Studierendenaustausch-Programm

Es können Austausche nach Ägypten, Algerien und Jordanien angeboten werden.

Hintergrund

Die Herausforderungen des Klimawandels, der mittlerweile in vielen Teilen der Welt entsprechende Folgen sichtbar werden lässt, zeigen, dass eine rein regionale oder lokale Bekämpfung des Klimawandels durch wenige, gewillte Staaten nicht ausreichend ist. Vielmehr sind globale Kooperationen gefragt, Kräfte müssen gebündelt werden und Forschung und Lehre muss grenzüberschreitend zusammengebracht und intensiviert werden.
Der Ausbau der Nutzung regenerativer Energien wird als ein unverzichtbares und wesentliches Instrument zur Erreichung der Defossilierung der globalen und nationalen Energiewirtschaft und damit der Reduzierung von anthropogenen Treibhausgasemissionen weltweit gesehen. Biogene Quellen können für Erneuerbare Energien und Produkte genutzt werden; grüner Wasserstoff und seine Derivate können dabei zum Beispiel als Energiespeicher- und transportmedium von großer Bedeutung sein.
Unsere Austauschprogramme knüpft genau an diesen Punkten an - Kooperation und Nutzung regenerativer Energien stehen im Fokus. Wir glauben, dass internationale Zusammenarbeit auf der Grundlage von Verständigung und kulturellem Austausch unerlässlich ist. Durch einen Studierendenaustausch in ein anderes Land fördern wir genau diese Aspekte, ermöglichen die Vernetzung von Wissen und schaffen so eine Plattform für nachhaltige Lösungen.

Inhalt Austauschprogramm Algerien und Jordanien

Das Austauschprogramm richtet sich an Studierende der University of Jordan (UJ) in Amman, der Pan African University - Institute of Water and Energy Sciences (incl. Climate Change) (PAUWES) in Algerien und der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und ermöglicht das Schreiben einer studentischen Abschlussarbeit (Bachelor-, Projekt-, Masterarbeit) an einer der Partneruniversitäten.

Die studentische Abschlussarbeit soll sich mit dem allgemeinen Thema der erneuerbaren Energien beschäftigen. Ziel ist es, nationale und internationale Energieversorgungssysteme in den Regionen näher zu betrachten, Herausforderungen herauszuarbeiten und Lösungsstrategien zu entwickeln. Die Arbeit soll darüber hinaus in den Themenbereich des ("grünen") Wasserstoffs bzw. der Wasserstoffderivate fallen. Dabei können Inhalte wie die Nutzung erneuerbarer Energien zur Wasserstoffproduktion, die Produktionsprozesse selbst sowie Wasserstofftransport und -speicherung betrachtet werden.
Eine weitere Möglichkeit ist die Betrachtung von Energieimport- und -exportproblemen und -strategien der jeweiligen Länder. Neben technischen, ökonomischen und ökologischen Aspekten gehören auch soziale und lokale Auswirkungen in eine vollständige Betrachtung. Grundsätzlich ist dabei die Energiesystemmodellierung möglich und erwünscht.

Batna und Tlemcen, Algerien

Nahe der marokkanischen Grenze und unweit des Mittelmeeres befindet sich die Stadt Tlemcen. Ursprünglich als römischer Militärstützpunkt gegründet, lassen sich noch heute einzelne römische Bauwerke neben der ansonsten typisch islamischen Bauweise der Region finden.
Im Nordosten des Landes auf knapp 1000m Höhe liegt die mit 180 Jahren noch sehr junge Stadt Batna. Die Stadt wird im Norden vom Belezma Nationalpark gesäumt, während östlich von Batna die Ausgrabungsstätte Timgad liegt, die seit 1982 UNESCO-Weltkulturerbe ist.
Das Institute of Water und Energy Science der Pan African University ist unser neustes Partnerinstitut. Gemeinsam forschen wir in Tlemcen und in Batna an der Bereitstellung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff.

Amman, Jordanien

Jordanien befindet sich im Nordwesten der Arabischen Halbinsel mit Zugang zum Toten Meer und zum Roten Meer. Der eine oder die andere kennt vielleicht sogar die Wüste Wadi Rum (UNESCO Natur- und Kulturerbe) aus dem Film der Marsianer. Neben verschiedenen Naturreservaten, wie bspw. Wadi Mujib oder das Dana Biosphärenreservat, können auch historische Stätten, wie bspw. das von den Nabatäern errichtete Petra (UNESCO Weltkulturerbe) oder verschiedene Römerstätten (Jerash, Umm Quais), besichtigt werden.
In der fast 2 Millionen Einwohner starken Hauptstadt Amman befindet sich die University of Jordan (UJ), die die größte und älteste (Gründung 1962) Universität Jordaniens ist. Bereits seit mehreren Jahren besteht zwischen der TUHH und der UJ eine Kooperation.

Inhalt Austauschprogramm Ägypten

Zwischen der TUHH und der Ain Shams University (ASU) in Cairo besteht seit eingen Jahren eine Kooperation.

  • Sowohl deutsche als auch ägyptische Studierende haben die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit (Bachelor- oder Masterarbeit) oder eine Projektarbeit an der jeweiligen Partneruniversität anzufertigen, wobei sie gemeinschaftlich von deutschem und ägyptischem Lehrpersonal betreut werden.
  • Die Themengebiete der Abschlussarbeiten sind angelehnt an die Forschungsthemen der beiden beteiligten Institute (IUE der TUHH, Energy Technology & Climate Change Lab der ASU).

Themengebiete ASU: Das Energy Technology & Climate Change Lab befasst sich mit den lokalen und regionalen Energieherausforderungen um eine nachhaltigere Energieversorgung sicherzustellen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Durch Lehre und Forschung verbreitet und schafft das Labor Wissen in den Bereichen Entwurf und Auswahl von Energietechnologien, Entwurf von hybriden Energiesystemen, Speicherung von Energie aus Wasserkraft, Entwurf und Herstellung von Windturbinen, Lebenszyklusmanagement und Bewertung von Windparks sowie Energie-Wasser-Nahrungsmittel-Nexus.
Weitere vorrangige Themen sind die Verwertung von Biomasse zu nachhaltigen Brennstoffen, oberflächennahe geothermische Systeme und hochleistungsfähige rechnergestützte wissenschaftliche Anwendungen in der sektorübergreifenden Strömungsmesstechnik.

 

Kontakt

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