Technische, ökonomische und ökologische Analyse innovativer Offshore-Windkraftnutzungskonzepte

(Teil-)Projektleitung/Mitarbeit: Dipl.-Ing. Britta Reimers

Auftraggeber/Fördergeber: RWE Fellows, RWE Innogy
Projektpartner: RWE Innogy
Projektumfang: 36 Wissenschaftlermonate
Laufzeit: 06/2012 - 05/2015

Offshore Windkraft kann aufgrund der hohen Kapazitätsfaktoren signifikant zu einer zukünftig nachhaltigeren Energieversorgung aus regenerativen Energien beitragen. Wesentlich für die weitere Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland und Europa ist jedoch eine (deutliche) Senkung der Stromgestehungskosten. Da zukünftig Windparks aber überwiegend an küstenfernen Standorten mit größeren Meerestiefen errichtet werden dürften, ist tendenziell mit einem weiteren Kostenzuwachs für derartige Anlagenkonzepte und insbesondere der Tragstrukturen zur Verankerung im Meeresboden zu rechnen. Ebenfalls nimmt die Komplexität der Errichtung und der Aufwand zur Wartung aufgrund der großen Distanzen und wachsenden Anlagengrößen zu. Dies könnte die notwendige Kostensenkung konterkarieren.
Deshalb ist es das Gesamtziel dieses Vorhabens, systematisch nach Ansätzen zur Reduktion der Kosten eines Offshore-Windparks im gesamten Lebenszyklus zu suchen und die zu identifizierenden Ansätze zu bewerten. Dazu soll eine Vorgehensweise entwickelt und angewendet werden, mit der die derzeit vorhandenen sowie neue, innovative Offshore-Windkraftnutzungskonzepte aus technischer, ökonomischer und ökologischer Sicht analysiert und quantifiziert werden können. Ausgehend von den gegenwärtig in Windkraftanlagen implementierten Komponenten und den bisher realisierten Konzepten sowohl für die eigentliche Windkraftanlage als auch deren Verankerung im Meeresboden und weitere Parkkomponenten sollen deren zukünftige Entwicklungen untersucht werden. Ebenfalls werden die Einflüsse der betrachteten Technik auf die nachfolgenden Lebensphasen sowie grundsätzlich neue Konzepte zur Errichtung der Windkraftanlagen analysiert. Das Ergebnis dieser Arbeit soll eine Einschätzung ermöglichen, in welchem Technik-, Kosten- und Umweltkorridor die Offshore-Windkraftindustrie in den nächsten 10 bis 20 Jahren im Vergleich zu dem heutigen Entwicklungsstand unter Zugrundelegung unterschiedlicher Rahmenannahmen und Entwicklungstendenzen liegen könnte. Ausgehend davon sollen dann entsprechende Schlussfolgerungen über die heute zu ergreifenden Maßnahmen gezogen werden können, um eine gewünschte Entwicklung zu erreichen.