In der maritimen Logistik sind Simulation und mathematische Optimierung gängige Methoden zur Planung, Untersuchung und Bewertung von Lösungen. Um neue Ansätze und Verfahren unter realistischen Bedingungen zu testen, werden dringend umfangreiche reale Betriebsdaten benötigt. Da umfassende reale Daten oft nicht zur Verfügung stehen oder nicht freigegeben werden, ist die Generierung synthetischer Daten ein hilfreicher Weg, um dieses Problem zu umgehen. Ein Einsatzbeispiel ist die Untersuchung der Betriebsabläufe auf Containerterminals, den logistischen Knotenpunkten, die die Wasserseite mit dem Hinterland verbinden und Container zwischen Schiffen unterschiedlicher Größe, Zügen und Lastwagen umschlagen. Der Containerterminal fungiert als Puffer zwischen den Verkehrsträgern und bietet die Möglichkeit, die Container für einige Stunden oder Tage auf dem Gelände abzustellen. Die Ankünfte der Verkehrsmittel inklusive der zu löschenden und zu ladenden Container stellen Containerflüsse durch das Terminal dar.
Mit ConFlowGen, kurz für Container Flow Generator, wurde am Institut für Maritime Logistik ein IT-Tool entwickelt, das in der Lage ist, solche synthetischen Szenarien zu erzeugen. Es wurde erstmals auf der LDIC-Konferenz 2022 vorgestellt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Das Tool wurde sowohl in internen Projekten des Instituts als auch in Abschlussarbeiten von Studenten eingesetzt.