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MusiVal - Methodenvalidierung unterstützen durch situationsgerechte Validierungsaktivitäten

Ausgangslage

Die Methodenforschung stellt Methoden bereit, um Produktenwickelnde in ihrer Arbeit zu unterstützen.  Dabei sollen Produktentwicklungsmethoden sowohl die Entwicklungsarbeit und das Ergebnis verbessern. Um sicherzustellen, dass die Methoden den erwarteten Beitrag zur Produktentwicklung leisten ist ihre Validierung ein zentraler Schritt. Die Leistungsvalidierung untersucht, ob sie ihren Zweck unter realitätsnahen Bedingungen erfüllen. Dafür benötigen Methodenforschende passende Validierungsaktivitäten.
Welche Validierungsaktivität geeignet ist, hängt von den Randbedingungen des Forschungsprojekts ab. Ein erst langfristig sichtbarer Nutzen, wenige verfügbare Untersuchungsfälle oder begrenzter Zugang zu Unternehmen können Studien erschweren. Bisher fehlt eine etablierte Unterstützung, die solche Situationen bei der Auswahl und Anwendung von Validierungsaktivitäten berücksichtigt.
 

Projektziele

MusiVal hat das Ziel ein systematisches Vorgehensmodell sowie zwei konkrete Validierungsaktivitäten, die eine situationsgerechte und zielgerichtete Leistungsvalidierung von Produktentwicklungsmethoden ermöglichen sollen, zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Kriterien Anwendbarkeit und Effektivität. 
Das Projekt baut auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts MProvE auf und führt dessen Ansätze weiter. Die dort entwickelten Hilfestellungen zur Struktur- und Wirkungsvalidierung werden gezielt um den Bereich der Leistungsvalidierung ergänzt. Ein frei zugängliches, digitales Vorgehensmodell soll die Ergebnisse beider Projekte zusammenführen und Forschende bei der systematischen Validierung und Weiterentwicklung von Produktentwicklungsmethoden unterstützen. Auf diese Weise soll langfristig die Akzeptanz der entwickelten Methoden in der industriellen Praxis gesteigert und ihre Anwendung gefördert werden.
 

Vorgehen

Die Arbeit untergliedert sich in drei Teilschritte. Zu Beginn des Projekts wird eine Interviewstudie mit Methodenforschenden durchgeführt. Im Rahmen dieser Studie werden die bestehenden Randbedingungen der Methodenvalidierung sowie die bislang eingesetzten Validierungsaktivitäten systematisch erfasst und betrachtet. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse leiten die beiden beteiligten Institute PKT und IPEK Anforderungen an eine situationsgerechte Leistungsvalidierung ab. 
Darauf aufbauend entwickeln die beiden Institute jeweils eine eigene Validierungsaktivität, die sich hinsichtlich ihrer Zielsetzung und ihres Schwerpunkts ergänzt. Das PKT konzentriert sich dabei auf die Untersuchung der Anwendbarkeit von Methoden. Das IPEK legt hingegen den Schwerpunkt auf die Untersuchung der Effektivität. Auf diese Weise werden zwei komplementäre Validierungsaktivitäten entwickelt, die unterschiedliche Kriterien der Leistungsvalidierung adressieren.

Bild 1: Forschungsvorgehen in dem Projekt MusiVal

Im weiteren Projektverlauf werden die entwickelten Validierungsaktivitäten im Rahmen eines Workshops mit Methodenforschenden sowie durch anschließende Studien mit Methodenanwendenden evaluiert. Außerdem erfolgt eine Kreuzevaluation an beiden Standorten, bei der die Reproduzierbarkeit der Validierungsaktivitäten unter veränderten Randbedingungen untersucht wird.

Abschließend werden die im Projekt erarbeiteten Ergebnisse mit den bereits vorliegenden Erkenntnissen aus dem Forschungsprojekt MProvE zusammengeführt. Die Zusammenführung erfolgt in Form eines frei zugänglichen digitalen Vorgehensmodells, das die Ergebnisse beider Projekte miteinander verbindet und gebündelt zur Verfügung stellt.

Projektorganisation

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing Dieter Krause

Projektmanagement und -bearbeitung: Pascal Inselmann, M. Sc.

Projektförderung und Verbundpartner

Das Projekt wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Sachbeihilfe unter der Projektnummer 447357425 (GEPRIS) gefördert.
Die Laufzeit des Projekts reicht von 2026 bis 2029.