Minimierung der Klimagasemissionen bei der Energieversorgung komplexer Krankenhäuser

(Teil-)Projektleitung/Mitarbeit: Dipl.-Wirt.-Ing. Nils Christiansen

Auftraggeber/Fördergeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Projektpartner: Uniklinikum Hamburg-Eppendorf
Projektumfang: 36 Wissenschaftlermonate
Laufzeit: 11/2012 - 11/2015

Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, ein generell auf komplexe Krankenhäuser mit einer gewachsenen Gebäudeinfrastruktur übertragbares und praxistaugliches Verfahren zur Bewertung und Optimierung der Energieversorgung zu erarbeiten, im Rahmen einer Handreichung für die klimaeffiziente Energieversorgung komplexer Krankenhäuser zu dokumentieren und unter den praktischen Gegebenheiten eines real existierenden Krankenhauses zu überprüfen. Die zu erarbeitende methodische Vorgehensweise wird dabei ein umfassendes energetisches Versorgungsmodell beinhalten, mit dem die Energieversorgungsstruktur eines Krankenhauskomplexes in Bezug auf ihren energetischen Zustand erfasst, umfassend simuliert, im Hinblick auf mögliche Schwachstellen analysiert, anhand ökonomischer Kenngrößen unter Berücksichtigung unterschiedlichster Randbedingungen bewertet und aus energetischer Sicht optimiert werden kann.    

 

 Zum Nachweis der praktischen Anwendbarkeit der erarbeiteten Vorgehensweise soll diese exemplarisch am Gebäudekomplex des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sowie im Detail an ausgewählten Einzelgebäuden dieses Krankenhauses demonstriert werden. Da das UKE aus vielen verschieden großen und z. T. sehr unterschiedlich genutzten Gebäuden besteht und somit ein sehr komplexes Energieversorgungssystem darstellt, eignet es sich besonders gut als Objekt für eine Verifizierung der zu erarbeitenden methodischen Vorgehensweise. Diese optimale Eignung gilt umso mehr, da am UKE zusätzlich zum normalen Krankenhausbetrieb in Stationen, Fachabteilungen und Operationssälen auch Räume oder ganze Gebäude existieren, die z. T. nur ambulant, zur universitären Forschung und/oder für den Lehrbetrieb genutzt werden. Dies ermöglicht die Anwendung der entwickelten Methodik auf eine große Zahl anderer, in der Regel deutlich weniger komplexer, Krankenhäuser. Ziel ist es, einen Betrag zu einem zukünftig nachhaltigeren Krankenhausbetrieb zu leisten, da die Methodik so erarbeitet wird, dass eine einfache Übertragbarkeit auf andere Krankenhäuser möglich sein wird.