Studienabbruch von Frauen in den Ingenieurwissenschaften

Analyse Studienabbruch relevanter Studienerlebnisse zur Exploration von Ansatzpunkten zur Erhöhung der Bindungskräfte technischer Studiengänge

 

 

Ziel der Studie ist es, Ansatzpunkte zur Minderung der extrem hohen Schwundquote von Frauen in technischen Studiengängen zu explorieren. Ausgehend von einer gender-sensitiven Typologie auf der Grundlage der Technikhaltungen und Studienleistungen von Studienabbrecherinnen sollen Studienabbruch relevante sowie Bindung stiftende Erlebnisse in einer qualitativen Studie (Die Methode des episodischen Interviews und die Methode der Repertory-Grid-Technik werden zu episodischen Grid-Interviews integriert) ermittelt werden. In einer anschließenden Online-Erhebung sollen die auf dieser Basis gewonnenen Befunde quantifiziert werden. Sowohl die qualitative als auch die quantitative Erhebung sollen an den Hochschulen der T9-Gruppe, den neun größten Technischen Universitäten in Deutschland, und an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) durchgeführt werden.

Mit dem Projekt sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie effektive, genderorientierte Unterstützungs- und Begleitangebote in technischen Studiengängen gestaltet werden sollten, um Studienabbrüche zu vermeiden. Insbesondere das Studium begleitende Maßnahmen werden gegenwärtig nur selten an Hochschulen angeboten. Diese sind aber dringend erforderlich, wie die sehr hohen Schwundquoten belegen. Zudem wird mit der Studie ein Forschungsbedarf nach fachspezifischen Studienabbruchstudien aufgegriffen und für die Disziplin der Ingenieurwissenschaften bearbeitet.