Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich 24 Doktorand:innen verschiedener Universitäten bei unserem diesjährigen VHB-ProDok-Kurs „Qualitative Research Methods – Processes and Methods of Qualitative and Mixed Method Research“.
Vom 14. bis 17. September 2026 fand unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Wrona erneut das Doktorandenseminar statt. Auch in diesem Jahr konnte Prof. Dr. Jo Reichertz vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen für mehrere thematische Schwerpunkte des Seminars gewonnen werden. Gemeinsam vermittelten sie den Teilnehmer:innen einen umfassenden Einblick in zentrale Prozesse und Methoden der qualitativen und methodenintegrativen Managementforschung.
Neben der Diskussion verschiedener Methoden der Erhebung qualitativer Daten wurden eine Bandbreite unterschiedlicher Analysemethoden behandelt. Dabei wurden Methoden vorgestellt, die sich eher auf den Inhalt der erhobenen Daten beziehen, wie etwa die qualitative Inhaltsanalyse und Varianten der Grounded Theory, als auch Methoden, die über das Gesagte hinausreichen und in der Tradition der Hermeneutik stehen. Erstmals wurde in diesem Jahr dabei auch die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in der qualitativen Sozialforschung behandelt. Darüber hinaus wurden eine Reihe praktischer Übungen, z.B. zur Interviewführung oder zur Kodierung, in den Kurs integriert.
Der seit 2010 angebotene Kurs ist Teil des Kerncurriculums von VHB-ProDok und verfolgt das Ziel, Promovierenden das methodische Rüstzeug für qualitative und methodenintegrative Forschungsarbeiten zu vermitteln. Gleichzeitig bietet er Raum, die Anwendung qualitativer Methoden, ihre Indikation und die daraus gewonnenen Befunde kritisch zu reflektieren.
Mit dem VHB-ProDok Programm unterstützt der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) die Ausbildung von Promovierenden in der Betriebswirtschaftslehre. Das Programm ergänzt die universitäre Ausbildung durch regelmäßig stattfindende übergreifende und fachspezifische Kurse.