Anforderungen an das KI-Einführungsmodell

Die Analyse der Anforderungen an das KI-Einführungsmodell diente der gezielten Gestaltung eines praxisnahen und wirksamen Vorgehensrahmens für die Einführung Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Grundlage hierfür war die systematische Erfassung und Auswertung der Anforderungen, die in Gesprächen mit Fachexpertinnen und -experten identifiziert wurden. Diese lassen sich in vier zentrale Themenbereiche gliedern: Informationsvermittlung, Methodenkompetenz, Rahmenbedingungen für das Modell sowie Maßnahmen im Unternehmen.

Das KI-Einführungsmodell

Das KI-Einführungsmodell umfasst sechs Phasen: (A) Initiierung, (B ) Anwendungsfallidentifikation, (C) Anwendungsfallanalyse, (D) Erfassung technischer Merkmale, (E) Pilotierung und (F) Implementierung. Die Phasen des Einführungsmodells sind in insgesamt 16 Schritte unterteilt.

Ein Vorteil des phasenbasierten Ansatzes des vorgestellten KI-Einführungsmodelle besteht darin, dass Unternehmen  nicht zwingend den vollständigen Prozess durchlaufen müssen. Je nach Ausgangslage können auch nur einzelne Schritte oder Module relevant sein. Insgesamt verfolgt das Modell ein schrittweises und wiederholbares Vorgehen. Eine Rückkopplung ist beispielsweise von der letzten Phase zurück zur ersten Phase vorgesehen. So kann die erfolgreiche Implementierung als Ausgangspunkt für eine weitere, gezielte Einführung genutzt werden, etwa wenn neue Kompetenzen aufgebaut wurden.

In jeder Phase ist zudem eine gezielte Reflexion des Anwendungsfalls vorgesehen. Dabei geht es darum, die zuvor getroffenen Annahmen zum Wertschöpfungspotenzial zu überprüfen. Je nach Ergebnis können dann Anpassungen im Vorgehen vorgenommen oder die Einführung gegebenenfalls auch abgebrochen werden.