Das Projekt SAW2Sense zielt darauf ab, ein nachrüstbares, kostengünstiges und prädiktives Prozessüberwachungssystem für rotierende Werkzeuge
in der Zerspanung zu entwickeln. Kern des Projekts ist die Verwendung von robusten Surface Acoustic Wave (SAW) Sensoren, die direkt auf
Spannfuttern oder Werkzeugen montiert werden. Diese Sensoren ermöglichen eine berührungslose Messung von Dreh- und Biegemomenten und
sind signifikant günstiger als herkömmliche Sensortechnologien.
Für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) im produzierenden Gewerbe bietet das System erhebliche Vorteile: Es reduziert Ausschuss und
Nacharbeit, optimiert Werkzeugwechselintervalle und minimiert Werkzeugkosten. Da das System ohne Anpassungen an vorhandenen
Werkzeugmaschinen nachgerüstet werden kann, ist es besonders für KMUs geeignet, die auf eine wirtschaftliche Verbesserung ihrer
Produktionsprozesse angewiesen sind. Darüber hinaus bietet die Integration der SAW-Sensorik und die Verwendung von maschinellem Lernen im
Edge-Computing eine effiziente und latenzarme Prozessüberwachung, die Anomalien frühzeitig erkennt und so Schäden an Maschinen und
Werkstücken verhindert.
Durch die wirtschaftliche Nachrüstbarkeit und die hohe Kosteneffizienz der SAW-Technologie wird KMUs ermöglicht, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu
steigern und neue Geschäftsfelder zu erschließen.
An dem Vorhaben sind weiterhin folgende Firmen und Forschungseinrichtungen beteiligt:
Projektleitung (TUHH): Prof. Dr.-Ing. Jan Hendrik Dege
Projektmanagement und -bearbeitung: Sebastian Junghans M. Sc.
01.03.2026 bis zum 30.04.2028
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF)
Föderkennzeichen (FKZ): 01IF24809N