29. HAMBURGER KOLLOQUIUM ZUR ABWASSERWIRTSCHAFT

6. bis 7. September 2017 in Hamburg

Beim „29. Hamburger Kolloquium zur Abwasserwirtschaft“ stehen die Entwicklungen auf dem Gebiet der Kläranlagen und Kleinkläranlagen im Vordergrund. Auch das Regenwasser­manage­ment, der Umgang mit gefährlichen Stoffen und der Gewässerschutz stellen in diesem Jahr wichtige Themen dar. Wir hoffen, dass die angebotenen Vorträge das Interesse vieler Praktikerinnen und Praktiker aus dem Abwasserbereich wecken und dass auf dem „Come together“ am 6.9.2017 ein reger Erfahrungsaustausch stattfindet.
Das Kolloquium ist eine gemeinsame Veranstaltung von: Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg, Department Umwelttechnik der HAW Hamburg, GFEU, Hamburg Wasser, Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz der TUHH. Es wird durchgeführt in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg.
Vorbereitungs-Komitee: Beate Bussink Becking (Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg), Jürgen Masch (Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg), Harald Hanßen (Hamburg Wasser), Olav Kohlhase (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein), Simone Ruschmann (Handelskammer Hamburg), Jörn Einfeldt (HAW Hamburg), Ludwig Tent (Edmund-Siemers-Stiftung, Hamburg), Dietmar Heinrich (GFEU), Ralf Otterpohl (TUHH, GFEU), Dorothea Rechtenbach (TUHH) und Joachim Behrendt (TUHH).

Themenschwerpunkte:

  • Kläranlagen - Neue Entwicklungen
  • Emissionskataster/Niederschlagswasser
  • Gefährliche Stoffe
  • Kleinkläranlagen
  • Wasserrahmenrichtlinie

Programm als pdf

Anmeldung


Trauer um Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. mult. Ivan Sekoulov

Wir haben die traurige Nachricht erhalten, dass Prof. Dr.-Ing. Ivan Sekoulov am 22. Februar 2017 verstorben ist.

Es endet ein mit Schaffenskraft, Engagement und Ideenreichtum gefülltes Wissenschaftlerleben. 1980 als einer der ersten Professoren an die neu gegründete TUHH berufen widmete er sich aufopferungsvoll dem Aufbau des damaligen Arbeitsbereiches Gewässerreinigungstechnik – heute das Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz – „auf der „grünen Wiese“. Es begann alles in der Harburger Schloßstraße, doch die Entwicklung der TUHH schritt zügig voran.
Der Neubau der Labore und Versuchshallen in der Eißendorfer Str.42, die Beschaffung sämtlicher Einrichtungsgegenstände und Versuchsanlagen, die Anwerbung und Einstellung von Professorenkollegen, von Mitarbeitern und die Einwerbung von Drittmitteln zur Aufstockung der mageren Finanzierung seitens der Freien Hansestadt Hamburg haben die ersten Jahre geprägt.

Mit der Gründung der „Gesellschaft zur Förderung und Entwicklung von Umwelttechnologien“ GFEU, hat er von Beginn an die damals schwierige Einwerbung von Finanzmitteln Dritter, sowie die Förderung von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Hilfskräften in die Wege geleitet und fast 2 Jahrzehnte mit der Veranstaltung von Seminaren, Kursen und Fortbildungen für Behördenmitarbeiter fortgesetzt. Stipendiaten und Doktoranten werden durch den Verein unterstützt. Der Verein ist Herausgeber der Schriftenreihe: "Hamburger Berichte zur Siedlungswasserwirtschaft". Noch heute gibt es im Herbst das gut besuchte Abwasserkolloquium an der TUHH.

Gemeinsam mit den Professorenkollegen Förstner, Wilderer und Stegmann wurden Mitte und Ende der 80er Jahre die auch vom Fakultätentag anerkannten Grundlagen für den Studiengang Bauingenieurwesen/Umweltschutztechnologien erarbeitet. Sie bildeten die Basis für die fachlichen Curriculae der erst ab diesem Zeitpunkt an der TUHH Studierenden. In der Lehre wie auch in der Forschung hat es innerhalb des Forschungsschwerpunktes einen befruchtenden Gedankenaustausch gegeben.

Daneben hat er die seitens der FHH gewünschte Verbreitung des universitären Wissens und der Forschungsergebnisse in die Region erfolgreich wahrgenommen. Die Beratung der Behörden sowohl der FHH als auch der benachbarten Kommunen der Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen hat breiten Raum eingenommen und zu manchem Klärwerksausbau unter den Stichworten „Stickstoffelimination und Phosphorelimination zur Rettung der Nord-und Ostsee“ geführt. Sein Augenmerk lag dabei immer auf Projekten und Aktivitäten, die auch in die Arbeiten des Forschungsschwerpunktes einflossen. In zunehmendem Maße wurden dabei auch Fragestellungen für die Industrie bearbeitet und einige große Projekte realisiert.
Prof. Sekoulov war bekannt für ungewöhnliche technologische Ansätze bei der kommunalen wie auch der industriellen Abwasserreinigung. Einige Projekte seien stellvertretend genannt:

  • Autotrophe Denitrifikation bei der Kläranlage der Shell

  • Entwicklung des Konzepts zur Abwasserreinigung einer Hamburger Ölmühle und
    Begleitung der Realisation

  • Schlammspiegelreaktor in Flensburg

  • Festbettreaktoren zur Industrieabwasserreinigung (BP)

  • Nitrifikation und Denitrifikation bei der KA Lübeck Priwall

  • Ertüchtigung einer kommunalen Tropfkörperanlage um die Stufen Nitrifikation und Denitrifikation (Stadt Ahrensburg)

Im Jahr 1998 hat Prof. Sekoulov das Institut an seinen Nachfolger übergeben und die Neuausrichtung des Forschungsschwerpunkts mit Interesse und Wohlwollen begleitet. Seine Ideen und Aktivitäten hat er mit externen Partnern weiter verfolgt, einige davon auch mit und an unserem Institut.

Seine profunden Kenntnisse der Enzymkinetik der Nitrifikation und der Phosphorelimination in Verbindung mit der Biofilmtechnologie hat zu verschiedenen Lösungsansätzen auf kommunalen und industriellen Kläranlagen geführt. Diese Technologien haben ihren Platz in der Kläranalgenpraxis gefunden und werden uns an Prof. Sekoulov denken lassen.

Sein breites Fachwissen hat Prof. Sekoulov nach der Öffnung der Grenzen auch in seiner Heimat Bulgarien eingebracht. Regelmäßige Lehrveranstaltungen und Seminare sowie Anregungen zu Forschungsarbeiten und zum Aufbau von Lehr- und Forschungseinrichtungen sind ihm dort mit großer Achtung und der Verleihung der Ehrendoktorwürde gedankt worden.

Prof. Sekoulov hat sich bis zuletzt für Abwassersysteme und den Gewässerschutz engagiert und wollte noch viele Ideen realisieren. Wir haben immer wieder Prozesse und technische Ansätze mit ihm diskutiert.

All diese vielfältigen, spannenden aber auch anstrengenden Tätigkeiten hat Prof. Sekoulov mit der ihm eigenen Fähigkeit, Zuhören zu können, ein gutes Gespräch mit den Mitstreitern führen zu können und dem unvergleichlichen Charme sowie dem Witz unzähliger Geschichten gemeistert.

Wir danken ihm für seine unkonventionellen Ideen, seine visionäre Art und seine spannenden Darstellungen.

Die Trauerfeier findet am 18. März 2017 um 11:00 Uhr auf dem Blankeneser Friedhof, Sülldorfer Kirchenweg 151, 22589 Hamburg, statt.

Ralf Otterpohl                     das Team des Instituts AWW               die ehemaligen Mitstreiter

 

Gäste von der Technischen Universität Warschau

Im Rahmen der langjährigen ERASMUS-Partnerschaft zwischen ihrer Universität und der TUHH besuchten Dr. Agnieszka Tabernacka und Dr. Adam Muszynski, zwei ausgezeichnete Fachleute auf dem Gebiet der Umwelt-Mikrobiologie von der Technischen Universität Warschau, vom 30. Januar bis zum 3. Februar zum achten Mal das Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz. Sie leiteten Studierende der Masterstudiengänge Environmental Engineering und Wasser- und Umweltingenieurwesen im „Siedlungswasserwirtschaftlichen Praktikum I“ bei einem Experiment zur mikroskopischen Erkennung fädiger Bakterien in Belebtschlamm an. Außerdem hielten sie Vorlesungen zu den Themen „Biologische Phosphatelimination“ und „Antibiotikaresistente Bakterien in Trinkwasser und ihre Resistenz gegen Desinfektion“. 


RUVIVAL - Website launch 17. November 2016

Die Arbeitsgruppe RuDev des AWWs beteiligt sich als Early Bird Projekt an der HOOU (Hamburg Open Online University, www.hoou.de).

 

Das Projekt RUVIVAL-Sustainable Rural Development and highly productive New Towns beschäftigt sich damit Gebiete deren ökologisches Gleichgewicht gestört wurde wieder zu regenerieren. Diese Plätze sollen nicht nur bewohnbar sein, sondern in vielerlei Hinsicht belebt werden. Eine Webseite wird innerhalb des Projektes erstellt und das Wissen kann sich in Form von interaktiven Inhalten angeeignet werden, um so Menschen zu ermächtigen ihre Umwelt selbst zu regenerieren.

 

Die Webseite wird am 17. November 2016 online gestellt und es werden kontinuierlich neue Inhalte veröffentlicht. Um immer aktuell informiert zu sein ist es möglich sich bei unserem Newsletter anzumelden oder einfach die Seite regelmäßig zu besuchen: www.ruvival.de

 

Am 17ten wird auch ein ausführlicher Artikel über das Projekt erscheinen bei dem Magazin Synergie:

https://www.synergie.uni-hamburg.de/ 

29. Januar 2017 in der Süddeutschen Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/bildung/bildung-fuer-alle-teilen-und-tauschen-1.3353793


 

Animation Terra Preta Sanitation

Unfassbare 40% der Weltbevölkerung haben keine angemessene Sanitäreinrichtungen, doch das soll sich mit einem neuen Konzept ändern.  Diesem Ziel dient der von der WTO in Zusammenarbeit mit Prof. Ralf Otterpohl von der Technischen Universität Hamburg (TUHH) durchgeführte Toiletten Design Preis, der eine Slum-taugliche Toilette mit hervorragendem Design, entworfen von der Hamburger Industrie-Designerin Sabine Schober, hervorbrachte.
Die Funktion der Toilette ist Teil der aktuellen Entwicklung von Terra Preta Sanitation, wo die hygienisierten Exkremente unter Zumischung von Holzkohlepulver zur Bildung hochfruchtbarer Böden zur Wiederaufforstung eingesetzt werden.
Das Konzept ist in einem kurzen Video erläutert (Video: HQ720p LQ360P).

Hamburg Wasser vergibt William Lindley-Stipendium auf dem 25. Hamburger Kolloquium zur Abwasserwirtschaft

Am 10. und 11. September 2013 fand an der Technischen Universität Hamburg-Harburg das 25. Hamburger Kolloquium zur Abwasserwirtschaft statt, das gemeinsam von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg, von Hamburg Wasser, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, dem Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz der TUHH und seinem Förderverein „Gesellschaft zur Förderung der Forschung und Entwicklung der Umwelttechnologien an der TU Hamburg-Harburg e.V.” (GFEU) veranstaltet wurde.

Während der Tagung wurde auch das diesjährige mit 12.000 Euro dotierte William Lindley-Stipendium an Frau Nicole Annett Müller für ihr Promotionsvorhaben „Asset Management in der Wasserversorgung“ verliehen, das sie an der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität Dortmund durchführt. Die Laudatio hielt Christian Günner, Bereichsleiter Grundlagen und Systementwicklung bei Hamburg Wasser. Das Stipendium soll interdisziplinäres Denken und Handeln im Sinne William Lindleys fördern.
Während des Kolloquiums informierten sich etwa 200 Teilnehmende über die Themenschwerpunkte:

  • Kommunale Kläranlagen
  • Industrieabwasser
  • Maritime Wasser- und Abwasseraufbereitung
  • Niederschlagswasser
  • Wasserwirtschaft / Wasserrahmenrichtlinie

Das Inhaltsverzeichnis des Tagungsbandes mit Bestellformular finden Sie hier.

Archiv

14. Sep 2013 Bottled Life – Das Geschäft mit dem Wasser

12. Sep 2012 24. Hamburger Kolloquium zur Abwasserwirtschaft

04. Aug 2012 Grundlagenseminar: „nachhaltige Sanitärversorgung“

16. Jun 2012 2. FC Turbine Testfilter Berlin ist der Aquamaster 2012

05. Jun 2012 Besuch in Neapel

29. Mai 2012 Kooperation mit der TU Warschau erfolgreich fortgesetzt

09. Mai 2012 Hamburger Bautag 2012

27. Mär 2012 1. Workshop des FSP "Klimaschonende Energie- und Umwelttechnik"

13. Mär 2012 Anaerobe Behandlung organischer Abfälle in China

03. Feb 2012 Wissenschaftler aus Warschau zu Gast am Institut

07. Dez 2011 Terra Preta Toilet Design Award

20. Okt 2011 William Lindley-Preisverleihung an Herrn Dipl.-Ing. Kimmo Palmu

06. Sep 2011 23. Hamburger Kolloquium zur Abwasserwirtschaft

02. Aug 2011 Forschungszusammenarbeit mit Mexiko

06. Jul   2011 Karl H. Ditze Preisverleihung an Frau Dr.-Ing. Franziska Meinzinger

29. Jun 2011 Jahrbuch 2011 Bau- und Umweltingenieurwesen

29. Jun 2011 Professor Otterpohl zum Sprecher des FSP Klimaschonende Energie-
                     und Umwelttechnik gewählt

16. Jun 2011 Teilnahme an der 19. Europäischen Biomasse Konferenz – Berlin

09. Jun 2011 ERASMUS-Partnerschaft mit der TU Warschau seit mehr als 10 Jahren

26. Mai 2011 23. Kolloquium zur Abwasserwirtschaft

23. Mai 2011 Exkursion zum Klärwerk Köhlbrandhöft

10. Mai 2011 Hamburger BauTag 2011: Bauindustrie trifft TUHH

27. Mär 2011 Gewinner des IFWW Förderpreises

01. Mär 2011 Professur Städtisches Umweltmanagement