Logistics und Supply Chain Management

Heutzutage sehen sich Unternehmen immer schneller wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt: Das aktuelle Wettbewerbsumfeld ist geprägt durch weltweit operierende Unternehmen, eine Verkürzung der Produktlebenszyklen, eine höhere individualisierte Kundennachfrage, eine engere Vernetzung der Unternehmen sowie durch neue Informationstechnologien. Diese Dynamik führt dazu, dass sich einzelne Unternehmen zunehmend nicht mehr allein, sondern als Supply Chains organisiert, den Wettbewerbskräften entgegenstellen. Die Supply Chain bezeichnet dabei das Netzwerk aus eingebundenen Organisationen, die jeweils auf unterschiedlichen Stufen von der Rohstoffgewinnung bis zum Endkunden an den Wertschöpfungsprozessen und -aktivitäten am Produkt oder an der Dienstleistung beteiligt sind. Im Deutschen wird die Supply Chain z. B. auch als Lieferkette, Logistikkette oder Wertschöpfungskette bezeichnet. Ziel des Supply Chain Management ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen als Ganzes durch eine Steigerung der Effizienz zu erhöhen. Während die Logistik sich auf die Material- und Informationsflüsse konzentriert, bezieht das Supply Chain Management zudem die Finanzflüsse zwischen den beteiligten Unternehmen mit ein.

Ausgerichtet auf die aktuellen Herausforderungen von Unternehmen stehen im Forschungsfokus unseres Institutes neben Strategien, Konzepten und Methoden des Supply Chain Management die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Markt- und Wettbewerbsposition. Darüber hinaus fokussieren wir in unserer Forschung auf zeitgemäße Nachhaltigkeitskonzepte und -initiativen im Supply Chain Management.


IHATEC-Forschungsprojekt: "Release Order based on Blockchain"

Die Freistellung spielt beim Seefrachtimport eine zentrale Rolle, denn sie berechtigt ein Transportunternehmen dazu, den Container vom Terminal abzuholen. Die hohen Anforderungen an Sicherheit und Zugriffsberechtigung, die an den Prozess Freistellung geknüpft sind, eignen sich ideal, um ihn im Rahmen eines Forschungsprojekts ROboB mit der Blockchain abzubilden: Er ist nicht zu komplex, dafür aber extrem sensibel und es existiert bisher kein durchgehender IT-gestützter Informationsfluss. Die Blockchain verspricht eine gemeinsame Wahrheit für alle Teilnehmer. Sie ist prüfbar durch digitale Signaturen, unveränderbar durch Kryptographie und Konsens-Algorithmen. Im Rahmen des Projekts werden zwei alternative Modelle betrachtet, die in die bestehende Import-Plattform des Hamburger Hafens integriert und auf ihre Praxistauglichkeit – auch gegenüber der bestehenden konventionellen Lösung - geprüft werden.

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hamburg

Ziel dieses Projektes ist es, relevante Entwicklungen zu erkennen, die mittelständischen Unternehmen und das Handwerk über diese Entwicklungen zu informieren und passende Lösungsansätze zu präsentieren. Es wird die Digitalisierung im Wirtschaftscluster hinsichtlich der Kosten, des Nutzens sowie der Chancen und Risiken analysiert. Das Projekt soll die KMU bei der Einführung digitaler Technologien und Geschäftsmodellen unterstützen. Dabei sollen Good Practice Modelle als Demonstratoren dienen. Das notwendige Wissen wird durch Qualifizierungsangebote bereitgestellt. Zudem werden Beschäftigungseffekte, beeinflusst durch die Digitalisierung, analysiert.

Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management – Chancen der digitalen Transformation

BVL analysiert mit umfassenden Untersuchungen die aktuellen „Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management“. Ziel des Projektes ist ein klares Bild über den aktuellen Umsetzungsstand, die zukünftigen Entwicklungen und deren Auswirkungen zu erhalten. 2016/2017 wurde diese Studie unter der Leitung von Professor Wolfgang Kersten von der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und Prof. Mischa Seiter vom International Performance Research Institute (IPRI) im Auftrag der BVL erarbeitet. Konsortialpartner waren die Lufthansa Industry Solutions BS GmbH in Hamburg sowie die Horváth & Partner GmbH in Stuttgart.