Forschung

Das IFPT konzentriert sich in der Forschung auf vier Zielfelder. Bei der Produktion und Reparatur von Leichtbaustrukturen existiert noch viel Entwicklungspotenzial hinsichtlich Produktivität in der Verarbeitung faserverstärkter Kunststoffe aber auch besondere Herausforderungen aufgrund der typischen Bauteiltoleranzen und -flexibilität. Große Bauteildimensionen erfordern neue Maschinenkonzepte zur Abdeckung der erforderlichen Arbeitsräume und zur Einbindung in Organisationen mit fließenden Betriebsmitteln. Die Kleinserienfertigung gehört mit ihren hohen Flexibilitätsforderungen zu den klassischen Forschungsfeldern der Produktionstechnik.

Bei Produkten mit hoher Wertschöpfung und langer Lebensdauer hat die Wartung, Reparatur und Instandsetzung (MRO) eine ebenso hohe Bedeutung wie die ursprüngliche Produktion, wurde aber in der Forschung bisher eher vernachlässigt.

Der norddeutsche Raum beheimatet zahlreiche Industriezweige mit Bedarf an Forschung in diesen Zielfeldern. Die Flugzeug-Produktion und die -MRO gehören hier sicherlich zu den bedeutendsten.

Zielfelder des Instituts

Das IFPT forscht konkret in der robotergestützten Produktionsautomatisierung für diverse Aufgaben aus Fertigung, Montage und Qualitätskontrolle und hat als Beitrag zur Lösung der oben skizzierten Problemfelder vier Kompetenzfelder aufgebaut.

Ein Schwerpunkt liegt in der Entwicklung mobiler oder ortsflexibler Roboterlösungen. Daneben beschäftigt sich das Institut mit der Mensch-Maschine-Kooperation und Hybriden, um insbesondere effiziente Lösungen für die flexible Teilautomatisierung zu generieren. Um veränderte Randbedingungen zu erkennen oder den tatsächlichen Ist-Zustand eines Objektes quantitativ zu ermitteln, wird intensiv für die produktionstechnische Nutzung neuartiger Sensorsysteme gearbeitet.

Ein verbindendes Element für die genannten Kompetenzfelder stellt das letzte Kompetenzfeld dar. Um mit hochflexiblen, örtlich variablen und teilautomatisierten Lösungsbausteinen tatsächliche Produktionsaufgaben zu lösen, bedarf es der Bündelung aller verteilt vorhandener Informationen in adaptiven Modellen der Umgebung oder des Produktes im Sinne einer digital, vernetzten Produktion.