Abgeschlossene Promotionen

Folgende Promotionen wurden von Mitgliedern der Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Gabriele Winker abgeschlossen:

 

Michel Raab

Fürsorge in konsensual nichtmonogamen Beziehungsnetzwerken

Die Promotion von Michel Raab  zu "Fürsorge in konsensuell nichtmonogamen Beziehungsnetzwerken. Sorgende Netze jenseits der Norm" ist 2018 an der TU abgeschlossen und erfolgreich verteidigt worden. Sie erscheint demnächst.

 

 

Jette Hausotter
Prekäre Privilegien - Wie Ingenieur_innen ihren Alltag gestalten

Hamburg, 2018, DOI: 10.15480/882.1699

In einer qualitativen Studie werden, basierend auf 21 problemzentrierten Interviews und im Rückgriff auf ungleichheits- und intersektionalitätstheoretische Ansätze der Sozialwissenschaften, die Auswirkungen gesellschaftlicher Prekarisierungsprozesse auf die Berufsgruppe der Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland untersucht. Anhand von empirisch herausgearbeiteten Interessentypen wird analysiert, wie sich prekäre Privilegien im Alltag von Ingenieur_innen auswirken und wie sich die Ingenieur_innen in Spannungsfeldern zwischen eigenen Wünschen und gesellschaftlichen Bedingungen positionieren. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der Arbeits- und Geschlechterforschung bewertet.

 

 

Kathrin Ganz
Die Netzbewegung. Subjektpositionen im politischen Diskurs der digitalen Gesellschaft

Barbara Budrich, 2018

Die Netzbewegung setzt sich ein für Informationsfreiheit, Datenschutz und Netzneutralität, gegen Zensur und Überwachung, kurz: für ein freies Internet. Dabei positionieren sich die Aktivist_innen als Avantgarde der digitalen Gesellschaft. Mit ihrer intersektionalen und hegemonietheoretischen Analyse zeigt die Autorin, wie die Forderungen der Netzbewegung und auch die Akteur_innen selbst gesellschaftlich verortet sind und geht der Frage nach, wie sich soziale Ungleichheit in den politischen Diskurs der digitalen Gesellschaft einschreibt.

Kathrin Schrader
Drogenprostitution. Eine intersektionale Betrachtung zur Handlungsfähigkeit drogengebrauchender Sexarbeiterinnen

transcript, 2013

Dieses Buch gibt Einblicke in die Lebenswelt drogengebrauchender Sexarbeiterinnen. Entlang von Interviews wird illustriert, wie sie trotz ihrer Verletzungen handlungsfähig sind und täglich um ihre Würde ringen. Mithilfe poststrukturalistischer Theorien und der intersektionalen Mehrebenenanalyse werden die massiven Ausbeutungsverhältnisse untersucht und im Zuge dessen die dichotome Opfer- und/oder Täterinnenperspektive auf »Drogenprostituierte« dekonstruiert. Um der Sprach- und der damit verbundenen Rechtlosigkeit von »Drogenprostituierten« begegnen zu können, werden zudem Strategien der Selbstermächtigung vorgeschlagen.

Das Buch eröffnet dadurch neue Perspektiven auf die Praxis der Sozialen Arbeit.

Stefan Paulus
Das Geschlechterregime. Eine intersektionale Dispositivanalyse von Work-Life-Balance-Maßnahmen

transcript, 2012

Eine intersektionale Dispositivanalyse von »Geschlechterregimen« im Postfordismus: Neben einer regulationstheoretischen und poststrukturalistischen Reflexion des Begriffs widmet sich das Buch Geschlechterregimen im Kontext von Arbeitsorganisation, gouvernementalen und biopolitischen Regierungsmaßnahmen sowie von Formen der Subjekt-Werdung. Am Beispiel von Maßnahmen zur Work-Life-Balance geht Stefan Paulus der engen Verwobenheit postfordistischer Produktions- und Reproduktionssphären mit Geschlechterverhältnissen ebenso auf den Grund wie der aktiven Mitwirkung der Subjekte an deren Gestaltung.