26.10.2026

SMART Reactors: Forschung für intelligentere Reaktoren

Rund 90 Teilnehmende diskutierten an der TUHH Forschungsergebnisse und die zweite Förderperiode des Sonderforschungsbereichs.

Wie lassen sich chemische Reaktoren präziser steuern und komplexe Prozesse besser verstehen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Annual Conference 2026 des Sonderforschungsbereichs CRC 1615 „SMART Reactors“ vom 7. bis 9. Oktober 2026 in Hamburg. Rund 90 Teilnehmende aus den beteiligten Institutionen und weitere Gäste kamen im Gebäude der TuTech Innovation GmbH in der Harburger Schlossstraße zusammen, um aktuelle Forschungsarbeiten vorzustellen und die Weiterentwicklung des gemeinsamen Forschungsprogramms zu diskutieren.

Im Mittelpunkt stand die Entwicklung intelligenter Reaktorsysteme, die funktionale Materialien, innovative Sensorik, experimentelle Methoden und datenbasierte Modelle miteinander verbinden. Ziel ist es, chemische und biochemische Prozesse besser zu erfassen und gezielter zu beeinflussen.

Die Teilprojekte präsentierten ihre Forschungsarbeiten jeweils in Vorträgen und auf Postern. Die Themen reichten von Transport- und Mischvorgängen in Mikroreaktoren über die Untersuchung komplexer Mehrphasenströmungen bis zur Entwicklung funktionaler Elektrodenstrukturen für Bioreaktoren. Weitere Beiträge befassten sich mit stimuli-responsiven Hydrogelen und Lyogelen, anpassungsfähigen Oberflächen sowie der Integration funktionaler Materialien in adaptive Reaktorgeometrien.

Auch neue Methoden zur Prozessüberwachung standen im Fokus. Vorgestellt wurden unter anderem die Nutzung elektrischer Impedanz zur Bestimmung von Prozessparametern, Wasserstoffsensorik, spektroskopische Verfahren und innovative Sensorteilchen zur Untersuchung von Strömungsprozessen. Ergänzend diskutierten die Forschenden datengetriebene Simulationen, Mehrskalmodellierung und lernbasierte Verfahren zur Steuerung intelligenter Reaktoren. Die Beiträge verdeutlichten, wie experimentelle Erkenntnisse, Messdaten und mathematische Modelle zusammenwirken können, um Prozesse besser zu verstehen und ihre Steuerung weiterzuentwickeln.

Neben dem wissenschaftlichen Austausch war die Weiterentwicklung des Forschungsprogramms für die zweite Förderperiode ein zentrales Ziel der Konferenz. In intensiven Diskussionen arbeiteten die Beteiligten an gemeinsamen Fragestellungen und den nächsten Forschungsschritten. Das Scientific Advisory Board brachte zusätzliche externe Perspektiven ein. Vor Ort nahm Dr.-Ing. Joachim Ritter von der Bayer AG teil; weitere Mitglieder des Gremiums waren online zugeschaltet.

Die Konferenz bot eine Plattform, um wissenschaftliche Fortschritte zusammenzuführen, neue Ansätze zu diskutieren und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden hoben insbesondere die erzielten Fortschritte, die erfolgreiche Kooperation und den ausgeprägten Teamgeist hervor.

Mit ihrer Arbeit wollen die Forschenden des CRC 1615 „SMART Reactors“ dazu beitragen, Reaktorsysteme durch das Zusammenspiel von Materialien, Sensorik, Modellierung und Prozesssteuerung intelligenter und anpassungsfähiger zu gestalten.

Mehr erfahren: Webseite des Sonderforschungsbereichs CRC 1615 „SMART Reactors“

 

Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung einer KI erstellt und redaktionell geprüft.