Institut iLAS

Die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1978 sowohl in der Ausbildung von Ingenieurnachwuchs als auch in der industrienahen Forschung etabliert. Das an der TUHH angesiedelte Institut für Laser- und Anlagensystemtechnik (iLAS) wurde im Jahre 2001 begründet. Das iLAS baut mit derzeit 18 festangestellten Mitarbeitern die Kernkompetenzen im Bereich innovativer Laserverfahren mit dem Ziel aus, die vielfältigen Technologielösungen in industriereife Applikationen zu überführen. Zu diesem Zwecke wurde 2009 die LZN Laser Zentrum Nord GmbH als Kompetenzzentrum für den Wissens- und Technologietransfer für die Lasertechnologie in Form einer 100%igen Tochter der TUHH und der Freien und Hansestadt Hamburg ausgegründet.

Die Bearbeitung öffentlich und industriell geförderter Forschungsvorhaben erfolgt am iLAS in sechs Kompetenzfeldern, die sich nach verschiedenen Arbeitsschwerpunkten gliedern. Die Kompetenzfelder sind AirLAS (Innovativer Leichtbau durch Konstruktion und Technologie), MedLAS (Lasergestütze Fertigung von Medizinprodukte), RoLAS (Robotergestütze Laserblechbearbeitung), SynLAS (Laserbearbeitung synthetischer Werkstoffe), ToolLAS (Innovativer Maschinen- und Werkzeugbau) und ShipLAS (Effiziente Fertigung von 3D-Schiffssektionen).

Das Institut verfügt durch die Unterstützung zahlreicher Industrieunternehmen und die enge Kooperation mit dem Laser Zentrum Nord über eine hochmoderne und einzigartige Ausstattung an Lasersystemtechnik. Hierzu gehören Laserstrahlquellen für die Materialbearbeitung mit Leistungen zwischen 50 W und 30 kW. Zur Entwicklung automatisierter Lösungen kann auf verschiedenste mehrachsige Bearbeitungszentrum sowie Robotersysteme zurückgegriffen werden. Für die Remote-Bearbeitung, d.h. die Werkstückbearbeitung über Entfernungen von mehr als 1,5 m stehen am iLAS entwickelte Scannersysteme zur Verfügung.

Seit der Gründung im Jahr 2001 ist das iLAS auf dem Gebiet des Rapid Manufacturing tätig. In bisherigen Forschungsprojekten lag der Schwerpunkt auf der Optimierung und lasergenerativen Herstellung medizinischer Produkte oder Werkzeugformen. Dafür kamen insbesondere reaktive Werkstoffe, wie z. B. Titanlegierungen, zum Einsatz. Zudem kann auf umfangreiche Erfahrung auf dem Gebiet des Leichtbaus durch Topologieoptimierung und bionischer Konstruktion von Bauteilen zurückgegriffen werden, die in verschiedenen Forschungsprojekten entwickelt wurden und hohe Gewichtseinsparungen erzielen konnten.
 
Der Institutsleiter Herr Prof. Dr.-Ing. C. Emmelmann blickt auf eine über 20-jährige Berufserfahrung im Bereich der Lasermaterialbearbeitung zurück, die er insbesondere in seiner 10-jährigen Geschäftsbereichsverantwortung beim weltgrößten Laserhersteller Rofin im nationalen und internationalen Laseranwendungsmarkt erfolgreich vertiefen konnte. Neben der Bearbeitung öffentlich geförderter Projekte wickelt iLAS im Schwerpunkt nationale und internationale Industrieprojekte ab, z. B. zum Laserfügen, zum Rapid Manufacturing sowie zur Qualitätssicherung.