Elektromobilität im Vergleich zu anderen Landtransportoptionen

(Teil-)Projektleitung/Mitarbeit: Dipl.-Ing. Jana Weinberg

Auftraggeber/Fördergeber: Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg
Projektpartner: -
Projektumfang: 34 Wissenschaftlermonate
Laufzeit: 12/2010 - 10/2013

 

Die Frage nach der Minderung der energiebedingten Klimagasemissionen hat in jüngster Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Wurde bis vor wenigen Jahren als Alternative ausschließ­lich der Einsatz von Biokraftstoffen diskutiert, stellt sich die Situation heute mit der verstärkt in den Blickpunkt gerückten Elektromobilität und den durch staatliche F&E-Programme mit einer erheb­lichen Mittelausstattung unterstütz­ten Wasserstoffeinsatz im Verkehrssektor differenzierter dar. Damit nimmt aber auch die Notwendigkeit zu, umfassend zu untersuchen, welche der aus heutiger Sicht potenziell zukünftig verfügbaren Mobilitätsoptionen im Vergleich untereinander aus techni­scher, ökonomischer und ökologischer Sicht wann zu bevorzugen sind und welchen Beitrag – vor dem Hintergrund der verfügbaren Potenziale sowie den vorherrschenden Rand- und Rahmen­be­dingungen – sie wo und wann im Mobilitäts­sek­tor leisten können.

Zur Beantwortung dieser Aufgabenstellung sollen aufbauend auf vorliegenden und laufenden Untersuchungen zur Bereitstellung von Biokraft­stoffen mögliche Bereitstellungspfade und Nut­zungskon­zepte auf der Basis elektrischer Energie und von Was­serstoff erarbeitet und mit denen von Bio­kraft­stof­fen unter vergleichbaren Bedingun­gen untersucht werden. Dies soll sowohl im Rahmen einer Singulärbe­trach­tung (d. h. individueller Vergleich der einzelnen Optionen untereinander) als auch mittels einer Szenarienanalyse (d. h. Entwicklung verschiedener in sich konsistenter Entwicklungspfaden und deren Vergleich) unter­sucht werden. Diese Betrachtung wird jeweils auf der Basis technischer Kenngrößen (z. B. Nutzungs- und Wirkungsgrade),  ökonomischer Größen (z. B. Kosten pro Personenkilometer) und ökologische Kenndaten (u. a. Klimagasfreisetzungen) realisiert.

 Ausgehend von diesen Ergebnissen sollen dann Handlungs­em­pfehlungen für den Einsatz von Antriebs­systemen auf der Basis alternativer Energieträger abgeleitet werden, um zukünftig eine effiziente, nachhal­tige, sichere und klimaverträgliche Ergän­zung bzw. Alternative zum Einsatz fossiler Energieträger im Verkehrssystem zu ermöglichen.