01.06.2026

Rückblick auf den 3. HackathOERn in Göttingen

von Anna Lena Möller
Foto: edu-sharing.net

Vom 11. bis 13. Mai 2026 veranstaltete die GWDG (Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung) in Göttingen den 3. HackathOERn.

Gemeinsam tüfteln für offene Bildung

An diesen beiden Tagen drehte sich alles um frische Ideen, spannende Prototypen und offene Zusammenarbeit für nachhaltige Bildungsinfrastrukturen, Open Educational Practices (#OEP) und Open Educational Resources (#OER). Mitten drin: Anna Lena Möller von der Hamburg Open Online University (HOOU). Sie unterstützte David Stollger und Edmund Kacaj vom Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften (TIB) mit ihrer Moodle-Expertise beim Hackathron-Pitch.

 

Gruppenfoto vor dem Fenster mit Blick ins Grüne
Foto: Noreen Krause und David Stöllger, TIB/Twillo

Künstliche Intelligenz und offene Bildung zusammen denken

Bei dieser Ausgabe des HackathOERn drehten sich selbstverständlich viele der Ideen und Gespräche um das Thema Künstliche Intelligenz und die technischen sowie menschenzentrierten Möglichkeiten ihres Einsatzes. Die Einladung zu einer Führung durch das Rechenzentrum, in dem die GWDG eigene KI-Modelle für den Hochschulgebrauch in Niedersachsen betreibt, wurde daher sehr gerne angenommen. Un auch außerhalb der Hacking-Sessions wurde angeregt von Mensch zu Mensch über ethische Fragen, verantwortungsvolle Lösungen und individuelle Erfahrungen im Umgang mit KI gesprochen – über Ländergrenzen hinweg. Denn das ist der eigentliche Kern der OER-Community: der Austausch von Menschen, die gemeinsam Verantwortung übernehmen, um Bildung für alle Menschen zugänglich zu machen!

Kollaboration europaweit denken

Das gemeinsame Team von Twillo und der Hamburg Open Online University arbeitete konzeptionell an einem prototypischen Chatbot zur Unterstützung der Metadatenerfassung und -bearbeitung. Auch wurden neue Vernetzungsmöglichkeiten zwischen OER-Infrastrukturen diskutiert. Dabei ergab sich schnell eine Überschneidungsfläche mit dem Team der Bildungsinitiative SURF von der Universität Utrecht, sodass das Team sich der Pitch-Idee anschloss. Außerdem fand ein reger Austausch mit dem Team des Projekts fAIr von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften statt. Dieses befasste sich in seinem Prototyping mit der Idee einer botunterstützten OER-Suche die auch das Remixen von Inhalten beinhaltete.

Wie immer heißt es nun: Nach dem HackathOERn ist vor dem HackathOERn. Die Sommerausgabe findet vom 24. bis 26. August an der Universität Weimar statt. Bis dahin wird an den entwickelten Prototypen weitergearbeitet!