Ziele

Die Suche nach umweltschonenderen industriellen Prozessen und Produkten wird maßgeblich unterstützt durch die Biotechnologie, als interdisziplinäre und innovationsträchtige Querschnittswissenschaft. Neben der Erschließung neuer, ungewöhnlicher Biokatalysatoren wird in Zukunft auch eine innovative Bioprozesstechnik zunehmend an Bedeutung gewinnen, die es erlaubt, durch verfahrenstechnische Optimierung, wie z.B. Prozessintensivierung durch Prozessintegration (Wärme-/Stofftransport, Reaktion/Separation), wesentliche Steigerungen im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz zu erzielen.

Angesiedelt an der Schnittstelle zwischen den Ingenieurwissenschaften, molekularen Naturwissenschaften und Materialwissenschaften besitzt der FSP „Integrierte Biotechnologie und Prozesstechnik“ das Alleinstellungsmerkmal, die Gesamtprozesskette biotechnologischer Innovationen vom Gen bis zum Verfahren zu bearbeiten. Ziel ist die Entwicklung neuer industrieller Bioprozesse, die eine verbesserte Nutzung nachwachsender Rohstoffe zur Gewinnung von Bulk- und Feinchemikalien oder zur Erzeugung von Energie ermöglichen. Durch die Angliederung der zwei vom BMBF geförderten Cluster „BIOKATALYSE2021 – Nachhaltige Biotechnologie auf neuen Wegen” und „BIORAFFINERIE2021 – Neue Wege zur integrierten Bioraffinerie“ sowie der drei DFG-geförderten Schwerpunktprogramme „Poröse Medien mit definierter Porenstruktur in der Verfahrenstechnik – Modellierung, Anwendung, Synthese”, „Dynamische Simulation vernetzter Feststoffprozesse (DynSim-FP)“ und "Einfluss lokaler Transportprozesse auf chemische Reaktionen in Blasenströmungen" sowie der Teilnahme an der Landesexzellenzinitiative Hamburg verfügt der Forschungsschwerpunkt bereits über mehrere Leuchtturmprojekte. Ziel ist es, weitere innovative Projekte im Bereich der Verfahrenstechnik zu realisieren, um neue umweltfreundliche Technologien zu entwickeln.

Struktur

Der Forschungsschwerpunkt „Integrierte Biotechnologie und Prozesstechnik“ ist Teil der Forschungsinitiative der Technischen Universität Hamburg-Harburg, die es sich zum Ziel gesetzt hat, durch Bündelung der an der TU vorhandenen Expertise neue, interdisziplinäre Forschungsprojekte zu entwerfen und zu bearbeiten. Der FSP besteht aus 18 Arbeitsgruppen der Technischen Universität Hamburg-Harburg, die dem Studienbereich Verfahrens- und Chemietechnik angehören, und verknüpft die Forschungsaktivitäten innerhalb der Verfahrenstechnik im Bereich der Weißen Biotechnologie und der Prozesstechnik. Sprecher des Forschungsschwerpunkts ist Prof. A. Liese, stellvertretender Sprecher Prof. M. Schlüter. Ein Beirat aus ehemaligen Professoren der TUHH steht dem FSP beratend zur Seite.