Willkommen am Institut für Verkehrsplanung und Logistik
an der Technischen Universität Hamburg (TUHH)

 

Wir möchten hier über unsere Aktivitäten in FORSCHUNG und LEHRE informieren.


Christoph Aberle hält Vortrag über Mobilität und Digitalisierung
Am 09.04.2019 hat Christoph Aberle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verkehrsplanung und Logistik, in Hamburg-Wandsbek einen Impulsvortrag über neue Mobilitätsformen gehalten. Unter dem Titel "Smart Mobility – ein Fortschritt für Viele?" ging er u.a. auf die ITS-Strategie der Stadt Hamburg und auf die Ridepooling-Angebote Ioki, MOIA und CleverShuttle ein. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche gesellschaftlichen Gruppen nicht (gleichermaßen) von der Digitalisierung der Mobilität profitieren.
Auf Christoph Aberles Impulsvortrag folgte eine angeregte Fishbowl-Diskussion u.a. mit Sebastian Hofer, Innovationsmanager der Hamburger Hochbahn und mit Vertreter*innen der Hamburger Sozialarbeit.
Der Vortrag fand im Rahmen der Tagung "Die digitale Kluft – Verschärft Digitalisierung die Ungleichheit?" statt. Diese wurde von der Arbeitsgemeinschaft Soziales Hamburg unter Beteiligung von Prof. Dr. Ingrid Breckner (HafenCity Universität Hamburg) ausgerichtet.
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UrbanRural SOLUTIONS: Daseinsvorsorge geht uns alle an

Pressemitteilung: Hamburg, den 29.03.2019

  • Wie komme ich zur Arztpraxis, meine Kinder zum Kindergarten oder zur Schule?
  • Finden sie dort auch einen Platz?
  • Wo sind die nächstgelegenen Einkaufsmöglichkeiten und wie komme ich da auch ohne eigenes Auto hin?
  • Welche Freizeitangebote machen eine Region für Jugendliche attraktiv?

Diese Fragen hat sich eine 13-köpfige Innovationsgruppe in den letzten vier Jahren am Beispiel von drei Regionen in Deutschland gestellt. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben die Mitglieder der Gruppe aus Raum- und Verkehrsplanung, Wirtschafts- und Innovationswissenschaften sowie kommunalen Verwaltungen der Regionen Stadt Köln (und Umland), dem Erweiterten Wirtschaftsraum Hannover und dem Landkreis Göttingen-Osterode am Harz gemeinsam Antworten auf Herausforderungen der Daseinsvorsorge gesucht.

Die Gruppe entwickelte zusammen mit regionalen Akteuren Ansätze, um Orte und Angebote der Daseinsvorsorge zukunftsfähig zu gestalten...

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Die entwickelten Ansätze umfassen sowohl die Gestaltung von regionalen Dialogprozessen, einzelne Projekte vor Ort als auch digitale Karten als Planungsgrundlagen und werden von regionalen Akteuren der drei Regionen nach Projektende weiter umgesetzt. Die Grundlagen dafür wurden in regionalen Workshops in den niedersächsischen Landkreisen Nienburg/Weser, Heidekreis, Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Göttingen-Osterode am Harz sowie der Stadtregion Köln gelegt. Anbietende und Fachleute der Daseinsvorsorge, wie beispielsweise Kommunalverwaltungen, Betriebe des Einzelhandels, die Kassenärztlichen Vereinigungen und medizinisch Tätige aus den Regionen wurden bereits hier an der Erarbeitung der späteren Ergebnisse beteiligt. Diese wurden am 06.02.2019 in Köln und am 26.02.2019 in Göttingen auf Abschlusskonferenzen mit insgesamt über 200 Gästen einem interessierten Publikum aus Wissenschaft und Praxis präsentiert. In den Grußworten sowohl des fördernden Bundesministeriums als auch der beteiligten Regionen wurde der große Mehrwert der im Projekt erarbeiteten, konkreten Ideen betont - selten hätte man aus einem Forschungsprojekt so viel mitnehmen können. Dieser greifbare Mehrwert zeigte sich auch in dem großen Anteil der Praxis an den Teilnehmenden der Abschlusskonferenzen, betonte die Gesamtkoordinatorin der Innovationsgruppe, Dr.-Ing. Gesa Matthes.
Über die vierjährige Projektlaufzeit wurden in den Praxisregionen jeweils Netzwerke entwickelt bzw. gestärkt, die künftig die Organisation der Daseinsvorsorge erleichtern sollen. Durch die Unterstützung der Innovationsgruppe ist es in Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen vor Ort gelungen, Maßnahmen bis zur Umsetzungsreife zu entwickeln. So freut sich Regina Meyer, Demografiebeauftragte des Landkreises Göttingen, „dass die Analysen des Projektes eine wichtige Arbeitsgrundlage für weitere Planungen des Landkreises geworden sind. Wir können somit eine Statistikstelle aufbauen und setzen nun den damit verbundenen Prozess 'Demografie- und Sozialmonitoring' im laufenden Jahr um.“ Prof. Dr. Dörte Diemert, Kämmerin der Stadt Köln, stellte heraus, dass vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis entscheidend zum Projekterfolg beigetragen habe. Die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit in UrbanRural SOLUTIONS habe dazu geführt, in den Regionen eine gute Basis für zukünftige Lösungsansätze in der interkommunalen Kooperation zu legen.
„Insgesamt konnten die im Projekt engagierten Städte und Landkreise nicht nur inhaltlich von der Teilnahme an der BMBF-geförderten Innovationsgruppe UrbanRural SOLUTIONS profitieren, sondern haben mit dem 'Werkzeugkoffer Dialogprozess' und dem parallel entstandenen digitalen Daseinsvorsorgeatlas zwei hervorragende Instrumente zur Verfügung, um künftige Projekte im Bereich der Daseinsvorsorge gemeinsam zu bearbeiten“, so Landrat Tjark Bartels, Vorsitzender des Netzwerks Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover.
Der in Kooperation mit dem Land Niedersachsen entwickelte „Digitale Daseinsvorsorgeatlas“. ist eine web-basierte Software für Fachplanungen in öffentlichen Behörden, die sich ein Bild über die Verteilung und Erreichbarkeit von Arztpraxen, Einkaufsmöglichkeiten, Kitas oder Schulen machen möchten. Gleichzeitig dazu erhalten sie Einblick in kleinräumige Bevölkerungsdaten und -verteilung. "Perspektivisch möchte die Stadtverwaltung mit dem Werkzeug arbeiten", so Klaus Becker, Bürgermeister der Stadt Osterode am Harz: "denn mit dem digitalen Daseinsvorsorgeatlas haben wir als Stadt eine hilfreiche Grundlage für strategische Entscheidungen, zum Beispiel für die Kita- oder Grundschulplanung".
Mit Ende des Projekts UrbanRural SOLUTIONS beginnt für den "Daseinsvorsorgeatlas Niedersachsen" eine Pilotphase, in der die Fachplanungen aus dem Landkreis Göttingen und dem Erweiterten Wirtschaftsraum Hannover die Einführung dieses Instruments zunächst in Niedersachsen begleiten werden. Mit dem Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung und dem Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) konnten starke Partner für die Verstetigung dieses neuen Planungswerkzeug gewonnen werden. Die zuständige Ministerin Birgit Honé lobt die zum aktuellen Stand bereits geleistete Arbeit: „Die bisherige Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Daseinsvorsorgeatlas war sehr erfolgreich. Wir werden die Arbeit in enger Kooperation mit den kommunalen und regionalen Akteuren fortführen und den Ansatz nach positivem Abschluss der Pilotphase auf ganz Niedersachsen ausweiten. Mit dem Daseinsvorsorgeatlas Niedersachsen entwickeln wir ein einmaliges, in hohem Maße praxisnahes und zukunftsweisendes Instrumentarium für die Planungsträger auf kommunaler, regionaler und auf Landesebene.“
Die Ergebnisse und Erfahrungen aus der Arbeit sowie Handreichungen zu den entwickelten Methoden wurden in verschiedenen Berichten zusammengefasst. Sie können auf den Internetseiten der am Projekt beteiligten Institutionen und unter www.vsl.tu-harburg.de/urbanruralsolutions heruntergeladen werden.
Weitere Auskünfte zum Daseinsvorsorgeatlas Niedersachsen erteilt das Referat Regionale Landesentwicklung im Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung. Die an UrbanRural SOLUTIONS beteiligten Institutionen waren:
- Technische Universität Hamburg, Institut für Verkehrsplanung u. Logistik (TUHH/VPL - Gesamtkoordination)
- Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), Hannover
- Finanzwissenschaftliches Forschungsinstitut an der Universität zu Köln (FiFo)
- ILS Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH, Dortmund
- Landkreis Göttingen, Referat Demografie und Sozialplanung
- Region Hannover/Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover (NEWH)
- Stadt Köln, Dezernat Finanzen
- Technische Universität Hamburg, Institut für Technologie- und Innovationsmanagement (TUHH/TIM)
Kontakt: Dipl.-Geogr. Gesine Nitsios (geb. Holst)
TUHH, Institut für Verkehrsplanung und Logistik (W8)
Tel: (+49) 40 - 428 78 - 2753 Fax: (+49) 40 - 427 31 - 4198



Christoph Aberle referiert bei der VSVI über "Mobilitätsarmut"
Am 04.12. hat Christoph Aberle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am VPL, das Projekt MobileInclusion vorgestellt. Die Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure in Hamburg e.V. hatte zu ihrer jährlichen Vortragsreihe "HerbstVerkehr" geladen. Mit seiner Erörterung der sozialen Bedeutung des Nahverkehrs hielt Christoph Aberle den letzten Beitrag der diesjährigen Reihe. Auf die Präsentation folgte eine angeregte Diskussion u.a. mit Vertretern der Hamburger Hochbahn und der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation.
Zum Projekt MobileInclusion


NDR-Beitrag über "Mobilitätsarmut" in Hamburg-Steilshoop

Am 14.11. hat das Hamburg-Journal im NDR einen Fernsehbeitrag über "Mobilitätsarmut" in Hamburg-Steilshoop gesendet. Als Experte wurde Prof. Carsten Gertz interviewt, der das Institut für Verkehrsplanung und Logistik leitet. Institutsmitarbeiter*innen forschen im Rahmen des Projekts MobileInclusion zum Thema Mobilität und soziale Ausgrenzung.
Zum NDR-Beitrag (Video, 2:40 Minuten)


Automatisiertes Fahren in der Transportwirtschaft

Sandra Lunkeit, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Verkehrsplanung und Logistik, gab beim diesjährigen Symposium zum Transportrecht am 09. November 2018 in Dresden eine Einführung in die Grundlagen des automatisierten Fahrens. Dabei wurde die Frage erörtert, ob das automatisierte Fahren sinnvoll, wirtschaftlich vertretbar und technisch machbar ist. Das Symposium befasste sich neben Neuerungen in der transportrechtlichen Rechtsprechung auch mit technischen, ethischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Aspekten eines automatisierten Straßen(güter)verkehrs sowie möglichen Veränderungen durch den „Brexit“.


Das Institut für Verkehrsplanung und Logistik ist auf der Pegasus-Jahrestagung vertreten

Drei Mitarbeiter*innen des Instituts haben sich am 11.-13. Oktober 2018 an der Pegasus-Jahrestagung in München beteiligt. Julia Tahedl hat das 90-minütige Mobilitätscafé "Leben mit der Straße: Verkehrsfläche und Straßenraum gemeinsam denken" geleitet. Matthias Grote stellte ein Poster zum Projekt TaBuLa vor, in dem er das Potenzial für automatisierten Busverkehr in Lauenburg erforscht. Christoph Aberle hat das Forschungsprojekt  MobileInclusion vorgestellt, in dem er sich mit der Mobilität sozial ausgegrenzter Menschen befasst.
Das Pegasus-Netzwerk bietet eine Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Mobilitäts- und Verkehrsforschung. Zur Pegasus-Homepage