Energetische Optimierung von Industriehallen zur Wartung von Flugzeugen

(Teil-)Projektleitung/Mitarbeit: Dipl.-Ing. Marina Stegelmeier

Auftraggeber/Fördergeber: Luftfahrtcluster Metropolregion Hamburg, gefördert durch Spitzenclusterprogramm des BMBF
Projektpartner: Flughafen Hamburg, Lufthansa Technik
Projektumfang: 33 Wissenschaftlermonate
Laufzeit: 03/2011 - 11/2013

 

Das Ziel dieses Vorhabens ist es, ein generell auf Flugzeugwartungshallen und perspektivisch auf beliebige andere Industriehallen übertragbares Verfahren zu erarbeiten, mit dem der Gebäudetyp „Industriehalle“ in Bezug auf seinen energetischen Zustand erfasst, umfassend simuliert, im Hinblick auf mögliche Schwachstellen analysiert und aus energetischer Sicht optimiert werden kann. Das Modell soll anhand von gemessenen Betriebsdaten real existierender Flugzeughallen auf seine Richtigkeit verifiziert werden.
Mit dem Ziel der Optimierung sollen sowohl technische Maßnahmen in Bezug auf eine Verbesserung der Betriebsweise der vorhandenen Heizungs- bzw. Klimatisierungsanlage als auch hinsichtlich möglicher technischer Maßnahmen sowohl an der Gebäudehülle als auch an der Heizungsanlage (d. h. bau- und anlagentechnische Vorschläge) untersucht werden. Die zu identifizierenden Vorschläge werden anschließend nach ökonomischen Gesichtspunkten bewertet und damit einer vertieften Kostenanalyse einschließlich einer umfassenden Untersuchung der das Ergebnis signifikant bestimmenden sensitiven Parameter unterzogen. Hinzu kommt eine ausführliche ökologische Analyse, in deren Rahmen Energie- und Klimagasbilanzen sowie weitere Lebenswegbilanzen ausgewählter luftgetragener Stofffreisetzungen (z. B. Emissionen mit versauernder Wirkung) sowie exemplarisch anderer Umwelteffekte (z. B. Schallemissionen) betrachtet werden.
Ausgehend von diesen Ergebnissen, die dann auch visualisiert werden, um eine praktische Realisierung zu erleichtern, soll dann eine einfache und akzeptable Umsetzung der Optimierungsmaßnahmen in der Praxis durch die Eigentümer von Industriehallen außerhalb dieses Projektes möglich sein. Angedacht ist ausgehend davon in einem weiteren Schritt, dieses Vorgehen auch auf Produktionshallen zu übertragen, bei denen ergebnisbestimmende innere Wärmequellen (z. B. Produktionsanlagen mit Abwärme) vorhanden sind, die dann bei der Gebäudeklimatisierung entsprechend genutzt werden können.