05.10.2026

„CareerNetwork Hamburg“ vom Stifterverband ausgezeichnet

Konzept von TU Hamburg, HAW und Universität Hamburg soll internationalen Absolvent*innen den Weg in den Arbeitsmarkt erleichtern
Foto: TU Hamburg
Die TU Hamburg ist eine von drei beteiligten Hochschulen am „CareerNetwork Hamburg“

Hamburg ist ein attraktiver Studienort für viele internationale Studierende. Insbesondere in den sogenannten MINT-Fächern, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Hochschulen der Hansestadt wirken mit verschiedenen Programmen bereits seit Jahren darauf hin, ihre Absolventinnen und Absolventen für den norddeutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Mit dem „CareerNetwork Hamburg“ werden diese Initiativen nun noch zielgenauer ausgerichtet.

In der Förderlinie „Leuchttürme MINTernational“ des Stifterverbandes konnte sich das „CareerNetwork Hamburg“-Konzept gegen zahlreiche andere Projekte durchsetzen und wurde als Modellvorhaben für die Region Nord ausgewählt. Die Förderung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro sowie einer ideellen Begleitung durch den Stifterverband und seine Partnereinrichtungen verbunden.

Bereits während der gemeinsamen Antragserstellung haben die Universität Hamburg, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und die Technische Universität Hamburg (TUHH) ihre besondere Kollaborationskompetenz unter Beweis gestellt. Das Netzwerk der drei großen staatlichen Hochschulen erarbeitete gemeinsam mit der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und dem internationalen Halbleiterhersteller NXP den Antrag, der von der Universität Hamburg eingereicht wurde. Zusammen mit acht weiteren Einrichtungen und Unternehmen wird das „CareerNetwork Hamburg“ Maßnahmen entwickeln und umsetzen, die internationale Studierende schon während ihrer Zeit an den Hochschulen mit der Wirtschaft in Kontakt bringen und sie so langfristig für Hamburg gewinnen. 

Großes Potenzial für Wirtschaftsstandort

Konkret wird im ersten Schritt eine zweisprachige Landingpage entwickelt, die die verschiedenen Phasen des Arbeitsmarkteinstiegs abbildet und einen Überblick über das gesamte Angebot des regionalen Netzwerkes bietet. Denn die zentrale Herausforderung liegt aktuell nicht im Fehlen von Maßnahmen, sondern darin, dass sie an verschiedenen Stellen dargestellt werden und so nicht gut sichtbar und auffindbar sind. Ergänzt wird der neue Zugang durch einen mehrsprachigen KI-Buddy, der den Nutzenden in 120 Sprachen interaktive Beratung bietet und sie diversitätssensibel und individuell auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt begleitet.

Prof. Thorsten Kern, Vizepräsident für Lehre der TUHH: „Internationale Studierende sind für die TU Hamburg ein wichtiger Teil unserer Hochschulgemeinschaft und zugleich bieten sie ein großes Potenzial für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Hamburg. Die TUHH unterstützt internationale Studierende deshalb bereits heute mit vielfältigen Angeboten beim Studienerfolg und beim Übergang in den deutschen Arbeitsmarkt. Das TUHH-Career Center hat hier mit dem vom DAAD geförderten Projekt FitING in Germany ein Angebot geschaffen, das speziell internationale Studierende bei der Entwicklung ihrer beruflichen Perspektiven in Deutschland unterstützt. Mit dem ‚CareerNetwork Hamburg‘ geht Hamburg einen wichtigen Schritt weiter: Gemeinsam mit Partner*innen aus Hochschulen, Arbeitsmarkt und Wirtschaft machen wir vorhandene Expertise und hilfreiche Angebote besser sichtbar und für internationale MINT-Studierende leichter zugänglich. Die Förderung durch den Stifterverband bestätigt die Relevanz dieses Ansatzes. Ziel ist es, internationalen Studierenden in Hamburg frühzeitig Orientierung über berufliche Möglichkeiten, Anforderungen und konkrete Wege in eine qualifikationsadäquate Beschäftigung zu geben.“

Der Stifterverband würdigte insbesondere die überzeugende Gesamtstrategie, die auf bereits bestehenden Projekten und Angeboten aufbaut, die enge Verzahnung der beteiligten Partner sowie das hohe Potenzial des Ansatzes, um nachhaltig zu wirken und vor allem auch auf andere Regionen übertragen zu werden.

In der Förderinitiative „Leuchttürme MINTernational“ wählen die Landeskuratorien des Stifterverbandes jeweils sogenannte Modell-Regionen aus Hochschulen, Unternehmen, Politik und Behörden aus, die das Ziel haben, die Arbeitsmarktintegration internationaler MINT-Studierender zu verbessern. Das Programm wird insbesondere von der GEA Foundation, der Fritz Henkel Stiftung, der Mitteldeutschen Stiftung Wissenschaft und Bildung sowie von Gesamtmetall gefördert.