CritSupPort - Management kritischer Lieferketten bei eingeschränktem Hafenbetrieb - Systemanalyse der "Drehscheibe Hafen"

Das Ziel des Forschungsprojekts CritSupPort ist es, sektorübergreifende Maßnahmen zu entwickeln, die die Versorgungssicherheit Deutschlands bei eingeschränktem Hafenbetrieb stärken. Das Teilvorhaben der TUHH adressiert dabei die zentrale Rolle der Häfen als logistische Drehscheiben und kritische Knotenpunkte im Güterverkehr. Störungen im Hafen haben schnell weitreichende Kaskadeneffekte entlang der Lieferketten. Das Teilvorhaben verfolgt dabei das Ziel, die „Drehscheibe Hafen“ (im Detail ihre physischen Strukturen, Abhängigkeiten und Kommunikationswege) als zentrales Element maritimer Lieferketten systematisch zu erfassen, zu analysieren, zu modellieren und hinsichtlich ihrer Krisentauglichkeit und Resilienz zu bewerten.
 

Projektdauer 01.02.2026 – 31.01.2029
Projektförderung Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Unser Status Projektpartner
Ansprechpartner Marvin Kastner
Website tbd
Projektpartner Das Projektkonsortium setzt sich wie folgt zusammen:
 
  • inter 3 GmbH Institut für Ressourcenmanagement, Berlin
  • Technische Universität Hamburg (TUHH), Institut für Maritime Logistik, Hamburg
  • Technische Hochschule Köln, Köln
  • Bonn Consulting Group GmbH, Bonn
  • Logistik-Initiative Hamburg Management GmbH (LIHH), Hamburg
  • Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), Hamburg

Kurzbeschreibung

Häfen sind zentrale Knotenpunkte globaler Lieferketten und spielen eine entscheidende Rolle für die Versorgungssicherheit von Wirtschaft und Gesellschaft. Störungen durch Krisen, Extremwetterereignisse, geopolitische Konflikte oder technische Ausfälle können hier weitreichende Auswirkungen entfalten. Umso wichtiger ist es, die Resilienz von Hafen- und Logistiksystemen systematisch zu verstehen und gezielt zu stärken. Im Rahmen von CritSupPort werden logistische, technische, organisatorische und kommunikative Prozesse des Hafenbetriebs sowie deren Interdependenzen im Vor- und Nachlauf untersucht. Im Vordergrund steht die wissenschaftliche Weiterentwicklung von Methoden zur systemanalytischen Beschreibung komplexer logistischer Infrastrukturen unter Krisenbedingungen. Durch die Verbindung empirischer Analysen mit modellgestützten Verfahren sollen neue Erkenntnisse über die Funktionsfähigkeit, Verwundbarkeit und Anpassungsfähigkeit von Hafen- und Logistiksystemen gewonnen werden. Kernziel ist außerdem die Entwicklung eines generalisierbaren Systemmodells des Hafens, das logistische, organisatorische, technische und kommunikative Strukturen integriert und dabei sowohl den Regel- als auch den Krisenbetrieb abbilden kann. Dieses Modell bildet die Grundlage für die Ableitung von Maßnahmen zur Stärkung der Versorgungssicherheit, für die Entwicklung von Entscheidungs- und Kommunikationsverfahren, welche eine abgestimmte Priorisierung und Versorgung kritischer Güter im Krisenfall ermöglichen und stellt darüber hinaus eine methodische Innovation dar, da es erstmals die sektorübergreifenden Abhängigkeiten zwischen Akteuren, Prozessen und Informationsflüssen in dieser Tiefe analysiert und bewertet.
 

 

 

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt unter dem Förderkennzeichen 13N17740 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.