Beim Wort „Roboter“ denken viele an eine Art Mensch aus Metall, mit Armen, Beinen, Torso und Kopf. So wie der goldige C-3PO aus „Star Wars“. Oder der böse T-800 aus „Terminator“. Solche Wesen sind noch immer Science Fiction. In der Praxis hat sich jedoch eine andere Art Roboter längst durchgesetzt: ein meist stationärer, starrer, hochpräziser Sechs-Achs-Knickarm, der für seine jeweilige Aufgabe optimiert ist. Er kann zum Beispiel Teile greifen, vereinzeln und sortieren. Er kann stundenlang gleichmäßige Schweißnähte ziehen, Groß-Serien lackieren und beschichten, Dichtmasse, Klebstoff oder Verguss präzise auftragen, Waren auf Paletten stapeln oder von diesen herunternehmen, schleifen, polieren und entgraten. Doch die Aufgaben müssen wiederholbar und klar definiert sein und in einer kontrollierten Umgebung stattfinden.
Die sogenannte Softrobotik, an der Malte Grube am Institut für Mechanik und Meerestechnik der Technischen Universität Hamburg (TUHH) forscht, dreht das Bild der menschlichen Maschine um. Softroboter bestehen aus nachgiebigen Materialien, die sich biegen, drehen und sicher berühren können. „Wir wollen die Verformungen der weichen Materialien nicht loswerden, sondern produktiv nutzen“, erklärt Grube, der für seine Dissertation über die sanften Roboter gerade mit dem Wissenschaftspreis der Gisela und Erwin Sick Stiftung für innovative Lösungen ausgezeichnet worden ist.