Die Klimafolgenforschung ist seit mehr als einem Jahrzehnt Gegenstand vieler Forschungsaktivitäten. Die Erweiterung der Wissensbasis zum Klimawandel und den klimawandelbedingten Folgen dient der Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel. In vielen interdisziplinären Verbundprojekten wurden und werden daher mögliche Folgen von zukünftig veränderten Klimaparametern anhand von Klimaprojektionen in verschiedenen Sektoren wie Umwelt, Wirtschaft und Gesundheit auf regionaler Ebene untersucht (u.a. innerhalb der 7 KLIMZUG-Verbünde, KLIWAS, ReKiiEs-De usw.). Hierzu werden lmpakt-Modelle eingesetzt, die von Ergebnissen aus Klimasimulationen angetrieben werden. Innerhalb der Projekte zur Klimafolgenforschung der "ersten Generation", die in den letzten Jahren endeten, lag ein Fokus auf der grundsätzlichen Etablierung einer Methodik zur Nutzung und Verarbeitung von Klimamodellergebnissen in unterschiedlichen lmpakt-Modellen.

Im Fokus standen dabei

  1. Definition der Anforderungen an die Daten der Klimaprojektionen,
  2. Datenaufbereitung sowie Entwicklung einer Datenschnittstelle zwischen Klimamodell und lmpakt-Modell, und
  3. Anwendung der Klimamodelldaten und statistische Auswertung von Langzeit-Zeitreihen sowie Langzeit-Mittelwerten aus lmpakt-Modellen.

Die entwickelte Methodik wurde dabei am Beispiel einiger weniger Datensätze aus regionalen Klimaprojektionen angewendet. Mittlerweile stehen deutlich mehr Datensätze regionaler Klimaprojektionen in hoher zeitlicher und horizontaler Auflösung in Form von Ensemble-Datensätzen zur Verfügung. Eine systematische Untersuchung von Bandbreiten und Extremen erfolgte im Rahmen des Projektes ReKliEs-De u.a. mit dem Ziel robuste Informationen und Aussagen zu möglichen regionalen Klimaänderungen zu erhalten.


Die Entwicklung einer Methodik zur Bewertung der Veränderungen von Bandbreiten in der Abbildung von globalen Klimaänderungen über regionale Auswirkungen zu regionalen und lokalen Klimafolgen und die beispielhafte Anwendung von regionalen Klimasimulationen aus Ensembleexperimenten in ausgewählten Impakt-Modellen stehen derzeit noch aus. Eine solche Methodik soll unter beispielhafter Anwendung in der Seegangsmodellierung in der Ostsee und der Niederschlags-Abfluss-Modellierung in kleinen Einzugsgebieten von Nebengewässern der Elbe entwickelt werden.

Projektpartner: GERICS
Laufzeit: 01.09.2017 - 31.08.2019
Projektleitung:Prof. Dr.-Ing. Peter Fröhle
Projektbearbeitung:Norman Dreier
Christoph Sauer