Anwendungsfeld Medizintechnik

Das Anwendungsfeld der Medizintechnik verbindet die Inhalte der Forschungsschwerpunkte miteinander und setzt ein besonderes Augenmerk auf die methodische Entwicklung von Trainingsdemonstratoren und individualisierte Gefäßmodelle für medizinische Schulungen und Weiterbildungen sowie die Gestaltung von individualisierten Medizinprodukten.

Am PKT werden patientenspezifische Gefäßmodelle entwickelt, die auf Grundlage von medizinischen Patientendaten gefertigt werden. Um der wachsenden Komplexität entgegenzuwirken, die durch eine Vielzahl patientenspezifischer Modelle erzeugt wird, wird an einem standardisierten Individualisierungsprozess geforscht. Dieser dient dem Komplexitätsmanagement von individualisierten Strukturen und unterstützt die Kontrolle der internen Vielfalt. Auf den patientenindividuellen Gefäßmodellen aufbauend wird ein neurointerventionelles Trainingsmodell entwickelt, an dem Mediziner die minimalinvasive, katheterbasierte Behandlungen von Gefäßerkrankungen trainieren können.

Neben der Entwicklung von Gefäß- und Trainingsmodellen gehört zum Anwendungsfeld der Medizintechnik auch die Entwicklung von Methoden zur Individualisierung von Medizinprodukten. Hierbei wird das Medizinprodukt wiederholt an die individuellen Anatomien jedes einzelnen Patienten angepasst. Um dies komplexitätsbeherrschbar durchführen zu können, muss ein Unternehmen ein geeignetes Vorgehen implementieren, das die Besonderheiten der Produktindividualisierung berücksichtigt und wiederholte Anpassungen ermöglicht.

Laufende Projekte
  • CHARLIE - Entwicklung einer Methode für die Qualitätssicherung in der fokalen Strahlentherapie des Prostata-Karzinoms, FKZ: 03fmthh2019, seit 2020:
    Das Projekt wird gefördert durch das Forschungszentrum Medizintechnik Hamburg (fmthh). In Kooperation mit u.a. dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).
  • COSY-SMILE - Completely Synthetic Stroke Model for Interventional Development and Education, FKZ: 031L0154A, seit 2019:
    Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme "Alternativmethoden zum Tierversuch". In Kooperation mit u.a. dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).
  • PIQUAL - Prostate Phantom for MRI-targeted biopsy Improvement of internal Quality Assurance and Learning Curve, seit 2019:
    Das Projekt wird durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) im Rahmen eines Studierendenprojekt gefördert. In Kooperation mit u.a. dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).
  • BELUCCI - Individualisierte Flow Diversion Behandlung: Methodische Unterstützung zur individualisierungsgerechten Produktentwicklung und Weiterentwicklung eines In-Vitro Gefäßmodells zur Validierung, FKZ: 13GW0274D, seit 2018:
    Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). In Kooperation mit u.a. dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) und Acandis.
  • ELBE-NTM - Development and Evaluation of a Patient-Based Neurointerventional Training Model: Entwicklung eines neurointerventionellen Trainingsmodells (NTM) zum Training katheterbasierter Operationen zur Behandlung von Hirngefäßaneurysmen, FKZ: 031L0068A, seit 2016:
    Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme "Alternativmethoden zum Tierversuch". In Kooperation mit u.a. dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).
Abgeschlossene Projekte
  • Hamburg TAVI-Studie - Post mortale Untersuchung zur Degeneration von minimalinvasiven und konventionellen Aortenklappen-Prothesen, 2019 - 2020:
    Das Projekt wurde gefördert durch das Forschungszentrum Medizintechnik Hamburg (fmthh). In Kooperation mit u.a. dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).
  • ALSTER - Aneurysm Like Synthetic bodies for Testing Endovascular devices in Reality: Entwicklung originalgetreuer, dreidimensionaler Modelle von intrakraniellen Arterien und Aneurysmen mittels additiver Fertigung, 2013 - 2015:
    Das Projekt wurde gefördert durch das Forschungszentrum Medizintechnik Hamburg (fmthh). In Kooperation mit u.a. dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).