Projektteaser:
Das Projekt generiert empirische Erkenntnisse über berufs(feld)spezifische Merkmale mobiler Ausbildung in drei Branchen. Angesichts der Unwägbarkeit künftiger beruflicher Qualifikations- und Kompetenzanforderungen und der sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Berufsausbildung gibt das Projekt Aufschluss über die organisationalen Strukturen sowie die subjektiv erlebte Ausbildungsrealität.
Kontext:
Mobile Berufsausbildung umfasst das lernortunabhängige und lernortübergreifende Bearbeiten betrieblicher Aufgaben zum Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit. Unter den Bedingungen der digitalen Transformation ist bisher allerdings nicht expliziert, welche Herausforderungen genau mobiles Arbeiten an die berufliche Erstausbildung stellt und welche Folgen sich daraus für die Auszubildenden ergeben. Weil angesichts dieser Entwicklungen der Betrieb als tradierter und bisher dominanter Lernort in Präsenz an Bedeutung verliert, stellt die mobile Berufsausbildung veränderte Anforderungen an die betriebliche Ausbildungsorganisation und erfordert die Etablierung neuer Lehr-Lernkonzepte. Zudem sind die Auszubildenden mit neuen beruflichen Orientierungs- und Lernleistungen konfrontiert, die – so eine Ausgangsthese des Projekts – Einfluss auf deren berufliche Sozialisation, ihr Selbstverständnis und die berufliche Identitätsentwicklung (individuell und kollektiv) haben.