spielt dabei eine wichtige Rolle und erfordert eine interdisziplinäre Perspektive, weshalb für uns in der Verkehrsforschung die inspirierende Kooperation zwischen HCU, TUHH und UHH besondere Bedeutung hat.“ Prof. Dr. Monika Grubbauer, Sprecherin des Graduiertenkollegs: „Die Zusage der DFG für die zweite Förderphase ist eine große Anerkennung unserer bisherigen Arbeit und ein wichtiges Signal für die Relevanz unserer Themen. Städte stehen heute unter enormem Transformationsdruck, zugleich wachsen die Unsicherheiten darüber, wie sozial-ökologische Veränderungen konkret gestaltet werden können. Seit 2022 untersuchen wir gemeinsam mit Promovierenden aus unterschiedlichen Disziplinen, wie Akteur*innen der gebauten Umwelt unter diesen Bedingungen handlungsfähig bleiben und Zukunft aktiv mitgestalten. Die zweite Förderphase ermöglicht es uns, weiterhin exzellente Promovierende in einem interdisziplinären und international ausgerichteten Umfeld zu qualifizieren und die Zusammenarbeit von HCU, TUHH und UHH weiter zu vertiefen.“ Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität Hamburg: „Die Verlängerung des Graduiertenkollegs Urban Future-Making ist eine wichtige Anerkennung der herausragenden Arbeit, die die HafenCity Universität Hamburg gemeinsam mit ihren Partnerinstitutionen in den vergangenen Jahren geleistet hat. Die erneute Förderung würdigt insbesondere die innovative inter- und multidisziplinäre Zusammenarbeit, das hohe wissenschaftliche Niveau des Kollegs und das große Engagement in der Qualifizierung von Promovierenden. Zugleich unterstreicht sie die gesellschaftliche Relevanz der Forschung zu urbanen Transformationsprozessen.“ Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle, Vizepräsidentin Forschung und Internationalisierung der HafenCity Universität Hamburg: „Mit der Bewilligung erfährt die innovative Forschung der HCU und ihrer Partnerinstitutionen eine deutliche Bestätigung. Umso mehr freue ich mich über die Würdigung der DFG, insbesondere mit Blick auf die außergewöhnliche Multidisziplinarität und die starke wissenschaftliche Zusammenarbeit im Graduiertenkolleg, die über Hamburg hinaus beispielgebend ist. Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg: „Die Verlängerung des Graduiertenkollegs unterstreicht, dass sich die großen Fragen urbaner Transformation nur im Zusammenspiel technischer, planerischer und sozialwissenschaftlicher Perspektiven beantworten lassen. Die Universität Hamburg bringt mit Soziologie sowie Politik- und Friedensforschung gezielt jene Sichtweisen ein, die Städte als soziale Aushandlungsräume verstehen. Dass HCU, TU Hamburg und Universität Hamburg diese Stärken über acht Jahre hinweg bündeln, macht die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Hamburg in der Qualifizierung von Promovierenden deutlich sichtbar.“ Nutzung von KI in der Architektur Das Graduiertenkolleg beschäftigt sich unter anderem mit Mobilität, Energieversorgung sowie Ressourcen und erforscht Handlungsspielräume und Strategien angesichts von erwarteten Bedrohungen und zunehmenden Risiken für Stadtgesellschaften. Konkrete Themen sind beispielsweise Strategien im Umgang mit dem Gebäudebestand, die Zukunft von Holz als Baustoff, die Nutzung von KI in der Architektur, oder der planerische Umgang mit Extremwetter- und Katastrophenereignissen. Das Vorhaben bringt Forschende aus verschiedenen Disziplinen zusammen und ermöglicht interdisziplinäre Wissensproduktion für die Zukunft von Städten. Beteiligt sind dabei an der HCU Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Stadtplanung und Bauingenieurwesen, an der UHH aus Soziologie und Geographie sowie an der TUHH aus dem Bereich Verkehrsplanung. Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung von Forschenden in frühen Karrierephasen, die von der DFG für maximal neun Jahre unterstützt werden. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von Doktorand*innen im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts. Eine interdisziplinäre Ausrichtung der Graduiertenkollegs ist von der DFG ausdrücklich erwünscht. Ziel ist es, Promovierende auf den komplexen Arbeitsmarkt Wissenschaft vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu fördern. Beteiligte Forschende sind: Prof. Dr. Monika Grubbauer (HCU), Geschichte und Theorie der Stadt (Sprecherin) Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle (HCU), Entwurf und Analyse von Tragwerken Prof. Dr.-Ing. Carsten Gertz (TUHH), Institut für Verkehrsplanung und Logistik Jun.-Prof. Dr. Benno Fladvad (UHH), Friedensforschung mit Schwerpunkt Klima und Sicherheit Prof. Dr. Christine Hentschel (UHH), Soziologie von Sicherheit und Resilienz Prof. Dr.-Ing. Gesa Kapteina (HCU), Baustofftechnologie Prof. Dr. Katharina Manderscheid (UHH), Soziologie, insbesondere Lebensführung und Nachhaltigkeit Prof. Dipl.-Ing. Antje Stokman (HCU), Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung Prof. Dr. Joachim Thiel (HCU), Stadt- und Regionalökonomie Das Graduiertenkolleg vereint Wissenschaftler*innen aus den Sozialwissenschaften (u. a. Soziologie, Stadtforschung, Geographie) sowie aus den gebauten Disziplinen (Architektur, Ingenieurwesen, Planung). Die internationale Ausrichtung mit englischer Arbeitssprache, internationaler Rekrutierung sowie internationalen Gastwissenschaftler*innen und Veranstaltungen hat sich als zentraler Bestandteil der Forschungsarbeit etabliert. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Graduiertenkollegs: https://urban-future-making.hcu-hamburg.de/
04.06.26
Die Firmenkontaktmesse mit mehr als 35 Unternehmen war rege besucht